Paul Alfred Kleinert

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Paul Kleinert vor dem Klopstock-Haus

Paul Alfred Kleinert (* 24. Februar 1960 in Leipzig) ist ein deutscher Schriftsteller.

Leben[Bearbeiten]

Kleinert wurde als Sohn aus Schlesien und Danzig stammender Eltern in Leipzig geboren und wuchs in verschiedenen Städten und Orten der DDR und ČSSR auf. Nach dem Studium der Theo- und Keltologie in Berlin/ Ost und West, Edinburgh und Dublin seit 1994 Herausgebertätigkeit. So u.a. Herausgeber der Lyrikreihe „Zeitzeichen“ von 1999 - 2009, von 2003 bis 2005 der „Nessing'schen Hefte“ im Verlag der Nessing'schen Buchdruckerei und ab 2006 der „Nordischen Reihe“. 2006 erfolgte die Herausgabe des ersten färöisch-deutschen Gedichtbandes auf dem Kontinent „Stjørnuakrar /Sternenfelder“ von Guðrið Helmsdal, übertragen von Annette Nielsen; 2007, trilingual und mit einem Nachwort von Kleinert: „Von Djurhuus bis Poulsen – färöische Dichtung aus 100 Jahren“ (wissenschaftliche Beratung: Turið Sigurðardóttir, Linearübersetzungen: Inga Meincke). Neben dem Beruf Tätigkeiten auf verschiedenen Arbeitsfeldern.

Er ist seit 1999 (Gründungs-)Mitglied im Franz Fühmann Freundeskreis, ab 2001 im Vorstand des Freundeskreises. Er ist außerdem Mitglied im deutschen Schriftstellerverband (VS Berlin).

Seine vorrangigen Arbeitsgebiete sind: Gedicht, Übertragungen aus den klassischen Altsprachen und Herausgaben. Verheiratet mit Inge Sabine Kleinert. Söhne. Kleinert lebt und arbeitet seit 1986 in Berlin-Kreuzberg.

Auszeichnungen[Bearbeiten]

  • Stipendiat des Evangelischen Studienwerkes Villigst von 1987 bis 1993,
  • Arbeits-Stipendien der NGDK (Notgemeinschaft der Deutschen Kunst Berlin) 1997, 1998, 2005 und 2006.
  • Reise-Stipendium des Berliner Senats für Irland (1998).
  • Reise-Stipendium des LBV Wien für die Shetland-Inseln (2002).
  • „writer in residence“ am Baltic Centre for Writers and Translators in Visby auf Gotland/Schweden (2006).
  • Reise-Stipendium des LBV Wien für Schweden und Finnland (2007)
  • Alfred-Müller-Felsenburg-Preis für aufrechte Literatur, gemeinsam mit Sándor Tatár (2009)
  • Aufenthaltsstipendium am Künstler- und Stipendiatenhaus Salzwedel (2010, 2011)
  • „writer in residence“ am Ventspils House for Writers and Translators in Ventspils/ Lettland (2014)

Veröffentlichungen[Bearbeiten]

  • Eine Gedankengeschichte (lyrische Prosa, Berlin 1988)
  • Übergangszeit (Gedichte, Berlin 1991, 2 Auflagen, zusammen mit D.Pfannek am Brunnen und L.Nitzsche-Kornel)
  • Gedichte und Übertragungen (Wien/Berlin 1992)
  • Lebensmitte (Gedichte, Hamburg 1996).
  • Einträge in's Dasein (Gedichte, Aschersleben 1999)
  • Fähren und Fährten (Gedichte, Wien 2001).
  • Lust und Last (Gedichte, Berlin 2003)
  • manchmal /olykor (Gedichte, deutsch/ungarisch, Übertragungen von S. Tatár, Budapest/Wien 2008, ISBN 978-963-446-468-6)
  • und wieder an Inseln gewiesen (Gedichte, Wien/Leipzig 2008, ISBN 978-3-86703-748-8)
  • Rabensaat/ Hollóvetés (Gedichte, zweisprachig, Berlin 2009, zusammen mit S. Tatár, Graphiken von V. Scharnefsky, Künstlerbuch)
  • um die fünfzig – koło pięćdziesiątki – ötven felé (Gedichte, mit polnischen und ungarischen Übertragungen von M. Jakubów and S. Tatár, Budapest 2010, ISBN 978-963-446-558-4)
  • vestigium hominis – ein Jahres- im Lebenskreis (Gedichte, Wien 2012)
  • Einzelne Gedichte und eine Kurzgeschichte Kleinerts wurden ins Polnische, Russische, Englische, Französische, Ungarische, Tschechische und Bulgarische übertragen und erschienen in den jeweiligen Ländern in Anthologien. 2008 erschien eine bilinguale Auswahl der Gedichte Kleinerts in der Übertragung Dr. Sándor Tatárs in Budapest.
  • Herausgeberwerkstatt seit 1994: bisher 38 Herausgaben

Literatur[Bearbeiten]

  • Karl-Heinz Baum: Theologe zwischen allen Stühlen. Erst an DDR-Ideologie, dann am Kirchenrecht gescheitert, in: Frankfurter Rundschau Nr. 143 vom 24. Juni 1998, S. 5
  • Katja Reimann: Auf Schwänzer-Streife, in: Der Tagesspiegel vom 23. Januar 2008
  • Kürschners Deutscher Literaturkalender ab dem Jahr 1998,
  • Deutsches Autorenlexikon ab dem Jahr 2000

Weblinks[Bearbeiten]