Slash (Musiker)
Slash (* 23. Juli 1965 in Hampstead, London, England; eigentlich Saul Hudson) ist ein britisch-US-amerikanischer Rockmusiker (Gitarrist). Hudson wurde vor allem mit der Rockband Guns N’ Roses bekannt, in welcher er von 1985 bis 1996 Leadgitarrist war. Hudson spielte auch Gitarre bei der Band Velvet Revolver sowie Slash's Snakepit. 2010 veröffentlichte er sein erstes Solo-Album Slash.
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Leben [Bearbeiten]
Saul Hudson wuchs laut eigenen Angaben als Kind einer afro-amerikanischen Mutter und eines englischen Vaters in England auf[1]. Beide Eltern arbeiteten in der Unterhaltungsindustrie: Hudsons Mutter schneiderte Kostüme für Künstler wie David Bowie, der Vater gestaltete Albencover für Musiker wie Neil Young oder Joni Mitchell. Als er elf Jahre alt war, trennten sich die Eltern, und Hudson zog mit seiner Mutter nach Los Angeles. Slash besuchte dort die Beverly Hills High School zusammen mit anderen späteren Künstlern wie Lenny Kravitz und Nicolas Cage.
Als Jugendlicher fuhr er BMX und gewann in dieser Disziplin einige kleinere Preise. Im Alter von 13 Jahren bekam er seine erste Akustikgitarre, auf der er das Gitarrenspiel schnell erlernte. Erste musikalische Einflüsse waren Gitarristen wie Rory Gallagher, Van Halen, Eric Clapton, Jimi Hendrix und Jeff Beck, aber auch Rockbands wie Led Zeppelin, The Rolling Stones, Queen und Aerosmith. Eines der ersten Lieder, die Slash lernte, war Smoke on the Water von Deep Purple. Er begann, seine gesamte Zeit dem Gitarrenspiel zu widmen, worunter seine schulischen Leistungen litten. In der elften Klasse brach er die Schule ab und gründete die ersten Bands. Als Teil der Musikerszene von Los Angeles lernte Slash den Schlagzeuger Steven Adler kennen, mit dem er die Band „Road Crew“ gründete. Diese wurde jedoch lediglich durch ihre ständigen Besetzungswechsel bekannt, wobei Slash und Adler die einzigen Konstanten blieben.
Nachdem Slash und Adler ein Demotape des Gitarristen Izzy Stradlin erhielten, auf dem auch Axl Rose als Sänger zu hören war, vereinbarten die Musiker ein Treffen. Stradlin und Rose hatten ihrerseits Probleme, die Band „Hollywood Rose“ zusammenzuhalten: Gitarrist Tracii Guns und Schlagzeuger Rob Gardner sahen sich außerstande, Konzerte mit „Hollywood Rose“ zu geben, worauf Slash und Adler zunächst als Aushilfe einsprangen. Nach den ersten erfolgreichen Auftritten fusionierten beide Bands zu „Guns N’ Roses“; Plattenaufnahmen und Welttourneen folgten. Guns N' Roses wurden zu einer der erfolgreichsten Rockbands der ausgehenden 1980er und beginnenden 1990er. Die Tournee zu dem Doppelalbum „Use Your Illusion“ galt bis dato als längste Tour, die eine Band je angetreten hat. Zwischen dem ersten Auftritt im Jahre 1991 und dem letzten im Oktober 1993 gaben Guns N' Roses weltweit über 300 Konzerte. Nach der Welttournee nahm Slash die US-amerikanische Staatsbürgerschaft an.
Im Jahre 1996 verließ Slash Guns N' Roses, nachdem es zu Spannungen in der Band und speziell um Axl Rose gekommen war. Bereits zuvor im Jahre 1994 hatte Slash die Band „Slash's Snakepit“ gegründet, mit der er bis zu ihrem Ende im Jahre 2001 zwei Alben einspielte. Der Kontakt zu den übrigen Mitgliedern von Guns N' Roses riss zu dieser Zeit nie ganz ab, weshalb auch Musiker wie Duff McKagan (Bass) und Matt Sorum (Nachfolger von Adler als Schlagzeuger bei Guns N' Roses) auf der ersten Platte von „Slash’s Snakepit – It’s Five O’Clock Somewhere“ zu hören sind. Weiter gründete Slash die Band „Slash’s Blues Ball“, bei der er alte Bluesrockklassiker nachspielte. Die Band gab einige Konzerte, nahm aber keine Platte auf.
