Mononobe

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Die Familie Mononobe (jap. 物部氏, Mononobe-uji) war eines der ältesten japanischen Geschlechter in der Yamato-Zeit. Als Kaiser Jimmu die Region Kinki eroberte, waren die Mononobe bereits dort ansässig.

Im politischen System war der Klan verantwortlich für militärische (und polizeiliche) Angelegenheiten, woraus sich auch ihr Name herleitet. -be bezeichnet eine Berufsgruppe und Soldaten wurden als tsuwamono bezeichnet. Später wurden Soldaten auch als mononofu bezeichnet, was ebenfalls wie Mononobe (物部) geschrieben wurde.[1] Am Yamato-Hof hatten sie neben den ebenfalls militärisch ausgerichteten Ōtomo-Klan den hohen Posten eines Ōmuraji (大連) inne.[2]

Im späten 6. Jahrhundert brach ein Konflikt zwischen den Mononobe und ihren Erzrivalen, den Soga aus. Die Mononobe kämpften dabei gegen die Soga, weil sie dem von den Soga eingeführten Buddhismus misstrauten und um ihren Einfluss fürchteten.

Mononobe no Moriya wurde 587 in einer Schlacht von Soga no Umako getötet und die Mononobe verloren ihre Bedeutung.

Die Mononobe hatten die Schirmherrschaft über den Isonokami-Schrein. Während der Nara-Zeit ging aus ihr das Geschlecht der Isonokami (石上氏, -uji) hervor.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1.  F. Brinkley, Dairoku Kikuchi: A History of the Japanese People from the Earliest Times to the End of the Meiji Era. The Encyclopædia of Britannica Co., 1912, S. 129–130 (Digitalisat).
  2. 大連. In: デジタル大辞泉 bei kotobank.jp. Abgerufen am 27. März 2014 (japanisch).