Port St. Johns

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Port St. Johns
Port St. Johns (Südafrika)
Port St. Johns
Port St. Johns
Koordinaten 31° 37′ S, 29° 33′ O-31.62222222222229.545555555556Koordinaten: 31° 37′ S, 29° 33′ O
Basisdaten
Staat Südafrika

Provinz

Ostkap
Distrikt O.R. Tambo
Gemeinde Port St. Johns
Einwohner 6441 (2011)
Gründung 1845
Webseite www.portstjohns.org.za (englisch)

Port St. Johns (auch Port St Johns oder Umzimvubu) ist eine Stadt in der Provinz Ostkap in Südafrika. Sie liegt am Indischen Ozean und war die einzige Hafenstadt des 1994 aufgelösten, formal unabhängigen Homelands Transkei. Die Namensherkunft ist unklar.

Geographie, Klima und Geologie[Bearbeiten]

Port St. Johns liegt an der Wild Coast, einem rund 270 Kilometer langen, wenig besiedelten Küstenabschnitt. Die Stadt befindet sich an der Mündung des Mzimvubu in den Indischen Ozean. Oberhalb von Port St. Johns liegen beiderseits des Flusses die Sandsteinberge Mount Thesiger (342 Meter über dem Meeresspiegel) und Mount Sullivan (304 Meter),[1] die nach zwei britischen Offizieren benannt wurden.

Der Ort liegt im Distrikt O.R. Tambo und in der Gemeinde Port St. Johns, deren Verwaltungssitz er ist. 2011 hatte Port St. Johns 6.441 Einwohner.[2]

Das Klima ist subtropisch.

In der Nähe des Ortes befindet sich eine kleine, jedoch die wichtigste Travertinlagerstätte Südafrikas. Etwa 10 Kilometer westlich von Port St. Johns wurde das Gestein für Architekturanwendungen gewonnen.[3]

Geschichte[Bearbeiten]

Port St. Johns wurde 1845 durch den Pondokönig Faku und seinen Sohn Ndamase gegründet. 1878 wurde Port St. Johns Teil der Kapkolonie. Thesiger und Sullivan hissten aus diesem Anlass die britische Flagge in Port St. Johns. 1884 wurde das Gebiet offiziell annektiert. Mit der Gründung des autonomen Gebiets Transkei im Zuge der Homeland-Politik wurde die Stadt eine Exklave der Kapprovinz. Mit der Bildung des formal unabhängigen Staates Transkei wurde Port St. Johns 1976 Teil dieses Gebiets. 1994 kam die Stadt wie die gesamte Transkei zur Provinz Ostkap.

Wirtschaft und Verkehr[Bearbeiten]

Port St. Johns hat vor allem Bedeutung als Zentrum des Tourismus an der Wild Coast. Es gilt als beliebter Urlaubsort für Aussteiger. In der Nähe der Stadt gibt es drei Strände.

Von Mthatha im Westen und Kokstad im Norden führt die R61 bis kurz vor Port St. Johns. Von dort ist die Straße bis zur Stadt ebenfalls gut ausgebaut. Entlang der Küste führt keine Straße. Port St. Johns verfügt über einen Flugplatz.

Der Pondoland Park ist ein geplanter 500 km² großer Nationalpark, der sich von der Umzimvubumündung nordwärts bis zur Grenze der Provinz KwaZulu-Natal erstrecken soll.[4]

Flora und Fauna[Bearbeiten]

Port St. Johns ist dank des subtropischen, feuchten Klimas von immergrünen Regenwäldern umgeben.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Stadtplan, abgerufen am 5. Oktober 2012
  2. Volkszählung 2011, abgerufen am 30. Dezember 2013
  3. Travertine - Port St Johns, Eastern Cape. auf www.geoscience.org.za (englisch)
  4. Informationen zum geplanten Nationalpark (englisch), abgerufen am 17. Februar 2010