Oper Bonn

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Bonner Oper (2011)
Luftaufnahme der Oper

Als Oper Bonn wird sowohl das Opernhaus als auch die es betreibende Gesellschaft in Bonn bezeichnet. Sie gehört zum städtischen Theater Bonn.

Opernhaus[Bearbeiten]

Das Opernhaus liegt zentral am Bonner Rheinufer, direkt an der Kennedybrücke auf dem Gebiet der ehemaligen Rheinviertel. Der Neubau entstand von 1962 bis 1965 als Stadttheater nach Plänen der Stuttgarter Architekten Klaus Gessler und Wilfried Beck-Erlang.[1] Das Haus bietet seit der Erweiterung seines Zuschauerraums in der Spielzeit 1992/93 Platz für 1037 Besucher und wird heute ausschließlich von der Oper bespielt.[2] Zu den künstlerischen Besonderheiten des Baus gehört die Beleuchtung des Zuschauerraums in Gestalt einer absenkbaren Milchstraße, die, wie auch die phantasievollen Kronleuchter im Parkettfoyer, von dem ZERO-Künstler Otto Piene gestaltet wurden. Die Gebäudeteile sind aus Stahlbeton hergestellt und zum Rhein ausgerichtet. Die Metallplatten an den Außenwänden sind wie Fischschuppen angeordnet.

Das Opernhaus wird für Opern, Musicals, internationale Tanz-Gastspiele, Konzerte und Theaterfeste genutzt. Ebenfalls kommen Comedy, Kabarett und Kleinkunst in der Reihe QUATSCH KEINE OPER! zur Aufführung. Im Musiktheater reicht das Angebot von Werken des 20. Jahrhunderts über italienische Opern bis hin zu Familien-Aufführungen. Die Oper Bonn verfügt über ein festes Opernensemble, in Einzelfällen wird dieses um Gäste erweitert.

Trivia[Bearbeiten]

  • Die Architekturkritikerin Ingeborg Flagge bewertete das Gebäude 1984 wie folgt: „In der Konzeption, Theater als dynamische freie Bauform darzustellen, bedeutet dieser Bau Abkehr von kubischer Theater-Architektur.“
  • Im Opernhaus werden Führungen „hinter die Kulissen“ angeboten, in welchen unter anderem die Werkstätten und die Bühnentechnik gezeigt werden.

Literatur[Bearbeiten]

  •  Ursel und Jürgen Zänker: Bauen im Bonner Raum 49–69. Versuch einer Bestandsaufnahme. In: Landschaftsverband Rheinland (Hrsg.): Kunst und Altertum am Rhein. Führer des Rheinischen Landesmuseums Bonn. Nr. 21, Rheinland-Verlag, Düsseldorf 1969, S. 169–171.
  • Ingeborg Flagge: Architektur in Bonn nach 1945. Verlag Ludwig Röhrscheid, Bonn 1984, ISBN 3-7928-0479-4, S. 66.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Eiswürfel in Stanniol. In: Der Spiegel. Nr. 20/1965, S. 118-120 (Online verfügbar (PDF; 355 KB)). Abgerufen am 25. November 2012.
  2. Theater. Information auf der Website der Stadt Bonn. Abgerufen am 25. November 2012.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Oper Bonn – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

50.7366666666677.1069444444444Koordinaten: 50° 44′ 12″ N, 7° 6′ 25″ O