Paul Falkenberg

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Dieser Artikel behandelt den deutschen Botaniker. Für den deutsch-amerikanischen Cutter Paul Victor Falkenberg siehe Paul Falkenberg (Cutter).

Paul Falkenberg (* 2. September 1848 in Berlin; † 1. November 1925 in Rostock) war ein deutscher Botaniker und Hochschullehrer. Sein botanisches Autorenkürzel lautet „Falkenb.“.

Leben[Bearbeiten]

Zoologische Station Neapel

Als Sohn eines Kasseler Stadtrats studierte Falkenberg in Berlin, Heidelberg und Göttingen. 1876 wurde er Mitglied des Corps Hildesia IV.[1]

1875 promovierte er in Göttingen zum Dr. phil..[2] 1876 für Botanik habilitiert, war er acht Jahre Privatdozent.[3] 1884 wurde er in Göttingen a.o. Professor. Von 1877 bis 1879 war er Assistent an der Zoologischen Station Neapel.

1887 wurde er auf den Lehrstuhl für Botanik der Universität Rostock berufen. Zugleich wurde er Direktor des Botanischen Gartens Rostock. Auf diesen Posten blieb Falkenberg 36 Jahre, bis er 1923 mit 75 Jahren emeritiert wurde.

Im Jahr 1888 wurde er zum Mitglied der Gelehrtengesellschaft Leopoldina gewählt.

Neben der Botanik galt sein Interesse auch der Rostocker Universitätsgeschichte. Sein um 1900 entstandenes Manuskript Die Professoren der Universität Rostock von 1600 bis 1900 ist eine wichtige Quelle des Catalogus Professorum Rostochiensium.

Ehrentaxa[Bearbeiten]

Ihm zu Ehren wurde die Gattung Falkenbergia Schmitz benannt.

Schriften[Bearbeiten]

Zusammen mit Carl Johann Friedrich Schmitz trug er das Kapitel zur Rotalgen-Familie Rhodomelaceae für Band I.2 des Werks Die natürlichen Pflanzenfamilien von Adolf Engler und Carl Prantl bei (1897 erschienen).[4] Weitere Werke:

  •  Vergleichende Untersuchungen über den Bau der Vegetationsorgane der Monocotyledonen. Stuttgart 1876.
  •  Die Rhodomelaceen des Golfes von Neapel. 1901.

Literatur[Bearbeiten]

  • Berichte der Deutschen Botanischen Gesellschaft 44 (1927), S. 88–94 (mit Schriftenverzeichnis und Portrait)
  • Wissenschaftliche Zeitschrift der Universität Rostock, Mathematisch-Naturwissenschaftliche Reihe 17 (1968), S. 269
  •  Grete Grewolls: Wer war wer in Mecklenburg und Vorpommern. Das Personenlexikon. Hinstorff Verlag, Rostock 2011, ISBN 978-3-356-01301-6, S. 2665.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Kösener Korps-Listen 1910, 76, 201
  2. Dissertation: Beiträge zur Anatomie der moncotylen Vegetationsorgane
  3. Habilitationsschrift: Ueber das sekundäre Dickenwachsthum von Mesembryanthemum
  4.  Fritz Encke, Günther Buchheim, Siegmund Seybold: Handwörterbuch der Pflanzennamen. Begründet von Robert Zander. 13. Auflage. Eugen Ulmer, Stuttgart (Hohenheim) 1984, ISBN 3-8001-5042-5. S. 670.