Missionarinnen der Nächstenliebe

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Missionarinnen der Nächstenliebe

Die Missionarinnen der Nächstenliebe sind ein Frauenorden in der römisch-katholischen Kirche, der von Mutter Teresa (Agnes Gonxhe Bojaxhiu) mit zwölf Schwestern in Kalkutta gegründet wurde. Wie in allen katholischen Orden verpflichten sich die Mitglieder, nach den Evangelischen Räten ein Leben in Armut, Ehelosigkeit und Gehorsam zu führen.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Ordensgründerin Bojaxhiu trat mit 18 Jahren in den irischen Zweig der Loretoschwestern ein. Die Ordensschwestern engagierten sich damals besonders im Unterrichtswesen in Indien. 1928 übernahm sie ihre erste Tätigkeit in Bengalen und legte in Kalkutta ihre Profess ab. Bis 1945 arbeitete sie dort als Lehrerin und begann dann mit der Krankenpflege und Fürsorge für die Ärmsten in Kalkutta. Nach anfänglichen Schwierigkeiten wurde die neue Kongregation päpstlichen Rechts Mutter Teresas 1950 von der Kirche anerkannt.[1] Am 1. Februar 1965 erteilte Papst Paul VI. dem Orden das Decretum Laudis.[2] Der Orden leistet Dienst an den Ärmsten der Armen und ist nahezu auf der ganzen Welt verbreitet. Mehr als 4500 Schwestern arbeiten in 133 Ländern, der Orden unterhält 710 Häuser. Darunter sind Heime für Sterbende, Lepra- oder Aidskranke, Obdachlose und Kinder.[3]

Aufnahme in den Orden[Bearbeiten]

Kandidatinnen, die in den Orden eintreten wollen, müssen zwischen 18 und 35 Jahre alt sein. Sie durchlaufen eine sechsmonatige Prä-Aspiration, dann eine Aspiration (Kandidatur), die ebenfalls ein halbes Jahr dauert. Es schließt sich ein einjähriges Postulat an, danach wird die Kandidatin Novizin. Das Noviziat dauert zwei Jahre, dann folgt die Ablegung der einfachen Gelübde, d. h., die (zunächst zeitliche) Bindung an den Orden.[4]

Ordensoberinnen[Bearbeiten]

Die erste Ordensoberin war Mutter Teresa. Nach ihr leitete Schwester Mary Nirmala Joshi, ihre langjährige Assistentin, ab 1997 die Gemeinschaft. Am 24. März 2009 wurde Schwester Mary Prema Pierick, eine gebürtige Deutsche aus Reken im Münsterland, zur neuen Ordensoberin gewählt.[5]

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Epochtimes-Online Der „Engel der Armen“ hatte Glaubenszweifel 30. August 2007
  2. Jubiläumsbrief an die Kongregation [1]
  3. GlaubeAktuell: Missionarinnen der Nächstenliebe vom 5. September 2007
  4. Missionaries of Charity 5. September 2007
  5. http://www.kath.net/detail.php?id=22480