Österreichische Nationalbibliothek

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Österreichische Nationalbibliothek
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Gründung 1368
Bestand 10.229.611[1], davon über 3,7 Millionen Bücher[2]
Bibliothekstyp Nationalbibliothek
Ort Wien
ISIL AT-OeNB
Betreiber Republik Österreich
Leitung Johanna Rachinger
Website www.onb.ac.at
Eingang Heldenplatz, Neue Burg
Eingang Josefsplatz, alte Hofbibliothek

Die Österreichische Nationalbibliothek (ÖNB) in Wien ist die öffentlich zugängliche, zentrale wissenschaftliche Bibliothek Österreichs. Sie befindet sich in der Neuen Burg am Heldenplatz, die historischen Sammlungen und die Verwaltung sind vom benachbarten Josefsplatz zugänglich. Weitere Abteilungen befinden sich in anderen Teilen der Hofburg und im Palais Mollard-Clary in der Herrengasse. Unterhaltsträger der Nationalbibliothek ist das Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung.

Als Nationalbibliothek sammelt sie unter anderem die Pflichtexemplare aller in Österreich erschienen oder hergestellten Druckwerke. Darunter sind auch alle von den österreichischen Universitäten approbierten Dissertationen. Seit Juli 2000 wurde die Sammlung von Pflichtexemplaren auch auf elektronische Medien ausgeweitet, es werden auch historische Zeitungen gescannt und im Internet online angeboten (Anno (Austrian Newspapers Online)).

Im Habsburger Kaiserreich war sie bis zum Ende des Ersten Weltkrieges als Wiener Hofbibliothek eine der umfangreichsten Universalbibliotheken der Welt. Heute liegt der Schwerpunkt der Sammlung im geisteswissenschaftlichen Bereich.

Als Bundesmuseum beherbergt sie auch vier Ausstellungen, den Prunksaal der Hofburg, das Papyrusmuseum, das Globenmuseum und das Esperantomuseum. Derzeit wird das Literaturmuseum der Österreichischen Nationalbibliothek im denkmalgeschützten, ehemaligen k.k. Hofkammerarchiv in der Johannesgasse 6 im ersten Wiener Bezirk eingerichtet.

Geschichte[Bearbeiten]

Vom Beginn der Büchersammlungen der Habsburger bis 1575[Bearbeiten]

Die Büchersammlung der heutigen Nationbibliothek geht auf verschiedene frühere Sammlungen zurück, deren Bestände von ihr übernommen wurden. Als ursprünglich werden die seit dem 14. Jahrhundert bestehenden Büchersammlungen im Besitz der Habsburger angesehen. Diese waren an unterschiedlichen Orten untergebracht (vor allem in den Burgen Wiens, Wiener Neustadts und Innsbrucks) und verfügten über österreichische, böhmische, französische und italienische Handschriften in verschiedenen Sprachen, die teils mit wertvollen Buchmalereien versehen waren.

Es ist kein Gründungsdatum dieser Sammlungen nachweisbar, man nimmt daher (zuerst Ernst Trenkler 1968) das Jahr 1368 als Beginn an, da für dieses Jahr erstmals der Besitz eines Buches nachweisbar ist. Es handelte sich um ein 1368 von Johannes von Troppau verfasstes Evangeliar, das sich bereits im selben Jahr im Besitz Albrechts III. († 1395) befand. Albrecht besaß noch weitere Handschriften, die allerdings keine Bibliothek bildeten, sondern - wie damals üblich - zusammen mit anderen wertvollen Objekten (etwa Juwelen) in der Schatzkammer des Herzogs aufbewahrt wurden. Albrechts Schatzkammer befand sich in zwei Sakristeien der Burgkapelle der Wiener Herzogsburg. Nach Albrecht ließ Friedrich III. († 1493) die Handschriftensammlung erheblich erweitern, durch eine Erbschaft stießen zwei besonders wertvolle Werke aus Prag zur kaiserlichen Sammlung: die Wenzelsbibel (eine frühe deutsche Bibelübersetzung) und ein Exemplar der Goldenen Bulle (ein Gesetz zur Durchführung der Königswahl). Bis heute ist man im Besitz von 56 Handschriften und vier Inkunabeln, die unter Friedrich angeschafft wurden (sie tragen die Aufschrift A.E.I.O.U.), der Großteil der Sammlung ging allerdings verloren. Aufbewahrt wurden die Schriften der Habsburger mittlerweile an verschiedenen Orten, so ließ Friedrich 110 wertvolle Bücher in die Wiener Neustädter Burg bringen, andere befanden sich in einem Turm beim Schweizer Tor der Wiener Hofburg. Um sie zu ordnen, soll Friedrich Pius II. und Georg von Peuerbach an seinen Hof berufen haben.

