Neon (Zeitschrift)

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Neon
NEON-neu.svg
Beschreibung Monatszeitschrift
Verlag Gruner und Jahr
Erstausgabe 23. Juni 2003
Erscheinungsweise monatlich
Verkaufte Auflage
(IVW Q4/2010)
227.516 Exemplare
Reichweite (ma 2009/I) 0,84 Mio. Leser
Chefredakteur Oliver Stolle, Oliver Kucharski [1]
Herausgeber Thomas Osterkorn, Andreas Petzold
Weblink www.neon.de
Ehemaliges Logo

Die Zeitschrift Neon (eigene Schreibweise: NEON) erscheint seit dem 23. Juni 2003[2] monatlich im Hamburger Verlagshaus Gruner und Jahr als sogenannte Line Extension des Stern unter dem Logo. Kernzielgruppe sind Menschen zwischen 20 und 35 Jahren mit hohem Bildungsstand und überdurchschnittlichem Einkommen.[3]

Das Magazin hatte bis 2006 den Untertitel „Eigentlich sollten wir erwachsen werden“ und behandelt Themen aus den Bereichen Gesellschaft und Politik, Mode, Partnerschaft und Sexualität, Beruf und Karriere, Reise sowie Popkultur.

Mehrere der Rubriken in Neon schließen regelmäßige Kolumnen ein, darunter von Tillmann Prüfer und früher auch von Theresa Bäuerlein. Außerdem gibt es die „Praktikanten-Kolumne“ des Schriftstellers Michael Ebmeyer. Bis zur Mai-Ausgabe 2006 schrieb Heike Makatsch die Kolumne im Themenbereich „Kaufen“. Anschließend wurde sie für zwei Ausgaben von Christian Ulmen abgelöst.

Auf der Internetseite des Magazins können User eigene Artikel schreiben. Die Redaktion nimmt einige ins Printmagazin auf sowie regelmäßig Bilder von Mitgliedern der Online-Community im Inhaltsverzeichnis. Auch in der Rubrik „NEON-User haben vom Leben gelernt:“ können die User inhaltlich an der Gestaltung des Inhalts aktiv mitwirken.

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Neon erhielt im Jahr 2006 den Preis als „Lead-Magazin des Jahres 2006“[4] der LeadAcademy für Mediendesign und Medienmarketing e. V.

Der Art Directors Club für Deutschland (ADC) zeichnete die Zeitschrift bereits mehrmals aus:

  • 2007 Auszeichnung für die Neon „Imagekampagne“: „Die Kampagne dramatisiert, indem sie banale Alltagstexte in ungewöhnliche Gedankenspiele münden lässt.“[5]
  • 2008 „Bronze-Nagel“ für den Beitrag „Der Mond“ in Neon 10/2007[6]
  • 2008 Auszeichnung für den Beitrag „Monochrom“, erschienen in Neon 5/2007[6]

Im März 2009 wurde Neon für die Reportage „Die lange weiße Linie“ von Autor Roland Schulz und Fotograf Luca Zanetti mit dem Hansel-Mieth-Preis 2009 ausgezeichnet.[7]

Neon-Recherchestipendium[Bearbeiten]

Das Magazin Neon fördert investigative Arbeit mit einem Recherchestipendium für junge Journalisten unter 40 Jahren. Der Journalistenpreis wird seit 2008 jährlich vergeben. Prämiert werden „Exposés für Themen oder konkrete Geschichten, die noch nicht recherchiert und geschrieben sind und die ohne finanzielle Unterstützung oftmals nicht realisiert werden können.“[8]

Die fünf besten Ideen werden mit jeweils 10.000 Euro gefördert. „Die geförderten Journalisten bieten ihre Recherche-Ergebnisse zunächst exklusiv NEON an.“[9]

In der Jury sitzen die beiden Neon-Chefredakteure Timm Klotzek und Michael Ebert, sowie die Neon-Herausgeber, Thomas Osterkorn und Andreas Petzold.

Gefälschte Interviews[Bearbeiten]

Im Januar 2010 sorgte das Bekanntwerden gefälschter Interviews für Aufsehen, die seit 2004 vom ehemaligen Neon-Redakteur Ingo Mocek veröffentlicht wurden. Nach internen Recherchen stellte sich heraus, dass dieser einige Interviews teilweise oder ganz gefälscht und bei anderen Zitate aus Archiven hinzugefügt hatte. Dabei handelte es sich unter anderem um Interviews mit Christina Aguilera, Snoop Dogg, Robbie Williams oder Jennifer Lopez. Neon beendete daraufhin die Zusammenarbeit mit Mocek.[10]

Neon-Bücher[Bearbeiten]

  • In der Rubrik „Unnützes Wissen“ liefert das Magazin jeden Monat erstaunliche Fakten – z. B. „Die Firma Nokia hat früher Gummistiefel hergestellt.“ oder „Wenn Kühe zu viele Karotten essen, wird die Milch rosa.“[11] Im September 2008 wurden die gesammelten Infos schließlich als Buch veröffentlicht: Unnützes Wissen – 1374 skurrile Fakten, die man nie mehr vergisst.[11][12]
  • Im Oktober 2009 ist ein weiteres Neon-Buch erschienen, das auf Artikeln aus dem Magazin beruht: 200 Tricks für ein besseres Leben.[13]
  • Der zweite Band der Unnützes-Wissen-Reihe erschien im November 2010
  • Im November 2011 erschien "Wortschatz: 698 neue Worte für alle Lebenslagen"
  • Im März 2012 erschien der Band Unnützes Wissen Fußball
  • Im September 2013 erschien das Buch Unnützes Wissen 3

Literatur[Bearbeiten]

  • Michael Ebert, Timm Klotzek: NEON Unnützes Wissen: 1374 skurrile Fakten, die man nie mehr vergisst. 13. Auflage. Heyne, München 2010, ISBN 978-3-453-60102-4.
  • Marc Schürmann: NEON 200 Tricks für ein besseres Leben. Heyne, München 2009, ISBN 978-3-453-60136-9.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. [1]
  2. Kolumne Sprechen Sie Feuilleton?: "N wie Neon" von Marc Reichwein auf www.welt.de, 24. Juni 2013
  3. http://ems.guj.de/print/portfolio/neon/profil/
  4. Website der Lead Academy: Preisträger 2006.
  5. stern-Pressemitteilung: ADC zeichnet stern, NEON und VIEW mehrfach aus / Gold für stern-Beilage „WM Extra Heimspiel“, 26. März 2007.
  6. a b stern-Pressemitteilung: ADC zeichnet stern, NEON und VIEW mit Bronze-Nägeln aus, 14. April 2008.
  7. Neon-Pressemitteilung: NEON-Redaktion gewinnt den Hansel-Mieth-Preis 2009, 10. März 2009.
  8. Neon-Pressemitteilung: NEON-Recherchestipendium 2008: Die Gewinner stehen fest, 23. Oktober 2008.
  9. Website des Neon-Recherchestipendiums Teilnahmebedingungen.
  10. Neon-Redaktion: In eigener Sache, 16. April 2010.
  11. a b Website des Heyne-Verlages: Info zum Buch Unnützes Wissen.
  12. Neon-Pressemitteilung: NEON-Buch Unnützes Wissen: Männer bekommen öfter Schluckauf als Frauen, 3. November 2008.
  13. Website des Heyne-Verlages: Info zum Buch 200 Tricks für ein besseres Leben.

Weblinks[Bearbeiten]