New Zealand First

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New Zealand First
Logo der Partei New Zealand First
WinstonPetersEuropa.jpg
Partei­vorsitzender Winston Peters
Gründung 18. Juli 1993
Gründungs­ort Alexander Park Raceway, Auckland
Haupt­sitz Albany, North Shore City, Auckland
Aus­richtung Populismus, Nationalismus, rechtsgerichtet
Farbe(n) schwarz
Parlamentsmandate 8
Website www.nzfirst.org.nz

New Zealand First ist eine populistische und nationalistische, rechts stehende Partei in Neuseeland. Sie wurde 1993 von Winston Peters, einem früheren Politiker der National Party, gegründet und wird seitdem untrennbar mit seiner Person verbunden gesehen.[1]

Politische Vorstellungen[Bearbeiten]

Die Kernideologie der Partei ist, wie der Name schon ausdrückt, dass Neuseeland vor allem zuerst kommt. Die Einwanderung von Ausländern soll gestoppt und Neuseeländer sollen besser ausgebildet werden. Die Partei erklärt gleichzeitig die Beseitigung der Arbeitslosigkeit zu ihrer obersten Aufgabe. Sie kritisiert Neuseeland als Wohlfahrtsstaat. Unter anderem wird eine Anti-Korruptions-Kommission gefordert und dies, obwohl der Parteivorsitzende Winston Peters selbst 2008 in eine Parteispendenaffäre verwickelt war.[1] Die Reduzierung der Anzahl von Parlamentsabgeordneten sowie die Verringerung von Beratungsfirmen und Ratgeber für die Regierung um 50 % stehen auf der Agenda der Partei. Bildung wird als Investment angesehen und Gesundheit als kritisches Investment in die menschliche Ressource. Des Weiteren wird eine Reduzierung der Steuern gefordert.

Geschichte[Bearbeiten]

Nachdem der damalige National-Party-Politiker Winston Peters nacheinander im Oktober 1991 als Minister of Māori Affairs wegen mangelnder Zusammenarbeit aus dem Kabinett ausgeschlossen wurde, ein Jahr später nicht mehr an den Fraktionssitzungen teilnehmen durfte und im März 1993 auch von der Kandidatur zu den Parlamentswahlen unter National ausgeschlossen wurde, trat Peters als Parlamentarier zurück, erreichte eine Nachwahl für den Wahlkreis Tauranga, trat als unabhängiger Kandidat an und entschied den Wahlkreis schließlich für sich. Damit war für ihn gleichzeitig die Basis geschaffen, eine neue Partei gründen zu können und deren Gründung zu finanzieren.[2] Mit einigen prominenten Parteimitgliedern aus der National Party gegründete Peters am 18. Juli 1993 in Auckland die Partei New Zealand First.[3] Mit populistischen und nationalistischen Tönen gewann Peters mit seiner Partei in der anschließenden Parlamentswahl 8,4 % der abgegebenen Stimmen und damit 2 Sitze im Parlament. Die Partei war seitdem mit der Ausnahme von 2008 bis 2011 im Parlament vertreten.

Parlamentswahlen[Bearbeiten]

General Election Stimmen- anteil Direkt- mandate Mandate über Liste Sitze insgesamt
1993 8,4 % 0 2 2
1996 13,4 % 6 11 17
1999 4,3 % 1 4 5
2002 10,4 % 1 12 13
2005 5,7 % 0 7 7
2008 4,7 % 0 0 0
2011 6,8 % 0 8 8

Quellen: Election New Zealand[4][5][6][7]

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  •  Martin Hames: Winston First - The Unauthorised Account of Winston Peters' Career. Random House New Zealand Ltd, Auckland 1995, ISBN 1869412575.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Fran O'Sullivan: Donations wrangle obscures the real Peters scandal. New Zealand Herald - Online Edition, 23. August 2008, abgerufen am 6. Dezember 2011 (HTML, englisch).
  2. NZ First party history - 2: Fourth National Govt & expulsion. Liberation, 18. November 2008, abgerufen am 6. Dezember 2011 (HTML, englisch).
  3. NZ First party history - 4: The launch. Liberation, 19. November 2008, abgerufen am 6. Dezember 2011 (HTML, englisch).
  4. General elections 1890-1993 - seats won by party. Elections New Zealand, abgerufen am 6. Dezember 2011 (HTML, englisch).
  5. General elections 1996-2005 - seats won by party. Elections New Zealand, abgerufen am 6. Dezember 2011 (HTML, englisch).
  6. 2008 election official results. Elections New Zealand, abgerufen am 6. Dezember 2011 (HTML, englisch).
  7. Election Results and Electoral Information. Television New Zealand (TVNZ), 26. November 2011, abgerufen am 6. Dezember 2011 (HTML, englisch).