Mutter Teresa

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Selige Mutter Teresa
Mutter Teresa (1986)
Mutter Teresa (1986)
Geboren 26. August 1910 (Skopje)
Verstorben 5. September 1997 (Kalkutta)
Seligsprechung 19. Oktober 2003 durch Papst Johannes Paul II.
Verehrungsstätte Mutterhaus der Missionarinnen der Nächstenliebe
Unterschrift von Mutter Teresa

Mutter Teresa (gebürtig Anjezë (Agnes) Gonxha Bojaxhiu [ˈaɲɛzə gonˈʤa bɔˈjaʤju]; * 26. August 1910 in Üsküb, Osmanisches Reich (heute Skopje, Mazedonien); † 5. September 1997 in Kalkutta, Indien) war Ordensschwester und Missionarin. Weltweit bekannt wurde sie durch ihren Dienst und ihre Hilfe an Arme, Obdachlose, Kranke und Sterbende, für die sie 1979 den Friedensnobelpreis erhielt. In der katholischen Kirche wird Mutter Teresa als Selige verehrt.[1]

Leben und Werk

Frühe Jahre und Ausbildung

Gedenkstein an der Stelle des Geburtshauses von Mutter Teresa

Mutter Teresa wurde am 26. August 1910[2] als Anjezë (Agnes) Gonxha Bojaxhiu in Üsküp (heute Skopje) im Osmanischen Reich, auf dem Gebiet des heutigen Mazedonien, geboren.

Gonxha (das albanische Wort für „Blütenknospe“) wuchs als Kind einer wohlhabenden katholischen albanischen Familie auf.[3] Ihr Vater Nikollë Bojaxhiu, ein Kaufmann, stammt ursprünglich aus der Mirdita, einer Region im Norden Albaniens und lebte viele Jahre in Prizren, und ihre Mutter Drane (geb. Bernai) aus Novosella, einem Dorf im Landkreis Gjakova im Kosovo. Ihre Schulausbildung erhielt Gonxha an einer katholischen Mädchenschule in Shkodra. Als sie acht Jahre alt war, starb ihr Vater überraschend;[2] sie widmete sich daraufhin noch mehr dem Glauben. Schon im Alter von zwölf Jahren entschied sie sich für ein Leben als Ordensfrau und bat im Alter von 18 Jahren um die Aufnahme ins Noviziat der Loretoschwestern. Die Sisters of the Blessed Virgin Mary, ein irischer Zweig der Englischen Fräulein (IBMV),[4] engagierten sich damals besonders im Unterrichtswesen in Bengalen. Zunächst wurde sie ins Mutterhaus der Loretoschwestern nach Irland geschickt, aber nach nur zwei Monaten dort nach Bengalen gesandt. In Kalkutta legte sie die Profess ab und war dort siebzehn Jahre in der St. Mary’s School tätig, wo sie erst als Lehrerin, dann als Direktorin wirkte.

Arbeit in Indien

Auf einer Fahrt durch Kalkutta verspürte sie am 10. September 1946 beim Anblick eines Kruzifixes die Berufung, den Armen zu helfen. In ihrem Tagebuch schilderte sie dieses Erlebnis als mystische Begegnung mit Jesus, der sie mit den Worten „Mich dürstet“ dazu aufforderte, ihm in den Ärmsten der Armen zu dienen.[5] Sie suchte um Erlaubnis nach, die Klausur der Loretoschwestern für dieses Apostolat einstweilig zu verlassen, erhielt diese aber erst zwei Jahre später. Mutter Teresa wurde zunächst exklaustriert, d. h. sie konnte die Klausur verlassen, blieb aber Ordensfrau. Fortan lebte Mutter Teresa in Kalkutta, wo sie zunächst als einzelne Ordensfrau wirkte, bis sich ihr einige frühere Schülerinnen anschlossen. Ein berühmtgewordenes Porträt der Zeitschrift Life brachte ihr den Beinamen „Heilige der Gosse“ ein.