Die Vergrößerung der Sammlung wurde von Friedrichs Sohn Maximilian I. († 1519) weiterbetrieben. Durch seine Heirat mit Maria von Burgund kam er in den Besitz wertvoller Bücher aus Burgund und Nordfrankreich und brachte diese nach Wiener Neustadt. Darunter waren das Schwarze Stundenbuch von Karl dem Kühnen, das Stundenbuch der Maria von Burgund, die Chroniken von Jerusalem und das Statutenbuch des Ordens vom Goldenen Vlies. Mit einem damaligen Wert von etwa 100.000 Gulden stellten die geerbten Bücher etwa ein Achtel der gesamten Mitgift dar. Auch Maximilians zweite Frau, Bianca Maria Sforza, brachte als Mitgift Handschriften - aus der Sammlung der Mailänder Familie Sforza - in die Ehe mit ein. Maximilian verfasste auch selbst Schriften, gab andere bei Gelehrten in Auftrag und nahm ihm gewidmete Werke entgegen. Als um 1500 die Residenz verlegt wurde, kam auch ein Teil der Bücher in Truhen verpackt in die Innsbrucker Burg und danach ins Schloss Thaur. Es handelte sich um wissenschaftliche Werke, die Maximilian persönlich interessierten. Nach seinem Tod wurden sie ins Schloss Ambras gebracht. Zur Ordnung und Vermehrung der in Wien und Wiener Neustadt gebliebenen Bestände wurden unter anderen die Humanisten Conrad Celtis und Johannes Cuspinian beschäftigt. Während sich die wertvollen Bücher als Teil des Schatzes in der Nähe des Kaisers befanden, wurden die wissenschaftlichen Werke in der Wiener Burg aufbewahrt und auch nach Maximilians Tod durch Neuankäufe sowie Übernahmen der Privatbibliotheken einiger Gelehrter vermehrt.

Auch unter den Kaisern Ferdinand I. († 1564) und Maximilian II. († 1576) wurden die verschiedenen habsburgischen Büchersammlungen erweitert. Zwar erfolgten unter Maximilian II. etliche Initiativen, die Sammlung zu vergrößern, es gab jedoch noch keinen hauptberuflichen Bibliotheksleiter, der in der Lage gewesen wäre, die gesamten Bestände zu überblicken, zu ordnen und zusammenzuführen. Außer verschiedenen Bestandsvermehrungen wurden Bücher entliehen, andere in Truhen zwischen Wien und dem Sitz des Kaisers in Prag hin und her transportiert. Die Bestandsvermehrungen erfolgten auf Initiative Ferdinands und Maximilians und wurden von verschiedenen gelehrten Zeitgenossen durchgeführt. Der Wiener Historiker und Universitätsprofessor für Medizin Wolfgang Lazius († 1565) durchforschte im Zuge seiner Recherche für seine historischen Werke über die Stadt Wien und Kaiser Ferdinand I. zahlreiche Klosterbibliotheken und Archive, wofür er mit einem Empfehlungsschreiben des Kaisers ausgestattet, unter anderem nach Admont, Seckau, Sankt Lambrecht, Friesach, Gurk, Sankt Paul im Lavanttal, Celje, Krain und in die vorderösterreichischen Länder reiste. Durch Käufe, Schenkungen und nicht zurückgegebene Leihgaben trug er dabei eine Bibliothek aus Handschriften und Druckwerken zusammen, die nach seinem Tod an die Hofbibliothek kam. Der kaiserliche Gesandte Ogier Ghislain de Busbecq († 1592) kaufte in Konstantinopel und Griechenland einige hundert Handschriften und der Hofhistorigraph Johannes Sambucus († 1584) hat in Italien gezielt über 560 Handschriften in griechischer und lateinischer Sprache erworben. 1578 erwarb man von ihm 530 Handschriften, nach seinem Tod 2600 Druckschriften und Landkarten aus seinem Nachlass. Die umfangreichen Privatbibliotheken Hans Dernschwams und Kaspar von Niedbrucks kamen nach ihrem Tod ebenfalls an die Hofbibliothek.

Erste kaiserliche Bibliothekare[Bearbeiten]

In einem kaiserlichen Schreiben ernannte Maximilian II. 1575 den holländischen Juristen Hugo Blotius († 1608) zum ersten offiziellen Bibliothekar der kaiserlichen Bibliothek. Die Bibliothek befand sich seit etwa 1550 (und bis 1623) im Minoritenkloster nahe der Burg. Das Bücherlager soll sich in schlechtem Zustand befunden haben und von Schimmel und Fäulnis befallen gewesen sein. Der Großteil der Bücher war ungeordnet in 28 Kästen aufgestellt. Grund der Schaffung des neuen Amts des kaiserlichen Bibliothekars war der Wunsch nach einer Überprüfung und Ordnung des Bestands, der inventarisiert und in einem Katalog aufgelistet werden sollte. Blotius bekam - unregelmäßig - 200 Gulden, von denen er Famuli und Schreiber zu verpflegen und zu entlohnen hatte. Mit zwei Gehilfen nahm er in einigen Monaten den Bestand auf und erstellte einen alphabetischen Bibliothekskatalog in zweifacher Ausfertigung (ein Exemplar war für die Bibliothek, eines für den in Prag residierenden Kaiser). Der Katalog wurde bereits 1576 fertiggestellt und enthält 7379 Bände, die damals darin eingetragenen Signaturen finden sich noch heute in den betreffenden Büchern. Da Neuerwerbungen und Adligate nicht berücksicht wurden, ist anzunehmen, dass die von Blotius für 1592 angegebene Bestandszahl von 9000 Bänden höher war und tatsächlich über 11.000 Bände betrug. Blotius fertigte auch einen eigenen Katalog mit Werken an, die sich mit den Türken befassten, dem damals gefährlichsten Feind des Reiches. Benutzt wurde die kaiserliche Bibliothek von Angehörigen des Hofs und der Wiener Universität, besichtigt von zahlreichen Reisenden und Adeligen. Da solche bisher gefehlt hatten, verfasste Blotius 1579 auch Richtlinien zur Verwaltung und wissenschaftlichen Benützung der kaiserlichen Bibliothek. Die Bestände wurden weiterhin durch Ankäufe, Schenkungen und Nachlässe erweitert.

