Nationalsocialistiska Arbetarepartiet

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Vasakärven

Die Nationalsocialistiska Arbetarepartiet (NSAP, „Nationalsozialistische Arbeiterpartei“) war eine schwedische politische Partei, die zunächst den Nationalsozialismus propagierte und dann für eine eigenständige Form des Faschismus stand.

Die Partei wurde 1933 von Sven Olov Lindholm gegründet, der die Svenska Nationalsocialistiska Partiet (SNSP, „Schwedische Nationalsozialistische Partei“) nach personalpolitischen und ideologischen Meinungsverschiedenheiten verlassen hatte. Äußerlich war die NSAP in ihren Anfangszeiten ein simples Abbild der NSDAP; so wurde in der Parteizeitung Den Svenske Nationalsocialisten die deutsche NS-Propaganda wiederholt, mit der Jugendorganisation Nordisk Ungdom („Nordische Jugend“) eine (überaus randständige) Replik der Hitlerjugend geschaffen und mit dem Hakenkreuz dasselbe Parteisymbol benutzt.

Ideologisch gab es hingegen größere Unterschiede, da die NSAP in ihrer Rhetorik sozialistische und antikapitalistische Ziele viel stärker betonte und somit eher der Querfront-Strategie Gregor und Otto Strassers nahestand. Direkte Kritik an Adolf Hitler, wie sie etwa im Großteil Otto Strassers Schriften der 1930er Jahre formuliert war, wurde allerdings vermieden.

Die Partei entfernte sich immer weiter von der Ideologie des Hitlerfaschismus und löste sich weitgehend von ihrem Deutschlandbezug zugunsten eines eigenständigen, schwedisch geprägten Faschismus. 1938 wurde das Hakenkreuz als Parteisymbol durch die Vasakärven („Wasa-Garben“), einem Emblem des früheren Königs Gustav II. Adolf ersetzt. Ende des Jahres folgte die Umbenennung in Svensk Socialistisk Samling (SSS, „Schwedische Sozialistische Sammlung“) und die Aufgabe fast aller nationalsozialistischen Bezüge. Dies konnte aber den Niedergang der Partei während des Zweiten Weltkriegs nicht verhindern, und sie wurde 1945 schließlich aufgelöst.

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  •  Heléne Lööw: Nazismen i Sverige 1924–1979: Pionjarerna, Partierna, Propagandan. Ordfront, Stockholm 2004, ISBN 91-7324-684-0.