„Mutter Teresa war immer ganz ungekünstelt und sehr nett. … Ich habe sie … im Jahre 1929 kennengelernt. Damals hatte sie nichts Besonderes an sich. Sie war einfach ein schlichtes, normales Mädchen. Sehr sanftmütig, voller Frohsinn. Hatte an allem, was passierte, ihren Spaß. Zu dieser Zeit gab es nichts, was darauf hindeutete, daß sie Loreto jemals verlassen würde, absolut gar nichts. Wir hätten niemals gedacht, dass sie einmal soviel erreichen würde.“

Sr. Marie-Thérèse Breen: Mutter Teresa, Biographie von Navin Chawla[6]

Mutter Teresa hatte 1947, kurz nach der Unabhängigkeit Indiens, die indische Staatsbürgerschaft angenommen. Sie sprach damals schon fließend Bengali.[7] 1950 gründete sie die Gemeinschaft der Missionarinnen der Nächstenliebe, die nach den evangelischen Räten lebten. Später erhielt die Ordensgemeinschaft die päpstliche Approbation. Die Ordensgemeinschaft kümmert sich um Sterbende, Waisen, Obdachlose und Kranke, ihr besonderes Engagement liegt jedoch in der Betreuung von Leprakranken. Heute gehören den Missionaren der Nächstenliebe über 3.000 Ordensschwestern und mehr als 500 Ordensbrüder in 710 Häusern in 133 Ländern der Erde an. Für ihr Wirken erhielt Mutter Teresa zahlreiche Preise. Die bedeutendsten waren 1978 der Balzan-Preis für Humanität, Frieden und Brüderlichkeit unter den Völkern und 1979 der Friedensnobelpreis.

In ihrer Rede bei der Verleihung des Friedensnobelpreises bezeichnete Mutter Teresa die Abtreibung als „größte[...n] Zerstörer des Friedens“[8][9]:

„Der größte Zerstörer des Friedens ist heute der Schrei des unschuldigen, ungeborenen Kindes. Wenn eine Mutter ihr eigenes Kind in ihrem eigenen Schoß ermorden kann, was für ein schlimmeres Verbrechen gibt es dann noch, als wenn wir uns gegenseitig umbringen? … Aber heute werden Millionen ungeborener Kinder getötet, und wir sagen nichts. … Für mich sind die Nationen, die Abtreibung legalisiert haben, die ärmsten Länder. Sie fürchten die Kleinen, sie fürchten das ungeborene Kind.“

„Am meisten leiden sie [die Leprakranken] darunter, daß sie von allen gefürchtet werden und daß man sie nirgendwo haben will. Meine Schwestern und ich versuchen, ihnen ein anderes Leben zu ermöglichen, ein zweites Leben sozusagen. Wir haben schon viele Behandlungs- und Rehabilitationszentren in Indien aufgebaut. Dort können sie in Würde arbeiten. Sie müssen nicht betteln. Wir stehen in sehr enger Verbindung mit ihnen und geben ihnen liebevolle Fürsorge. Wir möchten, daß auch diese Menschen sich geliebt fühlen.“

Mutter Teresa: Mutter Teresa, Biographie von Navin Chawla[10]

Auf Vorwürfe, ihren Mitarbeitern mangle es oftmals an medizinischer Ausbildung entgegnete Mutter Teresa: „Nicht der Erfolg, sondern die Treue im Glauben ist wichtig.“ Sie erfuhr weltweite Anerkennung für ihre Arbeit. In der Abtreibungspolitik vieler Länder sah sie die „größte Bedrohung für den Weltfrieden“.

Die 2007 von Brian Kolodiejchuk, dem Postulator ihres Seligsprechungverfahrens, in Buchform herausgegebenen Tagebuchnotizen und Briefe von Mutter Teresa belegen, dass sie sich über Jahrzehnte hinweg in einer Glaubenskrise befand. Ihre Zweifel an der Existenz Gottes setzten schon bald nach Gründung ihrer Ordensgemeinschaft ein und haben sie bis zu ihrem Tod nicht mehr verlassen.[11] So schreibt sie: „In meinem Innern ist es eiskalt“ oder „Die Seelen ziehen mich nicht mehr an – der Himmel bedeutet nichts mehr – für mich schaut er wie ein leerer Platz aus.“[5] Glaubensschwierigkeiten („dunkle Nacht der Seele“) tauchen jedoch auch bei anderen Heiligen auf.[12]

Tod und Seligsprechung

Ölbild von Żaba für das Haus Betlehem der Missionarinnen der Nächstenliebe in Hamburg-St. Pauli (Żaba 2010)

Wenige Tage nach dem Tod von Prinzessin Diana, den sie sehr bedauert hatte, starb Mutter Teresa am 5. September 1997. Am 13. September 1997 wurde sie in Kalkutta mit einem Staatsbegräbnis beerdigt und unter großer Anteilnahme der Weltöffentlichkeit auf ihren Wunsch hin in dem von ihr gegründeten Kloster beigesetzt.