Nach dem Tod Blotius’ übernahm 1608 sein langjähriger Koadjutor Sebastian Tengnagel die Leitung. Tengnagel stellte den neuen Katalog fertig und trennte dabei die Handschriften von den Drucken. Hauptverantwortlich für den Bestandszuwachs waren weiterhin die Ankäufe und Bibliotheksübernahmen, 1624 kam es auch zur umfassenden Einführung der bis heute abzuliefernden Pflichtexemplare. Am 26. August erließ Ferdinand II. († 1637) ein Patent, das dazu verpflichtete, ein Exemplar eines jeden gedruckten Buches und nicht mehr nur eines der privilegierten Drucke abzuliefern. Unter Tengnagel übersiedelte die Bibliothek vom Minoritenkloster in ein Gebäude der Hofburg, 1631 ein weiteres Mal in das Harrachsche Haus, wo sie acht Räume des Obergeschoßes einnahm. Das Budget scheint knapp gewesen zu sein, jedenfalls bilden Geldansuchen einen wesentlichen Teil der erhaltenen Quellen dieser Zeit. Außer den Handschriften Tycho Brahes und Johannes Keplers kam auch die 4000 Handschriften und Drucke umfassende Bibliothek Tengnagels nach dessen Tod an die Bibliothek.

1650 wurde der finanziell ausreichend versorgte Kanonikus von St. Stephan, Matthäus Mauchter, zum Präfekten der Bibliothek ernannt, welche Funktion er bis 1663 ausübte. 1662 schien das Amt des kaiserlichen Bibliothekars erstmals im Finanzplan des Hofzahlamtes auf. Mauchter kaufte 1655 die Fugger-Bibliothek aus Augsburg aus dem Erbe Philipp Eduard Fuggers an. Sie kostete 15.000 Gulden und umfasste 15.000 Bände (darunter die Fugger-Zeitungen, eine Sammlung von handschriftlichen Berichten aus den Handelsstädten Europas an das Haus Fugger). Außerdem verfasste Mauchter einen systematischen Katalog mit alphabetischem Index, der auch die neueren Druckschriften beinhaltete und somit das erste Gesamtverzeichnis der kaiserlichen Bibliothek war.

„Es sei zum Nutzen, Glück und Gedeih! Die kaiserliche Bibliothek von Wien, die von dem glorwürdigen römischen Kaiser Maximilian I. zum Teil zwar aus dem Bücherbestand seiner Vorfahren, zum Teil aber aus eigenem Vermögen und aus dem heiligen Fiskus (Staatskassa) etwa um das Jahr 1514 christlicher Zeitrechnung gegründet worden war, dann aber nicht nur durch die Umsicht und auf Kosten der nachfolgenden Kaiser, wurden auch durch einen großen Teil der Bücher des durchlauchtigsten Königs von Ungarn, Matthias Corvinus, und durch die hervorragenden Bibliotheken hochberühmter Männer, so da heißen Conrad Celtis, Johannes Cuspinian, Johannes Faber, Johann Dernschwamm, Wolfgang Lazius, Johannes Sambucus, Augerius Busbecq, Reichard Strein, Hugo Blotius, Tycho Brahe, Sebastian Tengnagel und Philipp Eduard Fugger, sowie verschiedene andere Zugänge von höchstem Wert derart bereichert wurde, dass sie derzeit aus mindestens 80.000 erlesensten Manuskripten ebenso wie gedruckten Bänden aus jeglichem natur- und geisteswissenschaftlichem Studienbereich bestehend, keiner Bibliothek auf der ganzen Welt sowohl was die Zahl und hervorragende Qualität der Bücher, als auch was die Mannigfaltigkeit der Sprache betrifft, nachsteht, hat unser hochheiliger Römischer Kaiser und Herr, der erhabene Leopold I. […] durch persönliches Handschreiben – auf dass sie nicht durch Moder und Schmutz zugrunde gehe, bevor sie in ein neues und zweckmässiges Gebäude übertragen würde – in einen solchen Zustand bringen lassen, dass sie […] der Nachwelt in vielseitiger und geradezu unglaublicher Nützlichkeit dienen kann. Im Jahre 1663 christlicher Zeitrechnung.“

Inschrift bei neuer Ordnung der kaiserlichen Bibliothek 1663[3]

Barock[Bearbeiten]

Josefsplatz
Stiege zum Prunksaal der Hof-Bibliothek
Stufen, Podeste obiger Treppe aus glattpoliertem Kaisersteinbrucher Kaiserstein

Kaiser Karl VI. ließ 1722 gemäß den Bauplänen von Leopold I. an die Hofburg ein Gebäude für die Hofbibliothek bauen. Die nach Plänen von Johann Bernhard Fischer von Erlach von seinem Sohn, Joseph Emanuel Fischer von Erlach in den Jahren 1723 – 1726 errichtete Bibliothek beherbergte in ihrem Prunksaal bis ins 19. Jahrhundert die Exponate der Hofbibliothek. Wertvollste damalige Ergänzung war die Büchersammlung von Prinz Eugen von Savoyen, deren 15.000 Bände wertvolle Bücher aus dem französischen und italienischen Raum umfassen. Der Saal der Hofbibliothek ist heute der Prunksaal der Österreichischen Nationalbibliothek, in dem etwa 200.000 Bücher ausgestellt sind.

Während der Aufklärung regte sich auch erstmals lautstark Kritik daran, dass die Hofbibliothek hauptsächlich der Repräsentation und nicht so sehr der Wissensvermittlung diente. Gerard van Swieten, Leibarzt Maria Theresias, und dessen Sohn Gottfried van Swieten ergänzten die Sammlung um zahlreiche naturwissenschaftliche Werke. Damit wurde die Hofbibliothek auch für die wissenschaftliche Arbeit interessant. Ein besonderer Erfolg war eine Einführung Gottfried van Swietens, der Zettelkatalog. Damit konnte der Bestandsindex der Bibliothek aktuell gehalten werden.

Österreichisches Kaiserreich[Bearbeiten]

Nach dem Ende des Heiligen Römischen Reiches wurde die Hofbibliothek neu organisiert. Unter dem Custos Paul Strattmann erhielt die Hofbibliothek zum ersten Mal ein Programm, das ihren Auftrag beschrieb:

„Die kaiserliche Hofbibliothek stellt sich unter einem dreifachen Gesichtspuncte dar. Sie ist die Bibliothek für die gebildete Classe der Hauptstadt. Dies erfordert von ihr die merkwürdigsten Werke des Unterrichts. Sie ist die Nationalbibliothek des österreichischen Kaiserthums. Der Einheimische wie der Fremde erwarten, bei ihr die gesuchtesten literarischen Seltenheiten anzutreffen. Sie ist endlich die Bibliothek des Kaiserhofes, von dem sie ihre Benennung hat. Damit ist typographische Pracht verbunden.“

Die Sammlungspolitik der Hofbibliothek löste sich zu Beginn des 19. Jahrhunderts zusehends von den Ansprüchen der Repräsentation und legte ihr Augenmerk auf wissenschaftliche Werke. Die multinationale Verfassung des österreichischen Kaiserreichs brachte es mit sich, dass in der Hofbibliothek nicht nur deutschsprachige Bücher gesammelt wurden, sondern auch Bücher des slawischen und ungarischen Sprachraums. Wesentliche Teile der ungarischen Sammlung wanderten jedoch nach dem Österreichisch-Ungarischen Ausgleich nach Budapest. Während der Märzrevolution von 1848 waren die Bestände der Hofbibliothek in großer Gefahr, als die Hofburg, in der die Hofbibliothek untergebracht ist, nach dem Beschuss von Wien brannte. Eine bedeutende Ergänzung der Bestände der Hofbibliothek stellt die Papyrussammlung dar, die auf die Erwerbungen des Wiener Antiquitätenhändlers Theodor Graf zurückgeht.

Erste Republik und Deutsches Reich[Bearbeiten]

Nach der Ausrufung der Republik Österreich wurde die Hofbibliothek 1920 in Nationalbibliothek umbenannt. Die Sammlungspolitik der Zwischenkriegszeit konzentrierte sich auf die „nationale Literatur jener deutschen Stämme, die jetzt unter fremdnationale Herrschaft gekommen sind“, so der damalige Direktor der Bibliothek Josef Donabaum.

Während der NS-Zeit wurden unter der Leitung des damaligen Generaldirektors Paul Heigl hunderttausende Schriften, die „arisiert“ wurden, hier untergebracht oder die Bibliothek diente für die großteils wertlosen, aber beschlagnahmten Werke als Durchgangslager in deutsche Bibliotheken. Die Bibliothek bereicherte ihren Bestand mit mehreren hunderten von wertvollen Büchern und Werken aus ehemaligem jüdischem Besitz. Nach dem Krieg verweigerte die Bibliothek kategorisch die Rückgabe an die Besitzer beziehungsweise die rechtmäßigen Erben. Eine Aufarbeitung ließ lange auf sich warten, zum Teil auch weil viele Mitarbeiter, die Mitglieder der NSDAP gewesen waren, nahtlos nach dem Krieg weiter arbeiten durften. Im Jahr 2005 behandelte die Ausstellung Geraubte Bücher diesen dunklen Fleck in der Geschichte des Hauses.

