Pommerscher Greif (Verein)

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Vereinslogo des Pommerschen Greif e.V.

Der gemeinnützige Verein Pommerscher Greif e.V. ist ein genealogischer Geschichtsverein.

Geschichte[Bearbeiten]

Der Verein wurde am 30. September 2000 in Greifswald am Rande der Jahreshauptversammlung der Gesellschaft für pommersche Geschichte, Altertumskunde und Kunst e. V. gegründet. Der Name nimmt auf das Wappen Pommerns Bezug. Er versteht sich als Fortsetzung der "Pommerschen Vereinigung für Stamm- und Wappenkunde"[1], die 1923 von Martin Bethe, Stettin, aus dem Roland Dresden heraus gegründet wurde. Der Verein ist Mitglied in der Deutschen Arbeitsgemeinschaft genealogischer Verbände (DAGV), im Verein für Computergenealogie und arbeitet eng mit der Arbeitsgemeinschaft ostdeutscher Familienforscher, dem Verein für mecklenburgische Familien- und Personengeschichte e. V. (MFP), der Brandenburgische Genealogische Gesellschaft (BGG) “Roter Adler” e. V., den Pommerschen Leute, USA, den schwedischen G-Gruppen "Genealogie über die Ostsee" und der Gesellschaft für pommersche Geschichte und Altertumskunde zusammen.

Aufgaben[Bearbeiten]

Forschungsgebiet Pommern

Zweck des Vereins ist laut Satzung die Erforschung, Pflege und Förderung der Orts- und Familiengeschichte der Provinz Pommern in den Grenzen von 1939 auf der Grundlage wissenschaftlicher Methodik und Dokumentation. Er beschäftigt sich auch mit Heraldik, Namensforschung und Siegelkunde, gibt Forschungshilfen und veröffentlicht familien- und ortsgeschichtliche Arbeiten.

Eine eigene Bibliothek und ein eigenes Archiv sind in der Ostseeakademie[2] in Travemünde beheimatet, außerdem wird die dortige Akademiebibliothek von Vereinsmitgliedern ehrenamtlich betreut. Einmal im Jahr finden Forschungsseminare statt und in loser Folge werden gemeinsame Forschungsreisen organisiert. Auf seiner Internetseite bietet der Verein eine digitale Bibliothek, die Datenbank der Hufenklassifikation 1717-1719 in Hinterpommern (siehe auch Peter von Blanckensee), und die digitale Veröffentlichung der Dänischen Lustration in Schwedisch-Pommern 1717.

Der Verein hat über 450 Mitglieder,[3] auch aus Ländern, in die Pommern ausgewandert sind. Vorsitzender des Vereins von 2001 bis 2013 war Elmar Bruhn, Sohn von Max Bruhn, seit 2013 leitet Dieter Wallschläger, ein an der Universität Potsdam tätiger Hochschullehrer, den Verein.

Publikationen[Bearbeiten]

  • Sedina-Archiv, Familiengeschichtliche Mitteilungen Pommerns. (NF) (4 mal jährlich) ISSN 1610-0042
  • Materialien zur pommerschen Familien- und Ortsgeschichte. 13 Bände (Stand 2013) ISSN 1610-6091
  • Pommersche Kirchenbücher und Personenstandsregister. ISSN 1860-9481
  • Die Namen der blanckenseeschen Hufenklassifikation in Hinterpommern 1717/19. Koglin, Greifswald, 2010 ISBN 978-3-941135-35-2

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Wex: Die Organisation der Sippenforschung in Pommern in Unser Pommerland 1934 Heft 7/8, S.372-374 (online) abgerufen am 26. April.2013
  2. www.ostseeakademie.de
  3. Zum 31. Dezember 2013 waren es 471 Mitglieder. Die Pommersche Zeitung. Nr. 46/2014, S. 16.