Der Seligsprechungsprozess begann im Juni 1999 mit besonderer Erlaubnis von Papst Johannes Paul II., da ein solches Verfahren üblicherweise frühestens nach fünf Jahren eingeleitet wird. Das bis dahin kürzeste Seligsprechungsverfahren der Neuzeit endete mit der Seligsprechung Mutter Teresas am 19. Oktober 2003. Ihr Gedenktag in der Liturgie der römisch-katholischen Kirche ist der 5. September.

Bewertung ihrer Arbeit

Die Arbeit von Mutter Teresa ist aus mehreren Gründen umstritten. Als Hauptkritikpunkte werden zunächst die sozialen Zustände in den Sterbehäusern genannt. Die Kranken litten den Kritikern zufolge unter den hygienischen Zuständen und waren unzureichend hygienisch versorgt, weshalb viele starben, die hätten gerettet werden können.[13] Der zweite Vorwurf nimmt das gesellschaftliche Umfeld in den Blick: Durch die Idealisierung der Armut habe sie die Festigung sozialer Ungerechtigkeiten bewirkt, die Lebensbedingungen der Menschen habe sie jedoch nicht interessiert.[14] Der dritte Hauptvorwurf thematisiert die Motivation Mutter Teresas, die nach eigenen Aussagen der Missionierung den Vorrang vor der humanitären Hilfe einräumte.

Soziale Zustände in den Sterbehäusern

Laut Robin Fox und Dave Hunt waren die Patienten im Sterbehaus vielfach auf primitiven Feldbetten in großer Zahl auf engstem Raum untergebracht und die Nahrungsversorgung war nicht immer im nötigen Umfang gewährleistet. Etliche der dem Orden gespendeten Häuser waren ursprünglich gut ausgestattet, wurden aber auf Anordnung Mutter Teresas auf äußerste Schlichtheit und Armut umgestaltet (unter anderem wurden vorhandene neuwertige Matratzen entsorgt und es wurde nicht oder kaum geheizt).[15][16] Hunt wirft ihr zudem fehlende Transparenz im Umgang mit den Medien, bei den Angaben über die Verwendung von Spendengeldern sowie die Verweigerung der Rückgabe illegaler Spenden vor. Außerdem sollen Sterbende oft ohne deren Einverständnis getauft worden sein.[16]

Der Autor des Buches Mother Teresa: The Final Verdict (2002)[17], Aroup Chatterjee, setzt sich in seinem Werk kritisch mit der Legendenbildung auseinander und bezweifelt in einem Interview die Effizienz der Hilfstätigkeit in Kalkutta („36.000 Kranke, die sie von der Straße aufgesammelt habe. Ich fand keinen einzigen Menschen, dem das passiert ist [...] Krankenwagen des Ordens sind zum Fahrdienst für die Schwestern umgebaut worden, und bei Hilferufen verwies der Orden auf die Ambulanz von Kalkutta.“).[18] So seien außerdem laut Chatterjee leicht heilbare Patienten vom Sterbehaus nicht immer in ein Krankenhaus eingewiesen, sondern ihnen sei bisweilen durch die Behandlung womöglich geschadet worden, beispielsweise durch Verwendung nicht sterilisierter, mehrfach verwendeter Spritzen.[18] Weiterhin soll die Gabe von Schmerzmitteln untersagt worden sein. Laut Mutter Teresa sei durch das Leid eine besondere Nähe zu Jesus Christus erfahrbar, Schmerzen und Leiden seien daher positiv zu bewerten.[18]

Eine Studie dreier Forscher der Universitäten von Montreal und Ottawa von 2013 kam zu dem Schluss, dass die Spendeneinnahmen wenig transparent verwaltet worden seien. Daher stelle sich die Frage, wo die Millionen von Dollar geblieben sind, die gespendet wurden.[19] Die Forscher folgern, dass ihr Ruf als selbstlose Retterin der Armen nicht den überprüfbaren Tatsachen entspreche und Folge einer bewusst gesteuerten Öffentlichkeitskampagne der Kirche gewesen sei.[20][21]

Gesellschaftliches Umfeld

Ab etwa 1970 begannen die Medien, initiiert durch das hagiographische Werk von Malcolm Muggeridge, Something Beautiful for God: Mother Teresa of Calcutta (1971), Mutter Teresa zu einer Heiligen zu erheben. Der um sie gebildete Mythos hatte bald ihr tatsächliches Wirken in den Schatten gestellt. In Westbengalen regierte um diese Zeit die Kommunistische Partei, die versuchte, durch Agrarreformen die Armen aus ihrer wirtschaftlichen Abhängigkeit von lokalen Eliten zu befreien. Anstatt die unteren Schichten in ihrem Kampf nach Unabhängigkeit zu unterstützen, unterstützten Mutter Teresas individuell-religiöse Heilsversprechungen die antikommunistische Gegenbewegung. Dies ging mit der Ablehnung sozialer und sozialistischer Bewegungen durch den Vatikan einher, wie sie mit der Befreiungstheologie in Südamerika und in anderen Teilen der Dritten Welt entstanden. Dass die Organisation von Mutter Teresa bei der katholischen „Kirche der Armen“ in Südamerika auf Ablehnung stieß, wurde öffentlich nicht erwähnt.[22]

Mutter Teresa wird vorgeworfen, Geld in großen Mengen ohne Ansehen seiner Herkunft auch aus zweifelhaften Quellen angenommen zu haben.[23] Zu ihren Geldgebern gehörte zum Beispiel der Sportler und Bankier Charles Keating (1923–2014), der in den 1980er Jahren eine zentrale Figur der Savings-and-Loan-Krise in den Vereinigten Staaten war. Als Keating 1992 wegen illegaler Geschäftspraktiken und Betrug angeklagt wurde, sandte Mutter Teresa einen Unterstützerbrief für ihren Freund an das Gericht, in welchem sie ihn als Wohltäter pries und sich selbst Unkenntnis in Wirtschaftsdingen attestierte. Ihre für sich geltend gemachte politische Neutralität stand auch im Widerspruch zu der Vortragstournee, die sie 1995 in Irland abhielt, um gegen die geplante Abschaffung des existierenden Scheidungsverbots zu argumentieren. Die Befürworter der Abschaffung gewannen letztlich in einer Volksabstimmung mit knapper Mehrheit.[24]

Religion kommt vor Hilfe

Christopher Hitchens veröffentlichte 1995 in The Missionary Position: Mother Teresa in Theory and Practice eine umfassende Kritik mit der Kernaussage, dass es Mutter Teresa weniger um die Hilfe für die Armen und Kranken, sondern um die Verbreitung ihres fundamentalistischen katholischen Glaubens gegangen sei.[25] Mutter Teresa formulierte anders: „Taten der Nächstenliebe sind immer ein Mittel, um Gott näher zu kommen.“[26] In zahllosen Kommentaren brachte Mutter Teresa als ihr persönliches Hauptziel das Erreichen von Heiligkeit und die Einheit mit Christus zum Ausdruck. Sie unternahm genau das, was nach katholischer Glaubenslehre getan werden muss, um Heiligkeit zu erreichen: soziales Engagement, religiöse Rituale und Askese. Susan Kwilecki und Loretta S. Wilson erkennen hierin eine zweckbestimmte, rational geplante Vorgehensweise, die im Gegensatz zur behaupteten Selbstlosigkeit steht. Praktisches Ergebnis dieser Bestrebung war, dass Mutter Teresa mit ihren Spendengeldern keine den heutigen Qualitätsanforderungen genügenden Krankenhäuser oder Altenheime, sondern primitive klosterähnliche Massenunterkünfte gründete, in denen die Hilfeleistung mit einem strikten ritualisierten Regelwerk verknüpft war. Solcherart Askese erklärte sie als Vorbedingung für Heiligkeit. Ihr Profit scheint demnach nicht finanzieller Art, sondern die für sich und ihre Helfer erstrebte Gottähnlichkeit gewesen zu sein.[27]

Mutter Teresa vertrat die vatikanischen Glaubenspositionen zum Verbot von Verhütungsmitteln und Schwangerschaftsabbrüchen und gewann Einfluss durch ihre Gespräche mit Staatsmännern und bedeutenden Persönlichkeiten auf Konferenzen weltweit als eine Botschafterin päpstlich-katholischer Wertvorstellungen. Dieser kalkulierten Einflussnahme steht die Selbstcharakterisierung als willfähriges Werkzeug Gottes gegenüber. In Einzelfällen stellte sie ihren Glauben auch über die unternehmerischen Grundsätze ihrer Organisation, etwa als sie es ablehnte, ein großes Gebäude im New Yorker Stadtteil Bronx als Geschenk anzunehmen, um darin eine Obdachlosenunterkunft einzurichten. Weil die Stadtverwaltung den Einbau eines Fahrstuhls für die Behinderten zur Auflage machte und Mutter Teresa dies ablehnte, wurde auf das gesamte Projekt verzichtet.[28]

Auszeichnungen und Ehrungen

Mutter Teresa 1985 bei der Verleihung der Freiheitsmedaille durch Präsident Ronald Reagan
Mutter-Teresa-Gedenkhaus in Skopje

In Albanien wird der Tag der Seligsprechung von Mutter Teresa als Nationalfeiertag begangen, an dem Behörden und Schulen geschlossen bleiben. Die Regierung hat einen Mutter-Teresa-Orden gestiftet. Im Jahr 2003 wurde der Flughafen Tirana anlässlich ihrer Seligsprechung nach Mutter Teresa benannt.

In Skopje steht ein Denkmal in der Nähe ihres nicht mehr bestehenden Geburtshauses und ein 2009 eröffnetes Museum, das Mutter-Teresa-Gedenkhaus. Weitere Denkmäler finden sich auch in Albanien und in verschiedenen Städten mit großem albanischen Bevölkerungsanteil in Mazedonien, Kosovo und Südserbien.

Zu ihrem zehnten Todestag wurden vor dem Flughafen in Tirana, Albanien sowie in Manchester von der albanischen Gemeinschaft in England (in der Kirche von Gorton) Statuen eingeweiht. Auch in Budapest wurden im Oktober 2012 eine Statue und ein Platz ihr zu Ehren benannt.[29]

2010 wurde an ihrem 13. Todestag eine nach ihr benannte Kathedrale in Pristina (Kosovo) eingeweiht (siehe hierzu: Mutter-Teresa-Kathedrale).[30]

Werke

  • Lucinda Vardey (Hrsg.): Der einfache Weg (Originaltitel: A Simple Path übersetzt von Sabine Schulte), Bastei-Lübbe, Bergisch-Gladbach 1997, ISBN 3-404-61399-6 (Lizenz des Hoffmann und Campe Verlags, Hamburg).
  • Claudia Zankel (Hrsg.): Leben, um zu lieben. Jahreslesebuch. Herder, Freiburg im Breisgau / Basel / Wien 1999, ISBN 3-451-27018-8.
  • Was zählt, ist das Herz. Gebete, Gedanken Meditationen. Benno, Leipzig 2004, ISBN 3-7462-1739-3.
  • Brian Kolodiejchuk (Hrsg.): Komm, sei mein Licht. Die geheimen Aufzeichnungen der Heiligen von Kalkutta (Originaltitel: Come Be My Light übersetzt von Katrin Krips-Schmidt). Pattloch, München 2007, ISBN 978-3-629-02197-7.