Zweite Republik[Bearbeiten]

Nach 1945 – nach Umbenennung der Einrichtung in Österreichische Nationalbibliothek – wurden kleine Teile wieder rückerstattet, der Großteil blieb jedoch in den Sammlungen. Es wurde ein Augenmerk der Sammlungstätigkeit wieder in kleinen Schritten auf Mittel- und Osteuropa gerichtet.

1966 wurden große Teile der Sammlungen vom Gebäude am Josefsplatz in Räumlichkeiten der Neuen Burg am Heldenplatz übersiedelt, wobei dort auch neue Lesesäle eingerichtet wurden. 1992 wurde auf Grund des gestiegenen Platzbedarfes der Tiefspeicher unterhalb des Heldenplatzes eröffnet, wo auf vier Ebenen rund 4 Millionen Werke Platz finden. Zugleich wurden auch weitere Bereiche als Lesesäle eingerichtet, so dass Besuchern heute drei Ebenen zur Verfügung stehen (zwei Etagen des Hauptlesesaales und der Zeitschriftenlesesaal). Die Österreichische Nationalbibliothek hielt dem bei ihr erstmals verwendeten Zettelkatalog lange die Treue. Seit 1995 ist der Bestand der Bibliothek elektronisch durchsuchbar, seit 1998 auch online.

Erst ab dem Jahr 2003 wurde damit begonnen, das noch vorhandene NS-Raubgut zu restituieren, wo noch Besitzer oder deren Erben auffindbar waren.[4] Seit Dezember 2003 konnten insgesamt 43.580 Objekte (Bücher, Fotos, Negative, Autografen, Handschriften, Karten und Musikalien) an die rechtmäßigen ErbInnen restituiert. Mehr als 8000 Objekte, für die die Provenienzforschung der Bibliothek keine Hinweise auf Vorbesitzer fand, wurden im Juni 2010 an den Österreichischen Nationalfonds für Opfer des Nationalsozialismus symbolisch übergeben und rückgekauft.[5][6]

Vollrechtsfähige wissenschaftliche Anstalt[Bearbeiten]

Mit dem 1. Jänner 2002 wurde die Nationalbibliothek in die Vollrechtsfähigkeit entlassen. Dies brachte der Einrichtung die volle Verfügungsgewalt in Budget- und Personalfragen. Die Nationalbibliothek erhält dabei als Bundesmuseum vom Bund ein gewisses Jahresbudget zur Verfügung gestellt, zusätzliche Geldmittel müssen durch Sponsoring, Reproduktionsservices und die Vermietung von Räumlichkeiten lukriert werden. Organisatorisch besitzt die Nationalbibliothek eine Generaldirektion und ist in drei Hauptabteilungen (Personal und Verrechnung, Bestandsaufbau und Bearbeitung sowie Benützung und Information) sowie die einzelnen Sammlungen gegliedert. Aktuell steht der Nationalbibliothek Johanna Rachinger vor. Sie ist einem Kuratorium verantwortlich, dem quartalsweise Bericht erstattet werden muss.

Prunksaal[Bearbeiten]

Barocker Prunksaal

Der Prunksaal war das erste Gebäude, das eigens für die Hofbibliothek gebaut wurde, vorher wurden die Bücher im Minoritenkloster gelagert. Der Bau wurde 1723 von Johann Bernhard Fischer von Erlach begonnen und nach dessen Tod von seinem Sohn Joseph Emanuel 1726 fertiggestellt. Die Skulpturen auf dem Gebäude stammen von Lorenzo Mattielli. Der Prunksaal ist nach der ursprünglichen Aufstellung der Bücher in eine Kriegs- und Friedensseite geteilt, was sich auch in den Fresken widerspiegelt. Diese stammen von Daniel Gran. Das Fresko in der Mittelkuppel stellt die Apotheose Karls VI. dar, dessen Bild von Herkules und Apoll gehalten wird. Um das Bild des Kaisers sind in einem komplizierten Programm allerlei allegorische Figuren versammelt, die die Tugenden der Habsburger und den Reichtum ihrer Länder symbolisieren sollen.

Bereits unter Maria Theresia zeigten sich Risse in der Kuppel, weshalb diese vom Hofarchitekten Nikolaus Pacassi mit einem Eisenring verstärkt wurde. Das Deckenfresko von Gran (an dem die Spur eines Risses heute noch zu sehen ist) wurde von Franz Anton Maulbertsch restauriert. Zur selben Zeit entstanden auch die Flügelbauten, die die Bibliothek mit der Hofburg und der Augustinerkirche verbinden und mit ihr den Josefsplatz bilden.

In der Bibliothek stehen auch Kaiserstatuen von Peter und Paul Strudel, und vier Globen von Vincenzo Coronelli. 1735 gestaltete Antonio Corradini die zentrale Statue von Karl VI. als Römisch-Deutschem Kaiser im Zentrum des Prunksaales der Hofbibliothek.