Nach einem gemeinsamen Benefizkonzert im Jahre 2002 gründeten die Ex-Guns-N'-Roses-Musiker Hudson, McKagan und Sorum zusammen mit dem früheren Sänger der Stone Temple Pilots, Scott Weiland, und dem Gitarristen Dave Kushner (Ex-Suicidal Tendencies) die Band Velvet Revolver, in der Slash bis heute aktiv ist. Im September 2005 erwies der Spielwaren-Hersteller McFarlane Toys Slash seine Reverenz, als er eine realitätsgetreue Miniatur-Skulptur des Musikers veröffentlichte.
Über Slashs Privatleben ist nur wenig bekannt. Slash war fünf Jahre lang mit Schauspielerin und Model Renee Suran verheiratet. Die beiden trennten sich schließlich 1997. Drei Jahre später heiratete er Perla Ferrar, mit der er zwei Söhne hat und bis heute zusammenlebt. Im November 2007 erschien seine Autobiografie Slash.
Im Jahr 2010 spielte Slash zusammen mit Tom Morello bei Cypress Hills neuem Album Rise Up die Songs „Rise Up“ und „Shut 'Em Down“.[2]
Am 10. Juli 2012 erhielt Slash einen Stern der Kategorie Musik auf dem Walk of Fame in Hollywood. Die Lobesrede hielt Charlie Sheen.
Equipment [Bearbeiten]
Slash spielt hauptsächlich Gitarren des Typs Les Paul der Marke Gibson. Sein extensiver Gebrauch dieses Modells seit den Anfangstagen von Guns N' Roses führte regelrecht zu einem Boom dieses Modells und legte den Grundstein für eine enge Partnerschaft mit der Firma, die ihm bis heute mehrere Signaturmodelle widmete.[3]
Slash ist ebenfalls für seine enge Verbindung mit dem britischen Verstärkerhersteller Marshall bekannt, der ihm 1996 als erstem Künstler überhaupt in der Firmengeschichte eine Verstärkerserie widmete.[4] 2010 brachte Marshall mit dem AFD100 einen weiteren Slash Signature Verstärker heraus. Der Name AFD setzt sich aus den Initialen des ersten Guns N’ Roses Albums A(ppetite) F(or) D(estruction) zusammen, für dessen Aufnahmen Slash einen modifizierten Verstärker von Marshall benutzte. Den Klang dieses Verstärkers zu reproduzieren war der Grund für die Entwicklung des AFD100.[5] Bei seinen Soli setzt Slash bis heute ein Wah Wah Pedal von Dunlop ein.
Soloalbum [Bearbeiten]
Im April 2010 veröffentlichte er sein erstes Solo-Album mit dem Namen Slash, auf welchem er mit vielen Rockgrößen (u.a. Duff McKagan, Lemmy Kilmister, Andrew Stockdale, Iggy Pop, Ozzy Osbourne, Kid Rock, Fergie, Myles Kennedy und Dave Grohl) zu hören ist. Das Album erreichte Platz 4 der deutschen Charts. 2012 folgte das Album "Apocalyptic Love" bei dem alle Gesangparts von Myles Kennedy eingesungen wurden. Das Album erreichte Platz 5 der deutschen Charts und Platz 4 in den USA.
Als Gastmusiker [Bearbeiten]
Im Video- und Computerspiel Guitar Hero III – Legends of Rock hat Slash einen Gastauftritt als einer von drei Bossgegnern. Dafür wurde ein „Battle“ von Slash komponiert und eingespielt. Außerdem stand er für viele der Animationen Modell.
