Pfettisheim

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Dieser Artikel behandelt die französische Gemeinde im Département Bas-Rhin. Zum Autor einer Reimchronik über die Burgunderkriege siehe Konrad Pfettisheim.
Pfettisheim
Wappen von Pfettisheim
Pfettisheim (Frankreich)
Pfettisheim
Region Elsass
Département Bas-Rhin
Arrondissement Strasbourg-Campagne
Kanton Truchtersheim
Gemeindeverband Kochersberg.
Koordinaten 48° 40′ N, 7° 39′ O48.667.6458333333333164Koordinaten: 48° 40′ N, 7° 39′ O
Höhe 148–185 m
Fläche 4,84 km²
Einwohner 781 (1. Jan. 2011)
Bevölkerungsdichte 161 Einw./km²
Postleitzahl 67370
INSEE-Code

Mairie Pfettisheim

Pfettisheim ist eine französische Gemeinde mit 781 Einwohnern (Stand 1. Januar 2011) im Département Bas-Rhin in der Region Elsass. Sie ist Mitglied des Gemeindeverbands Kochersberg.

Geografie[Bearbeiten]

Blick auf Pfettisheim

Pfettisheim liegt im Nordosten Frankreichs im Kochersberg, elf Kilometer nordwestlich von Straßburg. Nachbargemeinden von Pfettisheim sind Truchtersheim im Westen, Berstett im Norden, Pfulgriesheim im Südosten und Wiwersheim im Südwesten. Das Gemeindegebiet umfasst 484 Hektar, die mittlere Höhe beträgt 167 Meter über dem Meeresspiegel, die Mairie steht auf einer Höhe von 164 Metern.

Pfettisheim ist einer Klimazone des Typs Cfb (nach Köppen und Geiger) zugeordnet: Warmgemäßigtes Regenklima (C), vollfeucht (f), wärmster Monat unter 22 °C, mindestens vier Monate über 10 °C (b). Es herrscht Seeklima mit gemäßigtem Sommer.[1]

Geschichte[Bearbeiten]

Pfettisheim wurde 739 zum ersten Mal erwähnt, in einer Urkunde, die die Liegenschaften des Klosters Weißenburg betrifft. Im 12. Jahrhundert taucht der Ort als Phetenesheim auf und als Pfetzenheim in einer Urkunde von 1529. In Elsässisch bedeutet pfetze „Zange“, weshalb auch das Wappen eine Zange zeigt.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2007
Einwohner 316 325 441 668 789 752 792

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Die Chapelle de la Sainte-Trinité (Kapelle der Dreifaltigkeit) stammt aus dem 3. Viertel des 17. Jahrhunderts. Ein behauener Stein im Inneren trägt die Jahreszahl 1669 und das Wappen des Bischofs. Der Friedhof ist neueren Datums, die Pfeiler am Eingang tragen das Datum 1876. Die Kapelle ist ein kleines quadratisches Gebäude mit einer halbkreisförmigen Apsis. Die beiden Kirchenfenster wurden von Tristan Ruhlmann gefertigt und zeigen das Wappen des Bischofs und das Wappen Pfettisheims.

Von der ursprünglichen Kirche Saint-Symphorien, die im 12. Jahrhundert erbaut worden war und dem Heiligen Symphorianus geweiht war, existiert nur noch der Glockenturm. Das Kirchenschiff, das im 18. Jahrhundert erbaut wurde, bildet heute den Chor. Das heutige Kirchenschiff wurde im 19. Jahrhundert erbaut. Die Sakristei ist in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts hinzugefügt worden.[2]

Wirtschaft[Bearbeiten]

Äcker und Weiden prägen das Bild der Gemeinde. Ein wichtiger Erwerbszweig der Pfettisheimois ist die Zucht von Hausrindern und Hausschweinen. Es gibt eine Molkereigenossenschaft vor Ort.[3] Einziges Geschäft ist eine Bäckerei.[1]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Pfettisheim – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Le village de Pfettisheim. In: Annuaire-Mairie.fr. Abgerufen am 5. Oktober 2012 (französisch).
  2. Eintrag Nr. 67374 in der Base Mérimée des französischen Kulturministeriums (französisch)
  3. http://www.quid.fr/communes.html?mode=detail&id=342&req=Pfettisheim&style=fiche Pfettisheim auf quid.fr (französisch), seit dem 25. März 2010 nicht mehr abrufbar.