Nephropathie

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Nephropathie ist der medizinische Fachausdruck für Erkrankungen der Niere oder der Nierenfunktion.

Der Begriff wird vor allem für nicht entzündliche, zum Beispiel toxische oder erbliche Nierenschädigungen benutzt, wie beispielsweise:

  • Analgetikanephropathie: durch langjährigen Missbrauch bestimmter Analgetika („Phenazetin-Niere“).
  • Chronische Transplantatnephropathie: eine häufig durch bestimmte Immunsuppresiva verursachte Funktionseinbuße einer Spenderniere nach einer Nierentransplantation.
  • Diabetische Nephropathie: Spätkomplikation nach jahrelangem Diabetes mellitus. Die diabetische Nephropathie ist kein klar definiertes Krankheitsbild, sondern die Summe unterschiedlichster Veränderungen, die im Gefolge der diabetischen Stoffwechsellage in den Nieren entstehen können: Entzündungen, Gefäßveränderungen, Erkrankungen des Filterapparates der Niere.
  • Hypertensive Nephropathie: nicht selten führen Nierenerkrankungen zu Erhöhungen des Blutdrucks, der wiederum zu einer weiteren Nierenschädigung führen kann.
  • Balkan-Nephropathie: eine endemisch in einigen Regionen des Balkan auftretende chronisch-toxische Nierenerkrankung, die hauptsächlich durch Aristolochiasäuren verursacht ist.
  • HIV-assoziierte Nephropathie: eine durch den HI-Virus synergetisch beförderte Nierenerkrankung
  • Nephropathie epidemica: eine durch Infektion mit dem Puumala-Virus verursachtes akutes Nierenversagen