Murray Head

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Murray Seafield Saint-George Head (* 5. März 1946 in London) ist ein britischer Schauspieler und Sänger.

Leben[Bearbeiten]

Head ist der Sohn des britischen Dokumentarfilmers Seafield Head und der Schauspielerin Helen Shingler. Sein jüngerer Bruder ist der Schauspieler Anthony Stewart Head.

Head begann bereits als Jugendlicher zu schauspielern und Songs zu schreiben. Mitte der 1960er Jahre erhielt er in London einen Plattenvertrag. Sein Erfolg war zunächst jedoch eher mäßig.

Sein Durchbruch kam Anfang der 1970er Jahre, als Tim Rice und Andrew Lloyd Webber ihn für die Rolle des Judas Ischariot in ihrem Musical Jesus Christ Superstar verpflichteten. 1971 spielte er neben Peter Finch und Glenda Jackson eine Hauptrolle in dem für vier Oscars nominierten Film Sunday, Bloody Sunday von John Schlesinger. 1975 nahm er den Song Say It Ain't So Joe auf, der vor allem im Hörfunk ein populärer Geheimtipp war.

Trotz einiger Rollen und Plattenveröffentlichungen verschwand Head für mehr als zehn Jahre wieder aus dem Blickwinkel der Öffentlichkeit. 1984 feierte er als Star des Musicals Chess ein erfolgreiches Comeback. Der Song One Night in Bangkok aus dem Musical eroberte die Spitzenpositionen der internationalen Hitparaden und belegte im Januar 1985 auch in Deutschland zwei Wochen Platz 1 der Singlecharts.

Murray Heads Musik beschäftigt sich in erster Linie mit zwischenmenschlichen Themen, und spart auch politische Stellungnahmen nicht aus. Die Texte sind aber nie plakativ, sondern schildern ihr Thema immer aus persönlicher Sicht. Hervorstechendes Merkmal seiner Musik ist die sehr wandlungsfähige Stimme, die sowohl in Tonhöhe als auch Artikulation viele Ausdrucksformen bietet.

Diskografie[Bearbeiten]

Chartplatzierungen
Erklärung der Daten
Singles
I Don't Know How to Love Him / Superstar (Yvonne Elliman & Murray Head)
  UK 47 29.01.1972 (1 Wo.) [1]
One Night in Bangkok
  DE 1 24.12.1984 (22 Wo.) [2]
  AT 2 01.02.1985 (12 Wo.) [3]
  CH 1 06.01.1985 (16 Wo.) [4]
  UK 12 03.11.1984 (16 Wo.) [5]
  US 3 18.05.1985 (20 Wo.) [6]
[2]

[3] [4] [5] [1]

[6]

Alben[Bearbeiten]

  • 1972: Nigel lived
  • 1975: Say It Ain't So
  • 1979: Between Us
  • 1981: Voices
  • 1981: Find the Crowd
  • 1983: Shade
  • 1984: Restless
  • 1987: Sooner or Later
  • 1992: Wave
  • 1993: Innocence
  • 1995: Pipe Dreams
  • 2000: Innocence (Wiederveröffentlichung des Albums Wave)
  • 2007: Tête à tête
  • 2008: Rien n'est écrit
  • 2010: Scrapbook (3 Live-CDs und eine DVD in einer Box)
  • 2012: My Back Pages

Kompilationen[Bearbeiten]

  • 1990: Watching Ourselves Go By
  • 1995: When You're in Love
  • 2002: Passion
  • 2005: Emotions, My Favourite Songs

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Yvonne Elliman & Murray Head in den UK-Charts
  2. a b Hit-Bilanz, deutsche Chart-Singles auf CD-Rom, Taurus Press
  3. a b Murray Head in den Austria-Charts
  4. a b Murray Head in den Swiss-Charts
  5. a b Murray Head in den UK-Charts
  6. a b Murray Head in den Billboard Hot 100