Mission Santa Barbara

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Mission Santa Barbara
Name Mission Santa Barbara
Ort Santa Barbara, Kalifornien
Originalname La Misión de La Señora Bárbara, Virgen y Mártir [1]
Übersetzung Die Mission der Frau Barbara, Jungfrau und Märtyrerin
Namenspatron Heilige Barbara von Griechenland
Beiname "Königin der Missionen von Oberkalifornien" [2]
Gegründet am 4. Dezember, 1786 [3]
Gegründet von Pater Fermín Lasuén [4]
Gründungsreihenfolge Zehnte
Hauptsitz 1833–1846 [5]
Militärdistrikt Zweiter
Eingeborenenstamm Chumash
Canaliño
Platzname Xana'yan [6]
Besitzer Römisch-katholische Kirche
Derzeit verwendet als Pfarrkirche
Koordinaten 34.438333333333-119.71388888889Koordinaten: 34° 26′ 18″ N, 119° 42′ 50″ W
NHL #NPS-66000237
CHL #309
Website [3]

Die Mission Santa Barbara ist eine spanische Franziskanermission in der Nähe des heutigen Santa Barbara, Kalifornien. Sie wurde am 4. Dezember 1786 gegründet, der Festtag der Heiligen Barbara, um den örtlichen Stamm der Chumash (Canaliño) zum Christentum zu bekehren. Das Missionsgelände steht auf einer Anhöhe zwischen dem Stillen Ozean und den Santa Ynez Mountains und wurde von Pater Fermín Lasuén geweiht, der die Präsidentschaft über die Kette kalifornischer Missionen nach dem Tode des Pater Präsident Junípero Serra übernommen hatte. Die Mission Santa Barbara ist die einzige Mission, die unter der Leitung der Franziskanermönche seit dem Tag ihrer Gründung blieb.

Geschichte[Bearbeiten]

Der Name der Mission Santa Barbara geht auf die Legende über die Heilige Barbara zurück, ein Mädchen, das angeblich von ihrem Vater geköpft worden sein soll, weil sie dem christlichen Glauben anhing. Während der ersten paar Jahre wurden drei andere Kapellen gebaut, jede größer als die vorige. Erst als beim großen Erdbeben von Santa Barbara vom 21. Dezember 1812,[7] die bestehenden Gebäude zerstört wurden, begann der Bau an der heutigen Mission. Die Türme trugen erneut bei einem Erdbeben am 29. Juni 1925 beträchtlichen Schaden davon,[8] wurden aber später wieder aufgebaut. Das Aussehen des Kircheninneren hat sich seit 1820 nicht verändert.

Viele Elemente des ausgedehnten Wasseraufbereitungssystems der Mission, die alle durch die Arbeit der Indianer gebaut wurden (inklusive Wasserleitungen, zwei Reservoire und ein Filterhaus) blieben bis heute, wie auch eine Getreidemühle; das größere Reservoir, das 1806 gebaut wurde, wurde in das Wassersystem der Staat eingegliedert. Die ursprüngliche Quelle und der lavadero sind noch neben dem Eingang zur Mission intakt. Ein im Jahre 1807 gebauter Damm liegt im heutigen Botanischen Garten von Santa Barbara oben am "Mission Canyon." Die Gerbbottiche, der Keramikbrennofen und das Wachhaus liegen bis heute alle in Trümmern. Im Jahre 1818 näherten sich zwei argentinische Schiffe unter dem Kommando des französischen Freibeuters Hipólito Bouchard der Küste und bedrohten die nahegelegene Stadt. Die Padres bewaffneten und trainierten 150 der Neophyten, um sich auf den Angriff vorzubereiten. Mit ihrer Hilfe wandten sich die Presidio-Soldaten gegen Bouchard, der ohne Angriff aus dem Hafen heraussegelte..

Nachdem der Mexikanische Kongress ein Gesetz zur Säkularisierung der Missionen Kaliforniens am 17. August 1833 verabschiedet hatte, verlegte Pater Presidente Narciso Durán den Hauptsitz der Mission nach Santa Barbara und machte dabei die Mission Santa Barbara zu einem Depot von einigen 3000 Dokumenten, die über alle kalifornische Missionen verstreut waren. Das Archiv der Mission ist die älteste Bibliothek im Staate Kalifornien, die sich noch in der Hand ihrer Gründer, der Franziskaner, befindet. Angefangen mit den Schriften von Hubert Howe Bancroft diente die Bibliothek mehr als ein Jahrhundert als Zentrum für das historische Studium der Missionen. Im Jahre 1840 wurden Alta California und Baja California aus der Diözese von Sonora ausgegliedert, um die Diözese beider Kaliforniens zu bilden. Bischof Francisco Garcia Diego y Moreno, OFM, richtete seine Cathedra in der Mission Santa Barbara ein und machte die Kapelle zur Prokathedrale der Diözese bis 1849. Unter Bischof Thaddeus Amat y Brusi, C.M., diente die Kapelle erneut als Prokathedrale für die Römisch-katholische Diözese von Monterey und dann für die Diözese von Monterey-Los Angeles von 1853–1876. Aus diesem Grund hat nur die Kapelle der Mission Santa Barbara von allen Missionen Kaliforniens zwei zueinanderpassende Glockentürme. Zu jener Zeit war diese besondere architektonische Eigenschaft einer Kathedrale vorbehalten.

Die Mission hat auch die älteste ununterbrochene Tradition des Choralsingens unter den kalifornischen Missionen und, tatsächlich, jeder kalifornischer Institution. Die katholische Liturgie wird durch zwei Kirchenchöre dargeboten, der California Mission Schola und der Cappella Barbara. Die Missionsarchive enthalten eine der reichsten Sammlungen an heute bekannten kolonialen Musikmanuskipten der Franziskaner, die streng bewacht werden (die meisten wurden noch nicht einer wissenschaftlichen Analyse unterzogen). Die ursprüngliche Stadt Santa Barbara entwickelte sich zwischen der eigentlichen Mission und dem Hafen, genau neben dem El Presidio Reál de Santa Bárbara (das "Königlich-Spanische Presidio"), ungefähr eine Meile südöstlich von der Mission. Als die Stadt wuchs, dehnte sie sich über die Küstenebene aus; ein Wohngebiet umgibt die Mission, obwohl es öffentliche Parks und ein paar öffentliche Gebäude (wie z. B. das Naturgeschichtliche Museum) auf der Fläche direkt neben der Stelle gibt. Die Mission Santa Barbara dient heute der Gemeinde als Pfarrkirche weiter.

Bilder[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Leffingwell, p. 61
  2. Ruscin, p. 89
  3. Yenne, p. 98
  4. Ruscin, p. 196
  5. Yenne, p. 186
  6. Ruscin, p. 195
  7. [1]
  8. [2]

Literatur[Bearbeiten]

  • Leffingwell, Randy: California Missions and Presidios: The History & Beauty of the Spanish Missions. Voyageur Press, Inc., Stillwater, MN, 2005, ISBN 0-89658-492-5.
  • Ruscin, Terry: Mission Memoirs. Sunbelt Publications, San Diego, CA, 1999, ISBN 0-932653-30-8.
  • Yenne, Bill: The Missions of California. Thunder Bay Press, San Diego, CA, 2004, ISBN 1-59223-319-8.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Mission Santa Barbara – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien