Orchesterprobe (Film)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Filmdaten
Deutscher Titel Orchesterprobe
Originaltitel Prova d'orchestra
Produktionsland Italien, Deutschland
Originalsprache Italienisch
Erscheinungsjahr 1979
Länge 70 Minuten
Stab
Regie Federico Fellini
Drehbuch Federico Fellini
Musik Nino Rota
Kamera Giuseppe Rotunno
Schnitt Ruggero Mastroianni
Besetzung

Orchesterprobe ist ein Film des italienischen Regisseurs Federico Fellini aus dem Jahr 1979 und zeigt in einer Allegorie das Chaos der italienischen Gesellschaft und die Unfähigkeit deren Politik, in diesem Umfeld positive Ergebnisse zu generieren.

Handlung[Bearbeiten]

Der Film spielt in einem Proberaum für klassische Musik. Der Dirigent steht allegorisch für die italienische Staatsführung und das Orchester für das Volk. Während der Dirigent verzweifelt versucht, ein geordnetes Spiel zu organisieren, sind die einzelnen Spieler mit eigenen Dingen beschäftigt oder stören durch Diskussionen und abstruse Forderungen. Das Treiben der Spieler nimmt immer anarchischere Züge an, bis plötzlich eine riesige Abrissbirne in der Funktion eines "Deus ex Machina" eine Wand des Raumes einschlägt. In die entstandene Stille hinein beginnt der Dirigent abermals zu dirigieren und alle Spieler stimmen jetzt geordnet zur geplanten Symphonie an.

Kritiken[Bearbeiten]

"Der größte Wert des Films liegt darin, daß er ein Klima, eine fiebrige Krankheit wiederzugeben vermag, ohne sie - wie viele meinen wollen bereits einer Behandlung unterzogen zu haben, sondern als betrachte er sie nur, mit einem Röntgenapparat, oder vielmehr mit den Augen, die bald mikroskopische bald makroskopisch sehen, den Augen der "déformation poetique"." (Avanti!, Mailand)

"Die Metapher einer Welt, die im selber geschaffenen Chaos unterzugehen droht." (Neue Zürcher Zeitung)

"Aufrüttelnd und heilsam. Ein Spektakel von ungewöhnlichem Reichtum. Ein dramatischer Appell an die von Fellini mit den ihm eigenen Farben gemalte jämmerliche, groteske Menschheit, sich in dem mitleidlos vorgehaltenen Spiegel endlich zu erkennen und etwas zu unternehmen. Ein ungeheuer ehrlicher Film von verwirrender, beunruhigender Komplexität." (l'Unita Mailand)

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]