MuseScore

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MuseScore
MuseScore 20 Arch Linux.png
MuseScore 2.0 unter Arch Linux
Basisdaten
Maintainer Werner Schweer, Nicolas Froment, Thomas Bonte und andere.
Entwickler Werner Schweer
Aktuelle Version 2.0[1]
(24. März 2015)
Betriebssystem Microsoft Windows, Linux, Mac[2]
Programmier­sprache C++
Kategorie Notensatzprogramm
Lizenz GNU General Public License
Deutschsprachig ja
musescore.org

MuseScore ist ein Notensatzprogramm für Linux, Windows und Mac. Der WYSIWYG-Editor unterstützt die Wiedergabe der eingegebenen Noten sowie den Import und Export in zahlreiche Dateiformate.

Die Benutzeroberfläche sowie die Eingabemöglichkeiten der Noten ähneln bekannten, kostenpflichtigen Notensatzprogrammen wie Finale oder Sibelius. MuseScore ist jedoch Open Source und unter einer GNU General Public License lizenziert.[3]

Funktionsumfang[Bearbeiten]

Mittels MuseScore können viele gängige Aufgaben westlicher Musiknotation bewerkstelligt werden. Auch Perkussions-Notation und das Ausdrucken der geschriebenen Noten sind möglich. Als derzeit einzige freie Notensoftware ist MuseScore auf allen gängigen Betriebssystemen lauffähig. Dies ist u. a. deshalb möglich, weil das Programm Qt nutzt, eine Bibliothek, die plattformübergreifende Programmierung auch mit systemeigenem Code erlaubt.

MuseScore beherrscht den Im- und Export zahlreicher Musikdateiformaten, darunter MIDI und MusicXML. Außerdem können Dateien kommerzieller Musikprogramme wie Band-in-a-Box und teilweise auch Capella importiert werden. MuseScore kann gesetzte Noten ohne externes Plug-in als PDF-, SVG- oder PNG-Datei ausgeben.

Weiteres Alleinstellungsmerkmal ist die direkte Anbindung an die Online-Plattform musescore.com über das als MuseScore Connect bezeichnete Widget-Modul, womit man Noten im Web veröffentlichen, suchen und herunterladen kann.

Geschichte[Bearbeiten]

Die offizielle Entwicklung zu MuseScore begann 2002. MusE, ein MIDI-Sequenzer für Linux, basierte zu diesem Zeitpunkt auf einer als Fork entstandenen Codebasis zur Anzeige und Bearbeitung von Noten. Dessen Autor und Programmierer Werner Schweer entschied sich damals dazu, MusEs Notensatz-Fähigkeiten herauszulösen und als eigenständige Lösung zu veröffentlichen.[4] Seitdem wird MuseScore konstant weiterentwickelt und konnte alsbald zur kostenlosen Nutzung heruntergeladen werden, obwohl der offizielle Release-Kandidat noch lange nicht erreicht war. Die Webpräsenz MuseScore.org wurde im Jahr 2008 erstellt, und das Programm wurde von Beginn an bis zu 15.000 mal pro Monat heruntergeladen. Version 0.9.5 war bereits weitestgehend stabil und wurde im August 2009 freigegeben. Die offizielle Veröffentlichung von MuseScore 1.0 erfolgte im Februar 2012. Bis 2013 wurde das Programm insgesamt mehr als drei Millionen mal heruntergeladen.

MuseScore 2.0 wurde am 24. März 2015 veröffentlicht und steht auf der Seite des MuseScore-Entwicklerteams zum Download bereit. Zu den Neuerungen zählen eine neue und modernere Benutzeroberfläche, Verbesserungen der Barrierefreiheit und Benutzerfreundlichkeit, der MIDI-Wiedergabe von Noten sowie neue Import-/Export-Funktionen.

Versionen[Bearbeiten]

Version Datum Beschreibung / Änderungen
0.9.5 Februar 2011 Erster großer Meilenstein vor der Fertigstellung, Mac OS X-Unterstützung
1.0 Februar 2012 Offizieller Release-Kandidat
1.1 Februar 2012 Verbesserte Leadsheet-Funktion
1.2 März 2012 Verbesserte MusicXML-Unterstützung, Nutzung von Sonderzeichen ermöglicht, über 100 Fehlerkorrekturen
1.3 Februar 2013 Stabilitäts-Aktualisierung mit zahlreichen Fehlerkorrekturen, aktuelle offizielle Version
2.0 März 2015 Überarbeitete Benutzeroberfläche und Notationen, verbesserte Benutzerfreundlichkeit, Wiedergabe und Barrierefreiheit, neue Import-/Export-Funktionen[5]

Sonstiges[Bearbeiten]

Für Microsoft Windows gibt es eine portable Version von MuseScore, die ohne Installation etwa von einem USB-Speicher gestartet werden kann.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. MuseScore 2.0 Released! Abgerufen am 24. März 2015.
  2. Download | MuseScore. Abgerufen am 24. März 2015.
  3. MuseScore/LICENSE.GPL at master · musescore/MuseScore · GitHub. Abgerufen am 24. März 2015.
  4. Dave Phillips: At the Sounding Edge. Music Notation Software, the Final Installment. in: Linux Journal. Houston Tex, 6. April 2006. ISSN 1075-3583
  5. Release notes for MuseScore 2.0. Abgerufen am 24. März 2015.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: MuseScore – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien