Pik Lenin

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Pik Lenin
Lenin peak from Sary-mogol.jpg
Höhe 7134 m
Lage Grenze Tadschikistan/Kirgisistan
Gebirge Transalaigebirge (Pamir)
Koordinaten 39° 20′ 55″ N, 72° 52′ 37″ O39.34861111111172.8769444444447134Koordinaten: 39° 20′ 55″ N, 72° 52′ 37″ O
Pik Lenin (Kirgisistan)
Pik Lenin
Erstbesteigung 25. September 1928 durch Karl Wien, Eugen Allwein und Erwin Schneider
Normalweg Hochtour

Der Pik Lenin (russisch Пик Ленина, Pik Lenina; kirgisisch Ленин Чокусу, Lenin Čokusu; tadschikisch bis 2006 Қуллаи Ленин, Qullai Lenin, ursprünglich „Mount Kaufmann“, „Pik Kaufmann“ oder „Kaufmann-Spitze“) ist der höchste Berg der Transalai-Kette im nördlichen Teil des Pamir (Zentralasien).

Mit 7134 m ist er hinter dem Pik Ismoil Somoni (früher: „Pik Stalin“ oder „Pik Kommunismus“, 7495 m) der zweithöchste Gipfel des Pamir. Zählt man auch die in der VR China liegenden Massive des Kongur und Muztagata zum Pamir hinzu, was umstritten ist, so ist er der viert- oder fünfthöchste Berg des Pamir.

Am 3. Juli 2006 gab die tadschikische Regierung laut russischen Medien bekannt, dass der Pik Lenin jetzt als Pik Unabhängigkeit (tadschikisch Қуллаи Истиқлол, Qullai Istiqlol) bezeichnet wird. Laut der Webseite des tadschikischen Präsidenten trägt er seit dem 4. Juli 2006 den Namen Pik Abuali ibni Sino (tadschikisch Қуллаи Абӯалӣ ибни Сино, Qullai Abualij ibni Sino; tadschikische Schreibweise des persischen Philosophen Avicenna)[1] und der Name Pik Unabhängigkeit bezeichnet den gut 100 km entfernten, niedrigeren Berg Pik Revolution.

Geschichte[Bearbeiten]

Der Berg wurde 1871 durch den russischen Forscher Alexei Pawlowitsch Fedtschenko „entdeckt“ und nach dem damaligen russischen Generalgouverneur von Turkestan Konstantin Petrowitsch (von) Kaufmann (russisch Kaufman) Pik Kaufmann (Pik Kaufmana) benannt.

Am 25. Juli 1928 erfolgte die Erstbesteigung von der Südseite durch Karl Wien, Eugen Allwein und Erwin Schneider ("7000er-Schneider") im Rahmen einer deutsch-sowjetischen Expedition unter der Leitung von Willi Rickmer Rickmers, Nikolai Gorbunow und Nikolai Krylenko.

Im selben Jahr wurde der Berg nach dem Führer der Oktoberrevolution Wladimir Iljitsch Lenin in Pik Lenin umbenannt.

Es existieren 16 Routen auf den Gipfel, neun über die Südseite und sieben über die Nordseite. Da einige Routen technisch nicht kompliziert sind, ist der Berg sehr beliebt und im Sommer gut besucht.

1974 verunglückte ein Team von acht Bergsteigerinnen in einem Sturm. 1990 wurden 43 Alpinisten durch eine Lawine infolge eines Erdbebens in Lager II verschüttet, darunter vier deutsche.

Der Berg ist einer der fünf auf dem Gebiet der ehemaligen UdSSR liegenden Siebentausender-Gipfel. Der Schneeleopard-Orden wird an die Bergsteiger verliehen, die alle fünf Gipfel bezwungen haben.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://www.president.tj/qaror04_297htm.htm