Digitalisierungsprojekte[Bearbeiten]

Im Jahr 2010 wurde zwischen der ÖNB und Google ein Vertrag abgeschlossen, der vorsieht, 600.000 gemeinfreie Bücher durch Google kostenlos digitalisieren zu lassen. Damit können diese Bände auch über die Suchmaschine erfasst werden. Außerdem werden die Bücher durch geringere direkte Ausleihungen geschont und eine Komplettvernichtung der Inhalte im Katastrophenfall wird ebenso unmöglich. Die Digitalisierung erfolgt seit 2011 in Bayern, die Daten werden im Österreichischen Bundesrechenzentrum gespeichert.[7]

Aufgaben und Bestände[Bearbeiten]

Das Palais Mollard-Clary an der Herrengasse beherbergt die Musik- und die Globensammlung sowie das Esperantomuseum und die Plansprachensammlung

Eine der Hauptaufgaben der Nationalbibliothek ist die Sammlung und Archivierung aller in Österreich erscheinenden Publikationen (auch elektronischer Medien). Gemäß dem Mediengesetz müssen von in Österreich erscheinenden periodischen Druckwerken vier und von sonstigen Druckwerken je zwei Pflichtexemplare der Nationalbibliothek abgeliefert werden.

Daneben sammelt die Bibliothek alle Werke österreichischer Autoren, die im Ausland erscheinen, sowie solche Werke, die Österreicher oder das österreichische Geistes- und Kulturschaffen betreffen. Weitere Publikationen aus dem Ausland werden mit Schwerpunkt auf dem Bereich der Geisteswissenschaften aufgenommen.

Aufgaben und Dienstleistungen der Nationalbibliothek umfassen die Erschließung der Bestände und deren Bereitstellung in Form von Leihe vor Ort, Fernleihe, Recherchediensten sowie Auskunfts-, Informations- und Reproduktionsservices. Der gesetzlich gegebene allgemeine Bildungsauftrag wird auch durch die Zusammenarbeit mit Universitäten, Schulen und Erwachsenenbildungseinrichtungen befolgt.

Insgesamt verfügt die Nationalbibliothek über mehr als 10 Millionen Einzelobjekte, wovon rund 3,7 Millionen Druckwerke sind.

Kartensammlung und Globenmuseum[Bearbeiten]

Hauptartikel: Globenmuseum

Die Kartensammlung besteht seit 1906, jedoch wurden die Landkarten bereits seit dem 16. Jahrhundert in der kaiserlichen Hofbibliothek gesammelt. Nach dem Ersten Weltkrieg wurde auch die Sammlung der Habsburger übernommen, die so genannte habsburgische Familien-Fideikommiss-Bibliothek.

Angeschlossen ist der Kartensammlung das weltweit einzige Museum für Globen, in dem 695 Globen und andere astronomische Instrumente verwahrt werden. Es besteht seit 1956 und befindet sich heute im Palais Mollard-Clary in der Herrengasse. Bestände gibt es jedoch seit dem 16. Jahrhundert. Der Hauptanteil besteht aus Globen, die schon vor 1850 angefertigt wurden. Zur Sammlung gehört die passende Fachliteratur.

Papyrussammlung und Papyrusmuseum[Bearbeiten]

Während des 19. Jahrhunderts wurde in der Hofbibliothek mit der Papyrussammlung eine bedeutende Teilsammlung der Bibliothek gegründet. Die Sammlung geht auf eine private Sammlung des österreichischen Erzherzogs Rainer zurück. Dieser schenkte sie am 18. August 1899 dem österreichischen Kaiser Franz Joseph I. mit der Bitte, dass er die Sammlung der Hofbibliothek zuweisen solle. Die Papyrussammlung enthält etwa 180.000 Objekte aus dem Zeitraum zwischen dem 15. Jahrhundert v. Chr. und dem 13. Jahrhundert n. Chr. Neben Papyri umfasst die Sammlung Papiere, Tontafeln und beschriebene Holz- und Wachstabletts, Steintafeln, Leder, Textilien und Knochen sowie Gold-, Silber- und Bronzegegenstände mit Inschriften. Damit ist die Papyrussammlung der Nationalbibliothek eine der größten derartigen Sammlungen weltweit.

Musiksammlung[Bearbeiten]

Die Musiksammlung entstand nicht durch eine „Gründung“, sondern kristallisierte sich über Jahrhunderte hinweg innerhalb der Bestände der ehemaligen k.k. Hofbibliothek als Spezialsammlung heraus. In ihr finden sich zahlreiche Partituren und Erstdrucke von Werken bekannter Komponisten wie Anton Bruckner oder Richard Strauss. Der Ankauf der Bibliothek Albert Fuggers brachte wertvolle Musikalien in den Besitz der Hofbibliothek. Besondere Bedeutung kommt auch Gottfried van Swieten zu, der als Bibliothekspräfekt von 1777 bis 1803 die musikalischen Belange außerordentlich förderte. Ein entscheidender Zuwachs war 1826 die Übernahme der Altbestände der Hofmusikkapelle. Die Musiksammlung der Österreichischen Nationalbibliothek ist das größte Musikarchiv Österreichs und zugleich eine moderne wissenschaftliche Gebrauchsbibliothek. Die Sammlung umfasst Musikhandschriften und -drucke, Textbücher von Opern und Vokalwerken, genauso wie Tonträger, musikwissenschaftliche Literatur und die Nachlässe bedeutender österreichischer Komponisten. 2005 übersiedelte die Sammlung in das Palais Mollard (Wien 1, Herrengasse 9).

