Operationsplan

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Ein Operationsplan ist ein Plan für die Durchführung einer militärischen Operation.

Er setzt eine Beurteilung der Lage und einen Entschluss der Führung voraus und legt fest, wie die verfügbaren Kräfte gegliedert werden und welche Aufträge sie erhalten. Hinzu kommt eine Raumordnung in grafischer Form unter Definition von Führungslinien und Grenzen.

Ein Operationsplan gliedert sich in Phasen, wobei in der Anfangsphase, (Anfangsoperation) Vorauskräfte Schlüsselgelände vorab besetzen oder gegen angreifenden Feind unter Aufgabe von Raum Zeit zu gewinnen suchen und die Hauptkräfte aufmarschieren. In der Folgeoperation wird dann gegen die Kräfte des Feindes, seine Reserven eingeschlossen, die Entscheidung gesucht.

Die Operationsplanung erfolgt häufig nach dem Muster "Lenken - Stellen - Schlagen", d.h. der verantwortliche Truppenführer legt fest, wo und wie er die Entscheidung gegen den Feind erzwingen will. Er bezieht dabei die Absichten, Ziele und Möglichkeiten des Feindes in seine Lagebeurteilung ein. Die Gefechtsarten für die Gesamtkräfte oder Teilkräfte werden nach Operationsphasen durch die übergeordnete Führung festgelegt.

Kennzeichnend für erfolgreiche Operationen ist, dass sie zwar auf einem Operationsplan basieren, jedoch nur solange an ihm festgehalten wird, wie dies die tatsächliche Entwicklung der Lage rechtfertigt. Somit kommt der Kommunikation zwischen dem Truppenführer und den Einsatzkräften entscheidende Bedeutung zu, da nur so die jeweilige Entwicklung der Operationen sachgerecht beurteilt werden kann.

Literatur[Bearbeiten]

  • Heeresdienstvorschrift (HDv) 100/100 "Truppenführung der Landstreitkräfte", Bonn 2000 (militärische Vorschrift, die als Verschlusssache - nur für den Dienstgebrauch behandelt wird)