Polikarpow TB-2

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Polikarpow TB-2
Typ: Schweres Bombenflugzeug
Entwurfsland: Sowjetunion 1923Sowjetunion Sowjetunion
Hersteller: OSS/Polikarpow
Erstflug: 1930
Stückzahl: 1

Die Polikarpow TB-2 (russisch Поликарпов ТБ-2) war ein schweres sowjetisches Bombenflugzeug. Sie entstand etwas später als die erfolgreiche Tupolew TB-1 und sollte diese ersetzen. Letztendlich erwies sich die TB-3 jedoch als leistungsfähiger und so kam die TB-2 nicht über das Prototypenstadium hinaus.

Entwicklung[Bearbeiten]

Die TB-2 war ein Doppeldecker mit einem im Vergleich zum Oberflügel extrem kürzeren Unterflügel, welcher auch die beiden BMW VI Lizenzmotoren M-17 trug. Sie bestand aus Holz mit einer Sperrholzbeplankung. Das Tragwerk wurde durch sehr schräge Stiele aus Rundstahl miteinander verbunden. Das Fahrwerk war starr und besaß am Heck einen Schleifsporn.

1927 begannen die Entwicklungsarbeiten unter der Bezeichnung L-2. Im Herbst 1930 nahm das Flugzeug seine Flugerprobung auf. Trotz der aerodynamisch sauberen Formgebung entsprachen die Leistungsdaten zu dieser Zeit schon nicht mehr den üblichen Standards, zudem war auch die Anderthalbdeckerauslegung bei Bombenflugzeugen dieser Größenordnung überholt, so dass dieser Flugzeugtyp nicht in Serie ging.

Das Typenkürzel TB steht für Tjaschjoly Bombardirowschtschik (Тяжёлый бомбардировщик), die russische Bezeichnung für schweres Bombenflugzeug.

Technische Daten[Bearbeiten]

Polikarpow TB-2 (Поликарпов ТБ–2)
Konstrukteur(e)    Nikolai Polikarpow
Baujahr(e)    1930
Länge    17,6 m
Flügelspannweite    27,0 m
Flügelfläche    128,0 m²
Antrieb    zwei flüssigkeitsgekühlte 12-Zylinder-Reihenmotoren M-17
Startleistung    368 kW (500 PS)
Höchstgeschwindigkeit    200 km/h
Dienstgipfelhöhe    6.800 m
Reichweite    1.180 km
Startgewicht    6.800 kg
Besatzung    5
Bombenlast    800 kg

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  •  Wadim B. Schawrow: Flugzeugkonstruktionen in den Jahren der sozialistischen Industrialisierung (3). In: Wolfgang Sellenthin (Hrsg.): Fliegerkalender der DDR 1981. Militärverlag der DDR, Berlin 1980, S. 195.