Sammlung von Handschriften und alten Drucken[Bearbeiten]

Nachdem im April 2008 die „Handschriften-, Autografen- und Nachlass-Sammlung“ und die „Sammlung von Inkunabeln, alten und wertvollen Drucken“ zusammengelegt wurden, sind deren Sammlungsbestände nun im Augustinerlesesaal einsehbar. Die Sammlung beheimatet Inkunabeln, Druckschriften von 1501 bis einschließlich 1850 (z. B. die Fugger-Zeitungen) und darüber hinaus bibliophile sowie seltene und wertvolle Drucke ohne zeitliche Einschränkung. Die ca. 8.000 Inkunabeln (der weltweit viertgrößte Bestand) zählen hierbei zum wertvollsten Teil der alten Drucke. Etwa ein Fünftel aller im 15. Jahrhundert gedruckten Werke sind in der Sammlung vorhanden und diese zählt somit weltweit zu dem insgesamt fünftgrößten historischen Druckschriftenverband. Die Handschriftensammlung der Österreichischen Nationalbibliothek beherbergt neben dem weltweit bedeutendsten Handschriftenbestand zahlreiche Autografen und Nachlässe. Ergänzt wird die HAD durch die Einbandsammlung und die Sinica- und Japonicabestände der Bibliothek.

Bildarchiv und Grafiksammlung[Bearbeiten]

Das Bildarchiv der Österreichischen Nationalbibliothek ist die größte Bilddokumentationsstelle Österreichs und umfasst rund zwei Millionen Objekte unterschiedlichster historischer Mediengattungen. Des Weiteren beherbergt sie die ehemalige Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg- Lothringen, die 1921 in das Eigentum der Republik Österreich überführt und in die Nationalbibliothek eingegliedert wurde. Sie enthält z. B. Bücher von Kaiserin Ludovica, die beim Ankauf der Werke von Johann Wolfgang von Goethe beraten wurde. Die Grafiksammlung umfasst mehr als 600.000 Objekte, Druckgrafiken, Aquarelle, Zeichnungen und Kunstobjekte. Die Schwerpunkte der Grafikbestände liegen auf Porträts von Angehörigen des Hauses Habsburg, grafische Konvolute mit historischen, topografischen und naturkundlichen Darstellungen, sowie Exlibris vom 16. bis zum 20. Jahrhundert. Die Bilddokumentation befasst sich zusätzlich schwerpunktmäßig mit topographischer und Architekturfotografie, Zeitgeschichte, Porträtfotografie, Theaterfotografie und Österreichischen Plakaten.

Literaturarchiv[Bearbeiten]

Das Literaturarchiv der Österreichischen Nationalbibliothek sammelt literarische Vor- und Nachlässe österreichischer Autoren des 20. Jahrhunderts, insbesondere seit 1945, und stellt diese zur wissenschaftlichen Auswertung bereit. Es verwaltet Bestände (Nachlässe, Vorlässe, Sammlungen etc.) unter anderem zu Günther Anders, Erich Fried, Egon Friedell, Peter Handke, Ödön von Horváth, Ernst Jandl, Alfred Kolleritsch, Robert Menasse, Andreas Okopenko, Heidi Pataki, Elisabeth Reichart, Margit Schreiner, Manès Sperber, Hilde Spiel und Dorothea Zeemann. Die materielle Sicherung und Bewahrung der Dokumente steht in enger Verbindung mit der kontinuierlichen Forschungs- und Publikationstätigkeit am Archiv. Sie wird ergänzt durch Ausstellungen, Lesungen, wissenschaftliche Tagungen und zweimal jährlich stattfindende „Archivgespräche“.

Sammlung für Plansprachen und Esperantomuseum[Bearbeiten]

Hauptartikel: Esperantomuseum

Die Sammlung für Plansprachen beherbergt die weltweit größte Fachbibliothek für Interlinguistik. Es werden an die 500 Plansprachen dokumentiert, von denen Esperanto und Interlingua die wichtigsten sind. Der Schwerpunkt der Sammlung liegt auf der 1887 vom polnischen Augenarzt Dr. Ludwik L. Zamenhof entworfenen Plansprache Esperanto, die sich im Laufe der Zeit zu einer Vollsprache entwickelt hat und heute von einigen Millionen Menschen beherrscht wird. Die Sammlung verwahrt zudem mehrere wichtige Nach- und Vorlässe, wie etwa den Nachlass von Eugen Wüster, dem Begründer internationaler Terminologie-Arbeit, oder den des katalanisch-portugiesischen Schriftstellers Manuel de Seabra. Der Sammlung angeschlossen ist das Esperantomuseum der Österreichischen Nationalbibliothek, das Besuchern die wechselvolle Geschichte des Esperanto vermittelt.

