Philip de Malpas Grey Egerton

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Sir Philip de Malpas Grey Egerton (* 13. November 1806; † 6. April 1881 in London), 10. Baronet, FRS war ein englischer Paläontologe und der Sohn von Sir Philip Grey Egerton, dem 9. Baronet.

Er wurde an den Colleges von Eton und Christ Church erzogen, und erhielt seinen BA im Jahr 1828. Noch zu Collegezeiten erwachte sein Interesse an der Geologie, angeregt von den Vorlesungen von William Buckland und durch seine Bekanntschaft mit William D. Conybeare.

Bei einer Reise durch die Schweiz mit William Cole, 3rd Earl of Enniskillen, wurden sie in Neuchâtel Louis Agassiz vorgestellt, und entschieden sich dazu, eine gemeinsame Studie über fossile Fische durchzuführen. In den nächsten 50 Jahren bauten die beiden zwei jeweils eigene Fossiliensammlungen auf. Diejenige von Philip Grey Egerton befand sich in Oulton Park in Tarporley, Cheshire. Sie wurde nach seinem Tod dem British Museum übergeben.

Egerton beschrieb zahlreiche Arten und diskutierte deren verwandtschaftliche Beziehungen zu anderen Arten in den Transactions of the Geological Society of London, im Geological Magazine und in den Decades of the Geological Survey. In Anerkennung seiner Verdienste wurde ihm 1873 die Wollaston-Medaille der Geological Society verliehen. 1831 wurde er zum Fellow of the Royal Society gewählt, und war Bevollmächtigter des British Museum. Er war außerdem Mitglied des Grillion’s Club und stellte eine Geschichte der ersten 50 Jahre des Clubs in seinem Buch Grillion's Club: From Its Origin in 1812 To Its Fiftieth Anniversary zusammen, das 1880 erschien.

Als Mitglied des House of Commons war er 1830 der Vertreter des Wahlkreises Chester, der Chester und Teile seiner Umgebung umfasst. Von 1835 bis 1868 vertrat er den Wahlkreis South in Cheshire und zwischen 1868 bis 1881 den Wahlkreis West Cheshire.

Egerton starb am 6. April 1881 in London. Ihm zu Ehren wurde die Rotstirnsibia (Actinodura egertoni) aus der Familie der Timalien benannt.

Literatur[Bearbeiten]