Pillauer Tief

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Pillau Tief in einer Seekarte von 1880

Das Pillauer Tief oder auch Pillauer Seetief ist eine Durchfahrt durch die Frische Nehrung von der Ostsee in das Frische Haff.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Zufahrt zum Frischen Haff hat sich in der Vergangenheit ständig geändert. So war dies im Mittelalter das Lochstedter Tief, weswegen auch die Burg Lochstedt angelegt wurde. Aber das Lochstedter Tiel begann 1311 schon wieder zu versanden und machte es größeren Schiffen unmöglich in das Haff und damit weiter nach Königsberg einzufahren. 1497 entstand durch eine Sturmflut das Pillauer Tief mit 550 m Länge, 360 m Breite. Diese neue Durchfahrt durch die Frische Nehrung zwischen Frischem Haff und Ostsee war nun auch wieder für die Koggen der Hanse passierbar. 1626 wurde die Durchfahrt mit der Festung Pillau gesichert. 1890 wurde dazu noch der Kaliningrader Seeschifffahrtskanal bebaut, wodurch die Schiffe nun ohne Problem nach Kaliningrad laufen können.

Literatur[Bearbeiten]

  •  Robert Albinus: Königsberg-Lexikon. Stadt und Umgebung. Flechsig, Würzburg 2002, ISBN 3-88189-441-1.
  • Carl Beckherrn: Geschichte der Befestigungen Königsbergs. Beyer, Königsberg 1890.
  • Veniami Eremeev: Koenigsberg – Kaliningrad – 750. The Monuments of Defensive Architecture. „April“ Studio, Kaliningrad 2006, ISBN 5-902949-07-6 (russisch).
  • Rainald Goetz: Festung. 3 Bände in 5 Teilbänden. Suhrkamp, Frankfurt am Main 1994, ISBN 3-518-09887-X. Jürgen Manthey: Königsberg – Geschichte einer Weltbürgerrepublik. Hanser, München 2005, ISBN 3-446-20619-1.

54.64001919.882236Koordinaten: 54° 38′ 24″ N, 19° 52′ 56″ O