Messier 22

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Kugelsternhaufen
Daten von Messier 22

M22atlas crop.jpg

Sternbild Schütze
Position
ÄquinoktiumJ2000.0, Epoche: J2000.0
Rektaszension 18h 36m 24,21s [1]
Deklination −23° 54′ 12,2″ [1]
Erscheinungsbild
Konzentrationsklasse VII [2]
Helligkeit (visuell) 5,1 [3] bzw. 6,17 mag [1]
Helligkeit (B-Band) 7,16 mag [1]
Winkelausdehnung 32,0' [4]
Physikalische Daten
Rotverschiebung (−494 ± 17)  10−6 [1]
Radialgeschwindigkeit (−148 ± 5) km/s [1]
Entfernung [4] 10400 Lj
(3200 pc)
Durchmesser 97 Lj
Geschichte
Entdeckung Johann Abraham Ihle
Datum der Entdeckung 26. August 1665
Katalogbezeichnungen
 M 22 • NGC 6656 • C 1833-239 • GCl 99 •

Messier 22 (auch als NGC 6656 bezeichnet) ist ein 5,5 mag heller Kugelsternhaufen mit einer Flächenausdehnung von 32' im Sternbild Schütze. Er steht in Richtung des Milchstraßenzentrums, 2° nordöstlich des Sterns Lambda Sagitarii.

M22 ist der hellste Kugelsternhaufen, der von Europa sichtbar ist, steht allerdings tief am Südhimmel. Schon mit bloßem Auge als sternartiges Objekt sichtbar, ist er im Teleskop ein attraktives Deep Sky-Objekt und fast so prächtig wie der bekannte Herkuleshaufen M13. Er besteht aus rund 80.000 Sternen, unter denen etwa 100 als Veränderliche katalogosiert sind.

M22 ist auch der erste beobachtete Kugelsternhaufen. Er wurde vom deutschen Amateurastronomen Johann Ihle am 26. August 1665[5] entdeckt, der ihn in seinem 2-Zoll-Fernrohr als rundes Nebelfleckchen wahrnahm. Im Achtzöller werden von den hellsten Sternen (11 mag) einige Dutzend am Haufenrand erkennbar. 2001 beobachtete man Helligkeitsausbrüche, die durch eine Zwergnova oder durch Mikrolinsen-Effekte enger Sternbahnen erklärt wurden [6].

[Bearbeiten] Weblinks

 Commons: Messier 22 – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. a b c d SIMBAD Astronomical Database
  2. NED data for the Messier Objects
  3. Koch/Korth, Die Messier-Objekte, Kosmos-Verlag 2009
  4. a b Messier 22 bei SEDS
  5. klima-luft.de: Johann Abraham Ihle, abgefragt am 25. August 2011
  6. Koch/Korth, Die Messier-Objekte, Kosmos-Verlag 2009


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