Notre-Dame de Québec

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Notre-Dame de Québec

Die Kathedralbasilika Notre-Dame de Québec ist der Sitz des römisch-katholischen Erzbistums Québec. Sie befindet sich in der Altstadt (Vieux-Québec) gegenüber dem Hôtel de Ville und ist an das Séminaire de Québec (nicht zu verwechseln mit dem Grand Séminaire de Québec) angebaut.

Geschichte[Bearbeiten]

Innenansicht

Notre-Dame de Québec ist der älteste Sitz einer Diözese nördlich von Mexiko sowie die älteste Pfarrkirche Nordamerikas. 1874 wurde sie als erste Kirche in den Rang einer Basilica minor erhoben.

Der erste Bau stammt aus dem Jahr 1647. Er wurde 1759 bei der Belagerung von Québec durch die Briten zerstört. Der wenige Jahre später errichtete Neubau brannte am 22. Dezember 1922 ab. Von 1923 bis 1930 wurde die heutige Kirche gebaut. Seit 23. Juni 1966 steht sie als Bien culturel de Québec unter Denkmalschutz, seit dem 1. Januar 1989 ist sie eine National Historic Site of Canada (Lieu historique national du Canada).

Architektur und Ausstattung[Bearbeiten]

Beim Wiederaufbau der 1920er Jahre wurde die Kathedrale in Anlehnung an die Vorgängerbauten errichtet. Der Baustil und die Innenausstattung orientieren sich an Stilformen des vorrevolutionären französischen Klassizismus (Louis-seize-Stil). Notre-Dame ist eine dreischiffige geostete Basilika mit Chorumgang. Von den beiden Türmen der Schaufassade im Westen ist nur der südliche mit oktogonalem Obergeschoss und doppelter Laterne voll ausgeführt; der nördliche endet in einem quadratischen Stumpf.

Orgeln[Bearbeiten]

Blick auf die Hauptorgel

Die Kathedrale verfügt über drei Orgeln, die allesamt in den 1920er Jahren von der Orgelbaufirma Casavant erbaut wurden. Die große Hauptorgel auf der Westempore wurde 1927 fertiggestellt. Das Instrument hat 70 Register auf vier Manualwerken und Pedal. Die Spiel- und Registertrakturen sind elektro-pneumatisch.[1]

I Positif C–c4
Montre 8'
Bourdon 8'
Prestant 4'
Flûte 4'
Nazard 22/3'
Doublette 2'
Tierce 13/5'
Larigot 11/3'
Plein-jeu IV
Cymbale III
Trompette 8'
Cromorne 8'
Clairon 4'
Trémolo
II Grand Orgue C–c4
Montre 16'
Montre 8'
Flûte harmonique 8'
Bourdon 8'
Prestant 4'
Flûte 4'
Quinte 22/3'
Doublette 2'
Cornet V
Grande fourniture IV
Fourniture V
Cymbale IV
Bombarde 16'
Trompette 8'
Clairon 4'
III Récit expr. C–c4
Bourdon 16'
Principal 8'
Viole de gambe 8'
Voix céleste 8'
Bourdon à cheminée 8'
Prestant 4'
Flûte octaviante 4'
Nazard 22/3'
Flûte 2'
Tierce 13/5'
Sesquialtera II
Mixture IV
Cymbale III
Bombarde 16'
Trompette 8'
Hautbois 8'
Voix humaine 8'
Clairon 4'
Trémolo
IV Résonnance C–c4
Bourdon 16'
Flûte 8'
Bourdon 8'
Gros nazard 51/3'
Prestant 4'
Flûte 4'
Grosse tierce 31/5'
Nazard 22/3'
Flûte 2'
Tierce 13/5'
Trémolo
Pédale C–g1
Flûte résultante 32'
Montre 16'
Flûte 16'
Bourdon 16'
Montre 8'
Flûte 8'
Bourdon 8'
Prestant 4'
Flûte 4'
Fourniture IV
Trombone 16'
Bombarde 16'
Trompette 8'
Clairon 4'

Gräber[Bearbeiten]

Vier Gouverneure von Neufrankreich sind in der Kathedralbasilika bestattet:

Darüber hinaus ist Notre-Dame de Québec die Nekropole der Bischöfe und Erzbischöfe von Québec. Der erste Bischof, François de Montmorency-Laval, ruht im Inneren der Kirche, die übrigen in der Krypta.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Nähere Informationen zu den Orgeln

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Basilique-cathédrale Notre-Dame de Québec – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

46.81377-71.20617Koordinaten: 46° 48′ 50″ N, 71° 12′ 22″ W