Pan Tadeusz

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Titelblatt von 1834
Manuskripte von Pan Tadeusz und Unterschrift von Adam Mickiewicz, Ossolineum in Wrocław.

Pan Tadeusz (deutsch: Herr Thaddäus) von Adam Mickiewicz gilt der polnischen Literatur als Nationalepos. Es ist im Juni 1834 in Paris erschienen und gilt als das letzte große Versepos der europäischen Literatur. Das Werk, vollständig Pan Tadeusz czyli ostatni zajazd na Litwie ("Herr Thaddäus oder der letzte Einritt in Litauen"), ist bis heute Pflichtlektüre in den polnischen Schulen und nach der Bibel das meistgelesene Buch in Polen. Zahlreiche Zitate aus diesem Werk sind in die polnische Umgangssprache eingegangen, und die ersten beiden Sätze aus Pan Tadeusz kennt jeder Pole: „Litauen, du meine Heimat, du bist wie die Gesundheit. Nur wer diese verloren hat, weiß das Verlorene zu schätzen.“

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Inhalt

Das Versepos spielt im Jahr 1811. Polen ist zwischen Russland, Preußen und Österreich geteilt (siehe: Teilungen Polens) und so von der politischen Landkarte Europas verschwunden. Ort der Handlung ist das Gut und Dorf Soplicowo in Litauen. Pan Tadeusz erzählt neben der Geschichte eines Streites zweier verfeindeter Adelsgeschlechter um ein Schloss die Liebesgeschichte zwischen Herrn Thaddäus und Zosia.

[Bearbeiten] Bearbeitungen

[Bearbeiten] Deutsche Übersetzungen

  • Herr Thaddäus oder Der letzte Einritt in Littauen. Eine Adelsgeschichte aus den Jahren 1811 und 1812 in Versen und zwölf Büchern. Aus dem Polnischen metrisch übertragen von Albert Weiß. Wilhelm Friedrich, Leipzig 1882, 281 Seiten
  • Herr Thaddäus oder Der letzte Einritt in Lithauen. Übersetzt von Siegfried Lipiner. Breitkopf und Härtel, Leipzig 1882, 313 Seiten
  • Pan Tadeusz oder Der letzte Einritt in Litauen. Versepos in 12 Büchern. Nachdichtung von Walter Panitz. Aufbau, Berlin 1955, 602 Seiten [auch bei Rowohlt, Hamburg 1956]
  • Pan Tadeusz oder Die letzte Fehde in Litauen. Versepos. Nachdichtung von Hermann Buddensieg. Eidos, München 1963, 381 Seiten
  • Pan Tadeusz. Das Werk des großen polnischen Romantikers, ein Hohelied der Heimatliebe. Klangbildlich ins Deutsche übertragen von Walburg Friedenberg. Europäischer Verlag, Wien 1977, 332 Seiten

[Bearbeiten] Weblinks

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