Archiv des Österreichischen Volksliedwerkes[Bearbeiten]

Das Archiv des Österreichischen Volksliedwerkes wurde 1994 der Österreichischen Nationalbibliothek zugeordnet und verwahrt Dokumente musikalisch-poetischer und tänzerischer Äußerungen. Neben handschriftlichen Aufzeichnungen von Texten und Melodien kann die Bibliothek den größten Bestand an Druckwerken zum Thema Volkslied, Volksmusik, Volkstanz und Volkspoesie in Österreich vorweisen. Die Sammlung der Tondokumente erstreckt sich von Schellacks über Langspielplatten, Tonbändern und Kassetten bis zu digitalen Bändern und CD’s. Bilddokumente und Liedflugblätter ergänzen das Material. Untergebracht ist die Sammlung in den Räumen des Österreichischen Volksliedwerkes.

Mitarbeiterzahlen[Bearbeiten]

Jahr Beschäftigte in
Vollzeitäquivalenten[8]
2012 325
2010 307
2005 285
2001 282

Am Ende des Jahres 2012 hatte die Nationalbibliothek in Vollzeitäquvalenten 325 Beschäftigte, ein Jahr zuvor waren es 315.

Literatur[Bearbeiten]

  • Isabella Ackerl: Die Österreichische Nationalbibliothek. In: Bundespressedienst (Hrsg.): Schatzhäuser Österreichs, Wien 1995, S. 16 f.
  • Gabriele Mauthe: Abecedarium, ABC-Bücher, Buchstabierbüchlein – Wie und womit Kinder lesen lernten. Kostbare Beispiele aus der Österreichischen Nationalbibliothek. In: Kinderliteratur als kulturelles Gedächtnis. Beiträge zur historischen Schulbuch-, Kinder- und Jugendliteraturforschung I. Hrsg. Ernst Seibert u. S. Blumesberger Wien 2008, ISBN 978-3-7069-0489-6.
  • Österreichische Nationalbibliothek: Die Österreichische Nationalbibliothek in der Neuen Hofburg. Österreichische Nationalbibliothek, Wien (1966). ASIN B0000BSVWA
  • Verschiedene Autoren: Österreichische Nationalbibliothek. In: Österreichische Nationalbibliothek (Hrsg.): Handbuch der historischen Buchbestände in Österreich, Band 1, Hildesheim 1994, S. 37-158 (online)
Geschichte
  • Murray G. Hall und Christina Köstner: "… allerlei für die Nationalbibliothek zu ergattern …" – Eine österreichische Institution in der NS-Zeit. Wien 2006
  • Gabriele Mauthe, Christian Gastgeber: Die Direktion der Hofbibliothek zur Jahrhundertwende. Josef Ritter von Karabacek Direktor der k.k. Hofbibliothek in Wien (1899–1917); Katalog zur Ausstellung im Papyrusmuseum, Wien 1999, ISBN 3-01-000022-7.
  • Geschichte der Österreichischen Nationalbibliothek, Hrsg. von Josef Stummvoll. – Wien : Prachner. – (Museion : Neue Folge : Reihe 2, Allgemeine Veröffentlichungen ; 3)
Zu den Sammlungen
  • Herbert Hunger: Die Papyrussammlung der Österreichischen Nationalbibliothek. Ausstellungskatalog Wien 1962
  • Ida Olga Höfler: Portrait-Sammlung und Bildarchiv der Österreichischen Nationalbibliothek ehem. Familien-Fideikommiß-Bibliothek. Wien 1994
  • Marianne Jobst-Rieder: Filmplakate der Österreichischen Nationalbibliothek (1910–1955). Wien 1998

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Österreichische Nationalbibliothek – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistische Daten (Stand: 2012)
  2. Selbstauskunft auf der Website
  3. Aloys Bergenstamm: Aufschriften in Gruften, Säulen, Grundsteinen und Häusern in Wien. In: Gerhard Fischer (Hrsg.): Denn die Gestalt dieser Welt vergeht, Geschichte der Kirchen … der Stadt Wien, aufgezeichnet von dem Altertumsfreunde Aloys Bergenstamm (1754–1821), daedalus Verlag 1996, ISBN 3-900911-07-X, S 253.
  4. Provenienzforschung und Restitution onb.ac.at (Abgerufen am 1. Juni 2010)
  5. Restitution wien.orf.at, 1. Juni 2010
  6. Österreichische Nationalbibliothek restituiert erbloses NS-Raubgut (pdf; 47 kB), Gedenkfeier – Geraubte Bücher onb.ac.at, 1. Juni 2010; Übereignung an den Nationalfonds nationalfonds.org (Abgerufen am 1. Juni 2010)
  7. Google scannt Österreichs Kulturerbe auf ORF vom 20. Juni 2010, abgerufen am 30. Juni 2010; Austrian Books Online
  8. Jahresberichte.
Dies ist ein als lesenswert ausgezeichneter Artikel.
Dieser Artikel wurde am 5. September 2005 in dieser Version in die Liste der lesenswerten Artikel aufgenommen.

48.20614166666716.366266666667Koordinaten: 48° 12′ 22″ N, 16° 21′ 59″ O