Municipio Saipina

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Municipio Saipina
Basisdaten
Einwohner (Stand)
- Bevölkerungsdichte
6220 Einw. (Fortschreibung 2010)[1]
13 Einw./km²
Telefonvorwahl (+591)
Fläche 481 km²
Höhe 2000 m
Koordinaten 18° 2′ S, 64° 39′ W-18.033333333333-64.652000Koordinaten: 18° 2′ S, 64° 39′ W
Municipio Saipina (Bolivien)
Municipio Saipina
Municipio Saipina
Politik
Departamento Santa Cruz
Provinz Provinz Manuel María Caballero
Zentraler Ort Saipina
Klima
Klimadiagramm Saipina
Klimadiagramm Saipina

Das Municipio Saipina ist ein Landkreis im Departamento Santa Cruz im Tiefland des südamerikanischen Anden-Staates Bolivien.

Lage im Nahraum[Bearbeiten]

Das Municipio Saipina ist einer von zwei Landkreisen (bolivianisch: Municipios) in der Provinz Manuel María Caballero. Es grenzt im Westen und Südwesten an das Departamento Cochabamba und im Osten und Norden an das Municipio Comarapa.

Das Municipio liegt zwischen 17°52' und 18°12' südlicher Breite und 64°30' und 64°50' westlicher Länge, es erstreckt sich etwa 20 Kilometer in nord-südlicher und ebenfalls 20 Kilometer in ost-westlicher Richtung. Zentraler Ort des Municipios ist die Stadt Saipina mit 4.090 Einwohnern (Volkszählung 2012) am Südwestrand des Municipios.

Geographie[Bearbeiten]

Das Municipio Saipina liegt am südöstlichen Rand des Gebirgszuges der Cordillera Oriental, der den Übergang vom bolivianischen Tiefland zu den Hochgebirgsketten der Anden bildet. Das Klima ist semarid und ein typisches Tageszeitenklima, bei dem die mittleren Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht deutlicher ausgeprägt sind als zwischen den Jahreszeiten.

Die Jahresdurchschnittstemperatur beträgt etwa 26 °C und schwankt nur unwesentlich zwischen 23 °C im Juli und 28 °C von November bis Januar (siehe Klimadiagramm Comarapa). Der Jahresniederschlag beträgt etwas mehr als 500 mm und erreicht nur in den Sommermonaten im Januar und Februar Monatswerte von knapp über 100 mm; die Trockenzeit mit Werten deutlich unter 30 mm von April bis Oktober ist jedoch verhältnismäßig lang.

Bevölkerung[Bearbeiten]

Die Einwohnerzahl des Municipio Saipina ist in den vergangenen beiden Jahrzehnten um etwa die Hälfte angestiegen:

  • 1992: 4.228 Einwohner (Volkszählung)[2]
  • 2001: 5.350 Einwohner (Volkszählung)[3]
  • 2005: 5.865 Einwohner (Fortschreibung)[4]
  • 2010: 6.220 Einwohner (Fortschreibung)[5]

Die Bevölkerungsdichte des Municipio bei der Volkszählung 2001 betrug 11 Einwohner/km². Die Lebenserwartung der Neugeborenen betrug 61,5 Jahre, die Säuglingssterblichkeit war von 9,2 Prozent (1992) auf 7,3 Prozent im Jahr 2001 gesunken.

Der Alphabetisierungsgrad bei den über 6-jährigen ist von 81,0 Prozent (1992) auf 87,0 Prozent angestiegen. 96,7 Prozent der Bevölkerung sprechen Spanisch, 34,2 Prozent sprechen Quechua, und 2,3 Prozent Aymara.

51,4 Prozent der Bevölkerung haben keinen Zugang zu Elektrizität, 47,1 Prozent leben ohne sanitäre Einrichtung. (2001)

73,9 Prozent der 1.205 Haushalte besitzen ein Radio, 35,9 Prozent einen Fernseher, 53,6 Prozent ein Fahrrad, 6,62 Prozent ein Motorrad, 9,5 Prozent ein Auto, 12,4 Prozent einen Kühlschrank, und 0,7 Prozent ein Telefon. (2001)

Politik[Bearbeiten]

Ergebnisse der Wahlen zum Gemeinderat (concejales del municipio) bei den Regionalwahlen vom 4. April 2010:[6]

Wahl-
berechtigte
Wahl-
beteiligung
gültige Stimmen MAS-IPSP VERDES
2.392   2.038 1.598   956 642
  85,2 % 78,4 %   59,8 % 40,2 %

Gliederung[Bearbeiten]

Das Municipio Saipina untergliedert sich in die folgenden drei Kantone (cantones):

  • Cantón Chilón – 5 Vicecantones – 13 Gemeinden – 1.787 Einwohner
  • Cantón Oconi – 2 Vicecantones – 3 Gemeinden – 313 Einwohner
  • Cantón Saipina – 4 Vicecantones – 6 Gemeinden – 3.250 Einwohner

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Instituto Nacional de Estadística – Proyecciones (PDF; 1,3 MB)
  2. Instituto Nacional de Estadística (INE) 1992
  3. Instituto Nacional de Estadística (INE) 2001
  4. Instituto Nacional de Estadística (PDF; 196 kB)
  5. Instituto Nacional de Estadística – Proyecciones (PDF; 1,3 MB)
  6. Acta de Cómputo Nacional Elecciones Departamentales, Municipales y Regional 2010

Weblinks[Bearbeiten]