Neben seinen Bands und Soloprojekten ist Slash in der Vergangenheit auch häufig als Gitarrist für andere Künstler tätig geworden. Diese Gastauftritte umfassen dabei so unterschiedliche Künstler wie Lenny Kravitz, Michael Jackson oder Brian May. Dabei kam es sowohl zu Gastauftritten bei Konzerten als auch als Gastmusiker für ein Musikalbum. Ebenso leitete Slash "The Roast of Charlie Sheen"mit einem Gitarrensolo ein. Folgend eine Liste seiner Gastauftritte, die für ein Album verwendet wurden:
| Künstler | Album | Jahr | Lied |
|---|---|---|---|
| Alice Cooper | (diverse Alben) | – | Hey Stoopid Lost in America Only Women Bleed Elected Under My Wheels Vengeance Is Mine |
| BLACKstreet | Fix | 1997 | Fix |
| Bob Dylan | Under the Red Sky | 1990 | Wiggle Wiggle |
| Boz Scaggs | The Concert for the Rock Roll |
1996 | Red House |
| Brian May | Resurrection | 1993 | Tie Your Mother Down (live) |
| Brian Tyler | The Fast and the Furious: Tokyo Drift | 2006 | Mustang Nismo |
| Brüno | Brüno | 2009 | Dove of Peace |
| Carole King | Carole King in Concert | 1994 | Locomotion |
| Carmine Appice | Carmine Appices Guitar Zeus | 1995 | Where You Belong |
| Carole King | Colour of Your Dreams | 1993 | Hold Out for Love |
| Cheap Trick | Silver | 2001 | You're All Talk |
| Chic | Chic Live at the Budokan | 1996 | Le Freak Stone Free |
| Daughtry | Daughtry | 2006 | What I Want |
| Derek Sherinian | Blood of the Snake | 2006 | In the Summertime |
| Doro Pesch | Calling the Wild | 2000 | Now or Never |
| Duff McKagan | Believe In Me | 1993 | Believe in Me Just Not There |
| Elan | Street Child | 2003 | Street Child |
| Ella | El | 1998 | Bayangan |
| Gilby Clarke | Pawnshop Guitars | 1994 | Cure Me … or Kill Me … Tijuana Jail |
| Graham Bonnet | The Day I Went Mad | 1999 | Oh! Darling |
| Iggy Pop | Brick by Brick | 1990 | Home, Butt Town, Pussy Power My Baby Wants to Rock N' Roll |
| Insane Clown Posse | The Great Milenko | 1997 | Halls of Illusions |
| J | Pyromania | 1997 | But You Said I'm Useless |
| Lenny Kravitz | Mama Said | 1991 | Always on the Run Fields of Joy |
| Marta Sánchez | Azabache | 1997 | Moja mi corazon |
| Matt Sorum | Hollywood Zen | 2003 | The Blame Game |
| Michael Jackson | Dangerous | 1991 | Black or White Give In to Me |
| HIStory | 1995 | D.S. | |
| Blood on the Dance Floor: HIStory in the Mix |
1997 | Morphine | |
| Invincible | 2001 | Privacy | |
| Motörhead | March or Die | 1992 | You Better Run I Ain't No Nice Guy |
| MSG | Temple of Rock | 2011 | |
| Paul Rodgers | Muddy Water Blues: A Tribute to Muddy Waters |
1993 | The Hunter |
| In Concert:Merchants of Cool (LIVE) | 2002 | Wishing Well Crossroads |
|
| Puff Daddy | In Concert:NetAid (LIVE) | 1999 | It's All About the Benjamins |
| Ray Charles | More Music from Ray | 2005 | Baby Let Me Hold Your Hand |
| Ray Charles Sings for America | 2002 | God Bless America Again | |
| Rihanna | Rated R | 2009 | Rockstar 101 |
| Rod Stewart | Human | 2001 | Human |
| I Can’t Deny It | 2001 | Peach | |
| Stone Free (Various Artists) | A Tribute to Jimi Hendrix | 1994 | I Dont Live Today |
| Teddy Andreadis | Innocent Loser | 1996 | Innocent Loser Shotgun Shack |
| The Outpatience | Anxious Disease | 1996 | Anxious Disease |
| (Tribute to Led Zeppelin) | Stairway to Heaven | 1997 | Communication Breakdown |
| Sammy Hagar | Marching to Mars | 1997 | Little White Lie |
| Sam Kinison | Have You Seen Me Lately | 1988 | Wild Thing |
| Leader of the Banned | 1990 | Highway to Hell | |
