Philip Tägert

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Philip Tägert auf der Internationalen Kulturbörse in Freiburg 2012
„Fil“ auf der Bühne beim Comedy Arts Festival in Moers (August 2012)

Philip Tägert (* 1. September 1966 im Berliner Ortsteil Tegel; Künstlername Fil, früher auch der scheue Phil, Fil the Shril oder der schaue FIL) ist ein deutscher Comiczeichner. Fil tritt auch, gemeinsam mit dem Hai Sharkey, einer Handpuppe, als Bühnenentertainer auf. Fil setzt Sharkey wie die Puppe eines Bauchredners ein, ohne jedoch Bauchredner zu sein. Diese absurde Rollenverteilung trägt einen Großteil zum Witz seiner Auftritte bei.

Leben[Bearbeiten]

Fil lebt und arbeitet in Berlin, er wuchs im Märkischen Viertel auf. Mit vierzehn Jahren veröffentlichte er seine ersten Comics und Zeichnungen in dem Berliner Stadtmagazin zitty. Nach einer abgebrochenen Ausbildung zum Kunstmaler konzentrierte Fil sich hauptsächlich auf seine Arbeit als Zeichner. Er ist allerdings mindestens genauso erfolgreich als Bühnenhumorist tätig. Strips von Fil erscheinen regelmäßig in der zitty und in der Jungle World.

Am bekanntesten sind Fils Comics über die beiden Subproletarier Dieter Kolenda und Andreas Stullkowski aus dem Märkischen Viertel, die in authentischem Berliner Dialekt unter dem Titel Didi & Stulle seit Jahren zweiwöchentlich als Einseiter in der zitty erscheinen.

Werke[Bearbeiten]

Comics[Bearbeiten]

  • Nekromantik – der Komik. Jörg Buttgereit, Berlin 1990.
  • Die ulkigsten Kommix fon Phil. Zitty-Verlag, Berlin 1990 (erweiterte Neuausgabe 1998 bei Reprodukt, Berlin).
  • Pawel Tropotkin. Erstes Buch. Opossum Verlag, Berlin 1991.
  • Stups und Krümel. Jochen Enterprises, Berlin 1993.
  • The Return Of Ernst. Jochen Enterprises, Berlin 1994.
  • Always Ultra 1. Jochen Enterprises, Berlin o. J.
  • Always Ultra 2. Jochen Enterprises, Berlin o. J.
  • Always Ultra 3. Jochen Enterprises, Berlin 1997.
  • Playmo in „The Good and the Ugly“. Moga Mobo / Dino Comics, Berlin 1999.
  • Larry Potter. Leichenpflasternseinenwegverlag, Berlin 2001.
  • Geschichten aus dem Comicgarten (zusammen mit Reinhard Kleist, Mawil, Andreas Michalke und Naatz). Berlin Comix, Berlin 2002.
  • Heftserie teufel und pistolen - abenteuer für jungen (zusammen mit Andreas Michalke, Mawil, Naatz). Berlin Comix, Berlin 2003
  • Gestatten: Fil. Berlin Comix, Berlin 2004.
  • Mit ATAK: Der Struwwelpeter: Lustige Geschichten und drollige Bilder frei nach Heinrich Hoffmann. Kein & Aber, Zürich 2009, ISBN 978-3-0369-5260-4.
  • Mit Klaus Cäsar Zehrer: Der Kackofant. Klett Kinderbuch, Leipzig 2011, ISBN 978-3-941411-33-3.
  • Mädchenworld. Zitty Verlag, Berlin 2013, ISBN 978-3-922158-78-3.

Didi & Stulle[Bearbeiten]

  • Didi & Stulle 1 – Einen drin. Reprodukt, Berlin 1998.
  • Didi & Stulle 2 – Höllenglocken. Reprodukt, Berlin 1999.
  • Didi & Stulle 3 – Sie nannten ihn Didi & Stulle. Reprodukt, Berlin 2000.
  • Didi & Stulle Economy! 1 – Einen drin. Reprodukt, Berlin 2001 (kleinformatiger Nachdruck des ersten Didi-&-Stulle-Bands, zum halben Preis, auf schlechterem Papier, mit simpleren Zeichnungen und ohne die Pointen des Originals).
  • Didi & Stulle 4 – Endstation Mars. Reprodukt, Berlin 2005.
  • Didi & Stulle 5 – Die Galgenvögel von St. Tropez. Reprodukt, Berlin 2006.
  • Didi & Stulle 5 1/2 – In der Patsche. Reprodukt, Berlin 2006.
  • Didi & Stulle 6 – Der Plan des Gott. Reprodukt, Berlin 2006.
  • Didi & Stulle 6 1/2 – Im Schwitzkasten. Reprodukt, Berlin 2007.
  • Didi & Stulle 7 – Didi: No More Mr. Nice Guy. Reprodukt, Berlin 2007.
  • Didi & Stulle 8 – Getötet vom Tod. Reprodukt, Berlin 2008.
  • Didi & Stulle 9 – Im Auftrag der Kanzlerin. Zitty Verlag, Berlin 2010.
  • Didi & Stulle 10 – Bei den Olympischen Spielen. Zitty Verlag, Berlin 2011.

CDs[Bearbeiten]

  • Drum & Bass (1999)
  • Live Against Death (1999)

DVD[Bearbeiten]

  • Die Fil & Sharkey Show (2009)

Dies und das[Bearbeiten]

  • Fil arbeitete ebenso wie Tom eine Weile an der Kasse des Berliner Comicladens „Grober Unfug“.
  • Farin Urlaub ist ein großer Fan von Didi & Stulle, wie man den FAQ auf seiner Homepage entnehmen kann. Zudem hat Fil „Krümel“ entworfen, eine kleine Puppe, die Farin Urlaub für eine Videoreihe namens „Proben zum Glück“ auf seiner Homepage verwendete, wie man dem Abspann eines der Videos entnehmen kann. Aufgrund der großen Beliebtheit bei den Fans wurde dann noch ein kleiner Dogma-Film mit dem Titel „Krümels unglaubliche Abenteuer“ nebst eigenem Soundtrack produziert; dieser steht ebenfalls auf der Seite zum kostenlosen Download bereit.
  • Fil trat im Sommer 2007 zum wiederholten Male auf dem Comicfestival München auf und nahm mit Didi & Stulle am Wettbewerb um den Independent-Comic-Preis teil.
  • Ein beliebtes Spottobjekt in Fils Bühnenshows sind Neuberliner aus Südwestdeutschland, von ihm gern „Medienschwaben“ genannt.
  • Seine Schwester Julia Tägert zeichnet ebenfalls Comics, oft in Zusammenarbeit mit Andreas Michalke.

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Philip Tägert – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien