Modellierkern

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Als Modellierkern (engl. geometric modeling kernel) bezeichnet man den Kern zur Geometriebeschreibung und -darstellung, der in 3D-CAD-Systemen verwendet wird.

Allgemeines[Bearbeiten]

Es gibt zwei verbreitete kommerzielle Modellierkerne, die an verschiedene CAD-Hersteller lizenziert sind und somit in unterschiedlichen CAD-Programmen verwendet werden [1]:

  1. ACIS, hergestellt von Fa. Spatial Corp, gehört zur Dassault Group. Dateinamen-Erweiterung *.sat
  2. Parasolid, entwickelt von Siemens PLM Software (ehemals UGS) und verwendet u. a. von NX, Solid Edge und SolidWorks.[2] Dateinamen-Erweiterung *.x_t oder *.x_b

Darüber hinaus gibt es weitere Modellierkerne, die exclusiv in Produkten ihrer Hersteller eingesetzt werden:

  1. Granite One, wird von PTC entwickelt und ausschließlich in Pro/Engineer genutzt.
  2. Catia Geometric Engine – Kern von Catia
  3. Shape Manager – von ACIS abgeleiteter Geometrie-Kern von Autodesk. Kommt in den Produkten AutoCAD und Inventor zum Einsatz.
  4. Kernel von DAKO, basierend auf den Austauschnormen DIN 66304, ISO 13584 sowie den Sachmerkmaltabellen der DIN 4000 [3].
  5. UPG2, Modellierkern von ZW3D
  6. C3D, Modellierkern wird von ASCON entwickelt und in Kompas 3D verwendet

Daneben gibt es den frei verfügbaren Modellierkern Open CASCADE.

Siehe auch[Bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten]

  1. Healing the wounds of data conversion (engl.). In: CAD User (Hrsg.): AEC Magazine. 13, Nr. 03, März 2000.
  2. cadinsider.typepad.com: SolidWorks: The Kernel Change
  3. Information zum DAKO Kernel auf www.worldcat.de, abgerufen 19. März 2008