| Spinal Tap | Break Like the Wind | 1992 | Break Like the Wind |
| Steve Lukather | Santamental | 2003 | Broken Heart for Christmas |
| Edgar Winter | Rebell Road | 2008 | Rebell Road |
| Yardbirds | Birdland | 2003 | Over, Under, Sideways, Down |
Diskographie (Auswahl) [Bearbeiten]
| Chartplatzierungen (vorläufig) Erklärung der Daten |
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| Alben | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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| Singles | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Alben [Bearbeiten]
- Slash (2010)
- Made in Stoke 24/7/11 (2011)
- Apocalyptic Love (2012)
Singles [Bearbeiten]
- Sahara (featuring Kōshi Inaba) (2009)
- By the Sword (featuring Andrew Stockdale) (2010)
- Rockstar 101 (Rihanna featuring Slash) (2010)
- Back from Cali (featuring Myles Kennedy) (2010)
- Beautiful Dangerous (featuring Fergie) (2010)
- You're a Lie (featuring Myles Kennedy) (2012)
mit Guns N' Roses [Bearbeiten]
- Live ?!*@ Like a Suicide (1986)
- Appetite For Destruction (1987)
- G N' R Lies (1988)
- Use Your Illusion I (1991)
- Use Your Illusion II (1991)
- The Spaghetti Incident (1993)
- Live Era: ’87–’93 (1999)
mit Slash’s Snakepit [Bearbeiten]
- It’s Five O’Clock Somewhere (1995)
- Ain’t Life Grand (2000)
mit Velvet Revolver [Bearbeiten]
- Contraband (2004)
- Libertad (2007)
Literatur [Bearbeiten]
- Slash mit Anthony Bozza: Slash. Die Autobiografie. Rockbuch Verlag, ISBN 978-3-927638-45-7.
Weblinks [Bearbeiten]
- Literatur von und über Slash im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
- Slash (Musiker) in der Internet Movie Database (englisch)
- Slash (Musiker) in der Notable Names Database (englisch)
- Offizielle Website von Slash (engl.)
- Slash im Interview & Workshop + Soundalike auf Bonedo.de
- Video-Interview mit Slash 2012 auf Bonedo.de
Einzelnachweise [Bearbeiten]
- ↑ Interview with Slash. In: BBC Channel 5 (Hrsg.): Live from Studio Five. 28. Mai 2010.
- ↑ Laut.de: Cypress Hill: Rückkehr mit Snoop und Tom Morello
- ↑ http://www2.gibson.com/Products/Electric-Guitars/Les-Paul/Gibson-Custom/Slash-Les-Paul.aspx
- ↑ http://www.marshallamps.de/equipment/2555SL-%28milestones%29--303
- ↑ http://www.afd100.com/the-afd-story/
- ↑ a b Rockstar 101 (Rihanna feat. Slash) in den US-Charts
Axl Rose • Dizzy Reed • Tommy Stinson • Chris Pitman • Richard Fortus • Ron Thal • Frank Ferrer • DJ Ashba
Ole Beich • Rob Gardener • Tracii Guns • Steven Adler • Izzy Stradlin • Gilby Clarke • Slash • Matt Sorum • Duff McKagan • Josh Freese • Paul Tobias • Buckethead • Bryan Mantia • Robin Finck
| Studioalben | Appetite for Destruction • G N’ R Lies • Use Your Illusion I+II • The Spaghetti Incident? • Chinese Democracy |
| Extended Plays | Live ?!*@ Like a Suicide |
| Livealben | Live Era: ’87–’93 |
| Kompilationsalben | Greatest Hits |
| Singles | It’s So Easy • Welcome to the Jungle • Sweet Child o’ Mine • Paradise City • Patience • Nightrain • You Could Be Mine • Don’t Cry • Live and Let Die • November Rain • Knockin’ on Heaven’s Door • Yesterdays • Ain’t It Fun • Estranged • Since I Don’t Have You • Sympathy for the Devil • Chinese Democracy |
| Tourneen | Use Your Illusion Tour |
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Slash |
| ALTERNATIVNAMEN | Hudson, Saul (wirklicher Name) |
| KURZBESCHREIBUNG | US-amerikanischer Rockmusiker |
| GEBURTSDATUM | 23. Juli 1965 |
| GEBURTSORT | Stoke-on-Trent |