Parkia biglobosa

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Parkia biglobosa
Parkia biglobosa

Parkia biglobosa

Systematik
Eurosiden I
Ordnung: Schmetterlingsblütenartige (Fabales)
Familie: Hülsenfrüchtler (Fabaceae)
Unterfamilie: Mimosengewächse (Mimosoideae)
Gattung: Parkia
Art: Parkia biglobosa
Wissenschaftlicher Name
Parkia biglobosa
(Jacq.) R.Br. ex G.Don

Parkia biglobosa ist eine Pflanzenart aus der Gattung Parkia innerhalb der Familie der Hülsenfrüchtler (Fabaceae). Ihre natürliche Verbreitung reicht vom Senegal bis zum Sudan und sie wird dort Néré genannt.

Beschreibung[Bearbeiten]

Blütenstände

Parkia biglobosa wächst als Baum und erreicht Wuchshöhen von 1 bis zu 20 Metern. Die Besonderheit dieses Baumes liegt darin, dass er auch in der Trockenzeit seine Blätter nicht verliert. Dadurch verbessert er das Mikroklima der Bäume untereinander. Häufig ist der Baum daher mit dem Karitébaum vergesellschaftet.

An lang herabhängenden Blütenstandsschäften, in runden, etwa 5 Zentimeter großen, leuchtend roten Blütenständen stehen die Blüten zusammen. Sie werden von Fledertieren bestäubt. Dementsprechend hängen auch die bis zu 30 Zentimeter langen Hülsenfrüchte zu mehreren zusammen.

Vorkommen[Bearbeiten]

Parkia biglobosa gedeiht in den sudanischen Savannen. Seine natürliche Verbreitung reicht vom Senegal bis zum Sudan. Darüber hinaus wurde er auch nach Westindien eingeführt.

Soumbala, verkauft auf einem Markt in Léo, Burkina Faso.

Nutzung[Bearbeiten]

Die an Proteinen und Mineralien reichen Fruchtsamen werden fermentiert und als Gewürz (Soumbala) für Suppen und Saucen genutzt. Der aus dem gelben, mehligen und sehr zuckerhaltigen Fruchtfleisch gewonnene Saft dient für Getränke und auch zur Imprägnierung von Lehmputz gegen Feuchtigkeit und Regen. Daher ist der Néré ein bedeutender Nutzbaum; er wird oft bei der Rodung für neue Felder ausgespart und so ein typisches Element der sudanischen Kulturbaumparks.

Die Verarbeitung von Néré-Samen kann einen profitablen kleinbetrieblichen Erwerb ermöglichen. Allerdings ist oft der Zugang zu Schälmaschinen ein Engpassfaktor, so etwa in Mali. Bei der Nachfrage nach Soumbala ist zu berücksichtigen, dass billigere Substitute die nährstoffreichen Néré-basierten Soumbala zunehmend verdrängen: beispielsweise sojabohnenbasierte Gewürzsaucen oder industriell hergestellte Brühwürfel.[1]

Unter den Néré werden aufgrund dessen Schattenwirkung Sonderkulturen gezogen. Okra, Erderbsen und Erdnüsse werden unter dem Baum in Beeten angebaut.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Parkia biglobosa – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Hans-Heinrich Bass: Mali, in: United Nations Industrial Development Organisation (UNIDO), Agribusiness for Africa's Prosperity. Country Case Studies, UNIDO, Wien 2011, S. 225 f.