Monte Scorluzzo

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Monte Scorluzzo
Der Monte Scorluzzo vom Stilfser Joch aus

Der Monte Scorluzzo vom Stilfser Joch aus

Höhe 3094 m s.l.m.
Lage Lombardei (Italien)
Gebirge Ortlergruppe, Alpen
Koordinaten 46° 31′ 18″ N, 10° 26′ 33″ O46.52172510.4425053094Koordinaten: 46° 31′ 18″ N, 10° 26′ 33″ O
Monte Scorluzzo (Italien)
Monte Scorluzzo
Erstbesteigung 13. August 1857 durch Ludwig Purtscheller (touristisch)

Der Monte Scorluzzo ist ein oberhalb des Stilfser Joches gelegener Berg. Er ist 3.094 Meter hoch und liegt in der Lombardei (Italien). Nördlich des Scorluzzo befindet sich – direkt jenseits der Passstraße – die Dreisprachenspitze.

Geschichte[Bearbeiten]

Österreichisches Drahthindernis am Scarluzzo mit Artilleriestellung im Fels, 1914-1918

Während des Ersten Weltkrieges war dieser Berg ein strategisch wichtiger Ort an der Grenze zwischen Österreich-Ungarn und Italien mit gutem Blick auf das Stilfser Joch. Zu Beginn des Krieges besetzten die Italiener den Berg. Am 4. Juni 1915 wurde der Berg von 29 österreichischen Soldaten unter der Leitung von Rittmeister Andreas Steiner überrannt und war ab diesem Zeitpunkt bis zum Ende des Krieges in österreichischer Hand.

Auch heute noch kann man die Überreste der italienischen bzw. österreichischen Stellungen sehen.

Schwierigkeit[Bearbeiten]

Der Monte Scorluzzo ist über den Normalweg einer der leichteren Dreitausender und kann auch bei schlechteren Bedingungen problemlos bestiegen werden. Ein Grund dafür ist, dass die Stilfser-Joch-Straße bis auf eine Meereshöhe von 2.758 m führt und Schianlagen und -hotels am Fuße des Berges über breite Saumpfade erreichbar sind und insgesamt nur 338 Höhenmeter überwunden werden müssen (v.a. im letzten Drittel). Auf- und Abstieg sind laut Literatur bei normalen Verhältnissen in etwa 2-2½ Stunden zu bewältigen. Alternative Aufstiegsmöglichkeiten bieten Militärpfade von den Straßenwärterhäusern (Cantoniere) im Braulio-Tal aus (heute Teil des Sentiero della Pace) am SW-Grat (Filone del Môt) oder über den unmarkierten, mühsamen NW-Grat (Le Rese di Scorluzzo).

Weblinks[Bearbeiten]