Literatur

  • Renzo Allegri: Mutter Teresa. Ein Leben für die Ärmsten der Armen. Neue Stadt Verlag, München 2003, 3. Aufl. d. überarb. und erw. Neuausgabe, ISBN 978-3-87996-732-2.
  • Wolfgang Bader: Durchgang. Mutter Teresas Umgang mit Sterbenden. Neue Stadt Verlag, München 2003, ISBN 978-3-87996-591-5.
  • Aroup Chatterjee: Mother Teresa. The Final Verdict. Meteor Books, Kolkata 2003, ISBN 81-88248-00-2 (eine kritische Auseinandersetzung mit Teresas Leben und Werk von einem aus Kalkutta stammenden Autor. Online-Version, ohne Bilder (Einleitung und die ersten drei Kapitel, englisch)).
  • Shane Claiborne: Ich muss verrückt sein, so zu leben. Kompromisslose Experimente in Sachen Nächstenliebe. (Originaltitel: The Irresistible Revolution übersetzt von Wolfgang Schrödter). Brunnen, Gießen / Basel 2007, ISBN 978-3-7655-3935-0.
  • Norbert Göttler: Mutter Teresa. (rororo-Monographie 50705) Rowohlt, Reinbek bei Hamburg 2010, ISBN 978-3-499-50705-2.
  • Christopher Hitchens: The Missionary Position: Mother Teresa in Theory and Practice. Verso Books, London 1995, ISBN 1-85984-929-6
  • Christopher Hitchens: Mutter Teresa – eine Medienheilige. Strenge für die Armen, Milde für die Reichen. In: Le Monde diplomatique, deutsche Ausgabe, 15. November 1996 (Online).
  • Susan Kwilecki, Loretta S. Wilson: Was Mother Teresa Maximizing Her Utility? An Idiographic Application of Rational Choice Theory. In: Journal for the Scientific Study of Religion, Vol. 37, No. 2, Juni 1998, S. 205–221
  • Serge Larivée, Carole Sénéchal und Geneviève Chénard: Les côtés ténébreux de Mère Teresa. In: Studies in Religion/Sciences Réligieuses vom 15. Januar 2013 (französisch; Inhaltsangabe auf Englisch und Französisch hier).
  • Colette Livermore: Wenn Gottes Kinder schweigen. Warum ich meinen Orden verließ und wie ich Barmherzigkeit fand (Originaltitel: Hope Endures by William Heinemann, Random House Australia Pty Ltd., 2008; aus dem Englischen von Elfriede Peschel). Blanvalet Verlag, München 2010, ISBN 978-3-442-37489-2.
  • Leo Maasburg: Mutter Teresa. Die wunderbaren Geschichten, Verlag Pattloch, München 2010, ISBN 978-3-629-02248-6.
  • Malcolm Muggeridge: Mutter Teresa. Leben und Wirken der Friedensnobelpreisträgerin. (Originaltitel: Something beautiful for God). (Herderbücherei Band 628) 12. Auflage. Herder, Freiburg in Breisgau 1979, ISBN 3-451-07628-4 (Geleitwort von Georg Hüssler).
  • Thomas T. Mundakel: Der Engel der Armen. Mutter Teresa, die Biographie (Aus dem englischen Original übersetzt von Klaus Kreitmeir). Pattloch, München 2003, ISBN 3-629-01677-4 (der indische Autor Ṭi. Ṭi. Muṇṭaykkal ist Lehrer an der Ramagiri High School, Kerala; Sozialarbeiter und Schriftsteller (Malayalam)).
  • Wolf Oschlies: Mutter Teresa. Die Jugend in Skopje. Wieser, Klagenfurt/Celovec 2009, ISBN 978-3-85129-828-4.
  • Pier Paolo Pasolini: Der Atem Indiens (Reisebericht) (Originaltitel: L'odore dell'india. Longanesi & C. Editori, Milano 1962. Übersetzt von Toni Kienlechner), Deutsche Erstausgabe, Beck und Glückler, Freiburg in Breisgau 1986, ISBN 3-924175-23-3.
  • Albert Ramaj: Mutter Terasa von Kalkutta ist Gonxhe Bojaxhiu von Skopje. Zur Familiengeschichte Mutter Teresa. In: Thede Kahl (Hrsg.): Die Albaner in der Republik Makedonien. Fakten, Analysen, Meinungen zur interethnischen Koexistenz. (Wiener Osteuropa-Studien Band 23) Lit Verlag, Wien / Berlin 2006, ISBN 3-8258-0030-X, S. 39–64.
  • Marianne Sammer: Mutter Teresa. Leben, Werk, Spiritualität. Beck, München 2006, ISBN 3-406-53605-0.
  • Gunnar Schedel: Das Gottesluder Teresa. Von Müttern und Märchen. In: Marvin Chlada, Gerd Dembowski (Hrsg.): Die neuen Heiligen 2. Reportagen aus dem Medienhimmel. Alibri Verlag, Aschaffenburg 2001, ISBN 3-932710-35-5.

Filme

  • Klaus Vetter (Buch und Regie): Mutter Teresa oder die Freiheit, arm zu sein, Kathol. Filmwerk, Frankfurt/M. 1975 (Videokass., VHS, 45 Min.)
  • Kevin Connor (Regie): Mutter Teresa, im Namen der Armen Gottes, 1997 (Videokass., VHS 93 Min.)
  • Christopher Hitchens (Autor): Hell's Angel: Mother Teresa, 1994 (TV-Doku, engl., 30 Min.)
  • Maria Magdalena Koller: (Regie): Mutter Teresa: Heilige der Dunkelheit, Österreich 2010 (Fernsehdokumentation, 51 Minuten)[31]
  • Marcel Bauer: Das Testament der Mutter Teresa, Deutschland 1996 (Fernsehdokumentation, 45 Minuten)
  • Michael Mandlik (Autor): Mutter Teresa. Das Vermächtnis einer Nonne. Porträt, Deutschland 2003 (Fernsehdokumentation, 30 Minuten)
  • Orlando Corradi und Jon Song Chol (Regie): Madre Teresa, Italien/Nordkorea 2010 (Animationsfilm, 90 Min.)

