Pee Dee River

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Pee Dee River
Great Pee Dee River
Einzugsgebiet des Pee Dee Rivers

Einzugsgebiet des Pee Dee Rivers

Daten
Gewässerkennzahl US1251573, US1228058
Lage North und South Carolina, Vereinigte Staaten
Flusssystem Pee Dee RiverVorlage:Infobox Fluss/ABFLUSSWEG_fehlt
Ursprung Zusammenfluss von Yadkin und Uwharrie River in North Carolina
35° 22′ 51″ N, 80° 3′ 29″ W35.380833-80.058056
Mündung in die Winyah Bay des Atlantiks bei Georgetown33.361789-79.253311Koordinaten: 33° 21′ 42″ N, 79° 15′ 12″ W
33° 21′ 42″ N, 79° 15′ 12″ W33.361789-79.253311
Vorlage:Infobox Fluss/HÖHENUNTERSCHIED_fehlt
Linke Nebenflüsse Little Pee Dee River, Waccamaw River
Rechte Nebenflüsse Rocky River, Lynches River, Black River
Schiffbar unterhalb von Cheraw, South Carolina
Fischfang am Pee Dee River in Yauhannah, South Carolina

Fischfang am Pee Dee River in Yauhannah, South Carolina

Der Pee Dee River oder auch Great Pee Dee River ist ein Fluss in den Vereinigten Staaten. Er hat seinen Ursprung in den Appalachen in North Carolina, wo sein Oberlauf oberhalb der Einmündung des Uwharrie Rivers als Yadkin River bekannt ist. Der Flusslauf ist weitgehend von Dämmen zur Flutkontrolle und zur Erzeugung von Wasserkraft begleitet. Der Name des Flusses ist von den Indianerstamm der Pee Dee abgeleitet. Stamm und Fluss gaben auch den Namen für die Pee Dee genannte Region in den nordöstlichen Countys von South Carolina.

Der Fluss ist bis zur Fall Line in Cheraw (South Carolina) schiffbar und war von der Kolonialzeit an eine wichtige Handelsroute. In der Nähe der Flussmündung bei Georgetown befand bis zur Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert eines der weltgrößten Holzverarbeitungsunternehmen. Die Kiefernwälder entlang des Flusses wurden gefällt und die Stämme den Fluss herabgeflößt, wo sie geschnitten und in die nördlichen Gebiete der Vereinigten Staaten und nach Europa verschifft wurden.

Die Überschwemmungsebene am Unterlauf des Flusses wurde bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts intensiv zum Anbau von Reis genutzt. Reis war damals eines der wichtigsten Güter, die von Georgetown aus exportiert wurden. Nach dem Sezessionskrieg ging der Reisanbau durch das Ende der Sklaverei und aufgrund des gestiegenen Wettbewerbes zurück. Zwei Hurrikane zu Beginn des 20. Jahrhunderts zerstörten schließlich den Großteil der Bewässerungskanäle und zogen damit einen Schlussstrich unter den Reisanbau in der Gegend.

Heutzutage wird der Fluss nicht mehr intensiv zur Schifffahrt genutzt. Er ist jedoch immer noch eine wichtige Quelle für die Erzeugung von Energie aus Wasserkraft und für die Trinkwasserversorgung, dient aber auch zu Erholung und Freizeit. Während der Fluss in South Carolina weitgehend ungehindert durch Dämme fließen kann, existieren am Oberlauf in North Carolina mehrere Staudämme. Durch das Öffnen und Schließen der Fluttore werden starke Schwankungen der Wasserführung verursacht, was zwischen den beiden Bundesstaaten gelegentlich zu Kontroversen über die Verteilung des Wassers führte, insbesondere während Trockenperioden. In geringem Maße existiert kommerzieller Fischfang von Alosae und am Unterlauf auch von Garnelen. Für das Freizeitangeln und das Bootfahren ist der Fluss gut geeignet, weswegen es zahlreiche Bootsanleger gibt. Der Großteil des Flusses verläuft jedoch durch unberührte Wälder; entlang des Ufers wachsen vor allem Nyssa, Eichen und Nyssa sylvatica. Reiher and Alligatoren sind am Fluss weit verbreitet, gelegentlich trifft man auch auf Weißkopfseeadler.

Der Flussabschnitt unterhalb vom U.S. Highway 378 bis zur Winyah Bay ist als Scenic River ausgewiesen.[1]

Zu den Nebenflüssen gehören Lumber River, Little Pee Dee River, Lynches River, Black River und Waccamaw River. Der Fluss entleert sich in die Winyah Bay und damit in den Atlantischen Ozean.

Snow Island ist eine größere Insel an der Mündung des Lynches Rivers. Auf ihr befand sich während des Unabhängigkeitskrieges das Hauptquartier von General Francis Marion. Die Insel gewährte ihm und seiner Miliz einen sicheren Rückzugsort, da sein Camp von den Briten nicht gefunden wurde.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Designated Scenic Rivers. South Carolina Department of Nature and Ressources. Abgerufen am 25. August 2008.