Peter Berling

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Peter Berling im Jahr 1996

Peter Berling (* 20. März 1934 in Meseritz-Obrawalde) ist ein deutscher Filmproduzent, Schriftsteller und Schauspieler.

Leben[Bearbeiten]

Berling wuchs nach dem Zweiten Weltkrieg in Berlin und Osnabrück auf. Er verließ das Gymnasium ohne Abitur, absolvierte dann eine Maurerlehre, und studierte anschließend am Polytechnikum ein Semester lang Architektur.[1] Danach studierte er Grafik an der Akademie der Bildenden Künste in München; später kam er über die Werbegrafik zum Film.

Er wirkte als Darsteller in mehr als 130[1] Filmen mit, etwa unter der Regie von Werner Herzog, Martin Scorsese, Helmut Dietl, Jean-Jacques Annaud, Volker Schlöndorff, Liliana Cavani sowie in Filmen von Helge Schneider. Außerdem wurde er als Produzent (u.a. für Rainer Werner Fassbinder), Kritiker und Chronist bekannt. Über Fassbinder verfasste Berling die biografische Schrift Die 13 Jahre des Rainer Werner Fassbinder, in der er detailliert Leben und Arbeit des Regisseurs beschreibt. Zudem schrieb er mehrere Drehbücher bzw. arbeitete daran mit, darunter auch bei dem umstrittenen Film Spielen wir Liebe aus dem Jahr 1977. Er lebt seit 1969 in Rom.[2]

Berling tritt noch im Fernsehen auf, so beispielsweise regelmäßig in den Sendungen 10 vor 11 und Prime-Time/Spätausgabe, in denen er in verschiedene Rollen und Kostüme schlüpft und von Alexander Kluge mit gespielter Ernsthaftigkeit befragt wird. Erst in der Sendung erfährt er, wer er ist und was das Thema der Sendung ist.[3]

Der Schriftsteller und seine Inspirationsquellen[Bearbeiten]

Berling ist seit Beginn der 1990er Jahre als Verfasser von im Mittelalter spielenden Romanen erfolgreich. Für einige seiner Mittelalterromane verarbeitete Berling die Verschwörungstheorie um die Prieuré de Sion, das Buch Kreuzzug gegen den Gral des SS-Offiziers und Esoterikers Otto Rahn sowie den Bericht Itinerarium Willelmi de Rubruc von Wilhelm von Rubruk über seine Reise zu den Mongolen und die Biographie Vie de Saint Louis von Jean de Joinville.

Werke[Bearbeiten]

Berlings Werke werden in erster Linie von den Verlagen Bastei Lübbe Verlag, Ullstein Verlag und Hoffmann & Campe herausgegeben.

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Als Gast bei SWR Leute am 27. Mai 2009
  2. Ijoma Mangold: Der Alleszermalmer. Porträt über Peter Berling In: Die Zeit, 19. Januar 2012, Seite 41 online
  3. Video Als Gast Roche & Böhmermann (4. November 2012) in der ZDFmediathek, abgerufen am 6. Februar 2014 (offline)

Weblinks[Bearbeiten]