Weblinks

 Commons: Mutter Teresa – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. http://www.vatican.va/news_services/liturgy/saints/ns_lit_doc_20031019_index_madre-teresa_ge.html
  2. a b Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatVatikan: Mother Teresa of Calcutta. Abgerufen am 1. Februar 2011.
  3. Mutter Teresa - eine ethnische Albanerin
  4. Die verschiedenen Loreto-Schwestern nach orden-online.
  5. a b Jan Roß: Tagebuch: Keine Liebe, kein Glaube. In: Die Zeit. Nr. 38, 13. September 2007, S. 57.
  6. Navin Chawla: Mutter Teresa. Die autorisierte Biographie. Goldmann, München 1993, ISBN 3-442-12488-3, S. 41.
  7. Navin Chawla: Mutter Teresa. Die autorisierte Biographie. Goldmann, München 1993, ISBN 3-442-12488-3, S. 14.
  8. Mutter Teresa: Nach Sieberer, Christian: Mutter Teresa und Frère Roger, Kapitel XIII. Abgerufen am 2012-10-29
  9. Rede bei der Verleihung des Friedensnobelpreises: 10. Dezember 1979, Oslo, Norwegen.
  10. Navin Chawla: Mutter Teresa. Die autorisierte Biographie. Goldmann, München 1993, ISBN 3-442-12488-3, S. 13.
  11. Epochtimes-Online, Der „Engel der Armen“ hatte Glaubenszweifel, 30. August 2007.
  12. David van Biema: Mother Teresa's Crisis of Faith. auf: time.com.
  13. Hellmuth Vensky: Mutter Teresa – Heilige oder Todesengel? Die Zeit, 26. August 2010
  14. Mutter Teresa – Todesengel von Kalkutta. Alles für Gott, nichts für die Menschen. Ruhr-Universität Bochum (abgerufen am 26. Februar 2013)
  15. Robin Fox: Mother Theresa’s care for the dying. In: The Lancet, 17. September 1994; 344(8925), S. 807-808, PMID 7818649.
  16. a b Dave Hunt: Die Tragödie von Mutter Teresa. CLV 1999 (Auszug mit Quellen)
  17. Mother Teresa: The Final Verdict (erste drei Kapitel online)
  18. a b c Interview mit Aroup Chatterjee: Frankfurter Rundschau, Nr. 206, 5. September 2007, S. 48.
  19. Studie kratzt an Mythos Mutter Teresa "Alles, nur keine Heilige". Süddeutsche Zeitung, 8. März 2013
  20. Mutter Teresa betete, statt zu helfen. in: 20 Minuten Online vom 5. März 2013 (abgerufen am 6. März 2013)
  21. Mother Teresa: anything but a saint... In: Université de Montréal Nouvelles, 1. März 2013 (abgerufen am 6. März 2013)
  22. Bishnupriya Ghosh: Global Icons: Apertures to the Popular. Duke University Press, Durham 2011, S. 298, ISBN 978-0822350163
  23. Christopher Hamilton: Raimond Gaita on Saints, Love and Human Preciousness. In: Ethical Theory and Moral Practice, Vol. 11, No. 2, Springer, April 2008, S. 181–195, hier S. 185
  24. Vijay Prashad: Mother Teresa: Mirror of Bourgeois Guilt. In: Economic and Political Weekly, Vol. 32, No. 44/45, 8–14. November 1997, S. 2856–2858
  25. Bruno Maddox: Books in Brief: Nonfiction. New York Times, 14. Januar 1996
  26. “Works of love are always a means of becoming closer to God.” Zitiert nach Susan Kwilecki, Loretta S. Wilson, 1998, S. 211
  27. Susan Kwilecki, Loretta S. Wilson, 1998, S. 212f
  28. Susan Kwilecki, Loretta S. Wilson, 1998, S. 215, 218
  29. “Nënë Tereza” në Budapest. Bota Sot, 27. Oktober 2012, abgerufen am 27. Oktober 2012 (albanisch).
  30. radiovaticana.org 5. September 2010
  31. Arte.tv, Mutter Teresa: Heilige der Dunkelheit (22. August 2010)