Microberlinia

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Microberlinia
Zebrano

Zebrano

Systematik
Eurosiden I
Ordnung: Schmetterlingsblütenartige (Fabales)
Familie: Hülsenfrüchtler (Fabaceae)
Unterfamilie: Johannisbrotgewächse (Caesalpinioideae)
Tribus: Detarieae
Gattung: Microberlinia
Wissenschaftlicher Name
Microberlinia
A.Chev.

Microberlinia ist eine Pflanzengattung in der Unterfamilie der Johannisbrotgewächse (Caesalpinioideae). Sie ist im tropischen Westafrika beheimatet.

Das tropische Edelholz, das unter den Namen Zebrano oder Zingana gehandelt wird, gewinnt man nur aus zwei Arten der Pflanzengattung Microberlinia. Die beiden Arten der Gattung sind Microberlinia brazzavillensis A.Chev. und Microberlinia bisulcata A.Chev..

Beschreibung[Bearbeiten]

Microberlinia-Arten wachsen als Bäume. Es werden Hülsenfrüchte gebildet.

Vorkommen[Bearbeiten]

Diese Bäume wachsen in den tropischen Regenwäldern Westafrikas, hauptsächlich in Kamerun und Gabun.

Systematik[Bearbeiten]

Die Gattung Microberlinia gehört zur Tribus Detarieae in der Unterfamilie der Caesalpinioideae innerhalb der Familie der Fabaceae.[1]

Nutzung[Bearbeiten]

Holzeigenschaften[Bearbeiten]

Das Holz ist gelblichweiß mit tiefbraunen Adern gestreift und grauem Splint. Es ist ziemlich hart, dicht und spröde und hat einen unangenehmen Eigengeruch.

Verwendung[Bearbeiten]

Zebrano

Das Zebrano-Holz wird für den Bau von Gitarren-Böden- und Zargen verwendet sowie als Furnier in der Innenausstattung von Luxus-Automobilen. Auch im hochwertigen Möbelbau wird Zebranoholz als Furnier und auch in Massivbauweise eingesetzt. Es eignet sich besonders für die Gestaltung von Massivholztischen und zum Bau kleiner Wohnobjekte.

Gefährdung[Bearbeiten]

Das außergewöhnliche Muster des Holzes führte zu seiner großen Beliebtheit. Doch die große Nachfrage nach diesem tropischen Holz ist auch seine größte Gefahr. Die beiden Arten Microberlinia brazzavillensis und Microberlinia bisulcata wurden in den Jahren 1998 und 2000 in die Rote Liste gefährdeter Arten der IUCN aufgenommen.

Microberlinia bisulcata gilt als vom Aussterben bedroht und Microberlinia brazzavillensis als gefährdet.[2]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Microberlinia im Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland.
  2. Suche nach „Microberlinia“ in der Roten Liste gefährdeter Arten der IUCN