Weltkulturen Museum

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Villa Nr.35 und Nr.37

Das Weltkulturen Museum (bis 2001: Museum für Völkerkunde; von 2001 bis 2013: Museum der Weltkulturen) ist ein ethnologisches Museum am Museumsufer in Frankfurt am Main. Offiziell heißt das Museum immer noch Museum der Weltkulturen, jedoch darf für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit die Bezeichnung "Weltkulturenmuseum" als Marke verwendet werden.[1]

Geschichte[Bearbeiten]

Das Museum wurde 1904 als städtische Einrichtung gegründet, um die im Besitz der Stadt befindlichen ethnographischen Sammlungen zusammenzuführen. 1908 bezog das Museum das Palais Thurn und Taxis in der Frankfurter Innenstadt. 1925 erwarb die Stadt die Sammlungen des von Leo Frobenius gegründeten Instituts für Kulturmorphologie, des heutigen Frobenius-Instituts. Frobenius siedelte mit seinem Institut nach Frankfurt über und wurde Honorarprofessor an der Universität Frankfurt und 1934 Leiter des Völkerkundemuseums. Auch unter seinen Nachfolgern blieb die Personalunion des Museumsleiters und des Institutsdirektors bestehen, bis die Frankfurter Universität 1966 in eine Landesuniversität überführt wurde. Seitdem besteht das Museum wieder als städtische Einrichtung.

Im Zweiten Weltkrieg gingen bei der Zerstörung des Palais im Bombenkrieg erhebliche Teile der Sammlungen verloren. Die übrigen, rechtzeitig ausgelagerten Bestände, wurden seit 1973 in einer alten Villa am Mainufer ausgestellt. Das Völkerkundemuseum war somit eines der ersten Museen am Frankfurter Museumsufer.

Inzwischen erstreckt sich das Museum auf die nebeneinanderliegenden Gebäude Schaumainkai 29 (das Haupthaus), 35 (die sogenannte Villa) und 37 (Galerie 37), die in den 1980er-Jahren erworben und umgebaut worden waren. Die Sammlungen umfassen etwa 65.000 Objekte aus Ozeanien, Australien, Südostasien, Amerika, Afrika und Europa. In der Galerie 37 finden Ausstellungen von zeitgenössischen Werken indianischer, afrikanischer, ozeanischer und indonesischer Künstler statt.

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Mittelfristig ist der Umzug des Museums in einen Neubau beabsichtigt, der etwa 5000 Quadratmeter Ausstellungsfläche haben soll und endlich eine umfassende Präsentation der zumeist eingelagerten Bestände ermöglicht. Eine Entscheidung über einen neuen Standort soll bis Ende 2008 fallen.

Das Gebäude der Villa Schaumainkai 29 wurde von Juni 2011 bis Januar 2012 saniert und soll mit einer Ausstellung über Feldforschung im Museum wieder eröffnet werden.

Bisherige Direktoren:

  • 1904–1919: Bernhard Hagen
  • 1919–1935: Johannes Lehmann, Interimsdirektor
  • 1935–1938: Leo Frobenius
  • 1938–1939: Adolf E. Jensen, Interimsdirektor
  • 1940–1945: Karin Hissink
  • 1946–1965: Adolf E. Jensen
  • 1965–1966: Carl August Schmitz
  • 1966–1971: Herrmann Niggemeyer
  • 1972–1983: Heinz Kelm
  • 1984–1985: Johanna Agthe, Interimsdirektorin
  • 1985–1998: Franz Josef Thiel
  • 1998–2000: Johanna Agthe, Interimsdirektorin
  • 2000–2008: Anette Rein
  • 2008–2010: Christine Stelzig, Kommissarische Direktorin
  • seit 2010: Clementine Deliss

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://www.stvv.frankfurt.de/PARLISLINK/DDW?W%3DTEXT+PH+LIKE+%27Museum+der+Weltkulturen%27+ORDER+BY+DATUM/Descend%26M%3D21%26K%3DB_148_2013%26R%3DY%26U%3D1#Sachstand

50.1055555555568.6788888888889Koordinaten: 50° 6′ 20″ N, 8° 40′ 44″ O