Ostkap
| Eastern Cape Ostkap |
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| Symbole | ||
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| Basisdaten | ||
| Staat | Südafrika | |
| Hauptstadt | Bhisho | |
| Fläche | 169.952 km² | |
| Einwohner | 6.527.746 (24. Oktober 2007) | |
| Dichte | 38,4 Einwohner pro km² | |
| ISO 3166-2 | ZA-EC | |
| Webauftritt | www.ecprov.gov.za (englisch) | |
| Politik | ||
| Premierministerin | Noxolo Kiviet | |
| Partei | ANC | |
Ostkap (afrikaans Oos-Kaap, englisch Eastern Cape, IsiXhosa IPhondo yaMpuma-Koloni) ist eine südafrikanische Provinz im Südosten der Republik. Sie umfasst 169.580 km² Fläche und hat 6,85 Millionen Einwohner, von denen 85 Prozent der Bevölkerungsgruppe der Xhosa angehören. Die Provinz Ostkap entstand 1994 durch die Vereinigung des Südostens der Kapprovinz mit den ehemaligen Homelands Ciskei und Transkei. Die Hauptstadt ist Bisho.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Geographie
Die größte Stadt des Ostkaps und neben East London wichtigster Industriestandort ist Port Elizabeth. Weil sich in Ostkap keine nennenswerten Bodenschätze befinden, ist die Provinz eine Region des Landes mit geringer Industrialisierung und einkommensschwachen, ländlich geprägten Siedlungen.
Die Landschaft ist über weite Strecken noch unberührt und bietet eine außerordentliche Vielfalt an morphologischen Erscheinungen und Ökosystemen, die vom Ödland der Great Karoo über den Knysna-Wald bis zum fruchtbaren Ackerland zwischen den Ebenen Little Karoo und dem Long Kloof reicht. Die Vegetation ist sehr abwechslungsreich: Es gibt sowohl Reste immergrüner außertropischer Wälder als auch Fynbos-Vegetation, Graslandschaften und Dornbusch-Savanne. Bei Hogsback und im Tsitsikamma-Nationalpark befinden sich immergrüne Wälder mit einheimischen Baumarten.
[Bearbeiten] Verkehr
[Bearbeiten] Flugverkehr
In East London, Port Elizabeth und Mthatha gibt es Binnenflughäfen. Sie werden vorrangig von Flughäfen in Kapstadt und Johannesburg angeflogen.
[Bearbeiten] Schiffsverkehr
Die größeren Hafenstädte an der Küste besitzen einen frachtfähigen Hafen. Der Schwerpunkt liegt dabei in East London und Port Elizabeth. Einen Binnenschiffsverkehr mit Frachtaufkommen gibt es nicht. Die geringe Wasserführung und einige wasserwirtschaftliche Bauwerke lassen das nicht zu.
[Bearbeiten] Straßennetz
In der Provinz Ostkap bildet heute das Straßennetz die Hauptverkehrsverbindung zwischen den Ortschaften. Das früh entstandene Eisenbahnnetz hat vergleichsweise an Bedeutung verloren. Die Nationalstraße N2 durchquert die Provinz von Südwesten nach Nordosten. Dabei verbindet sie, von Kapstadt kommend, die Städte Port Elizabeth, Grahamstown, King William’s Town, Mdantsane, East London, weiter nach Mthata, wo sie das unwegsame Gebiet der Wild Coast umfährt. Von dort verläuft sie weiter nach Kokstad in der Nachbarprovinz KwaZulu-Natal, berührt danach aber eine Exklave des Ostkap und führt weiter in Richtung Durban. Zwischen King William’s Town und East London sowie westlich von Port Elizabeth bis zur Ortschaft Thornhill ist sie als vierspurige Autobahn ausgebaut.
Die Nationalstraße N6 beginnt in East London und schafft eine Verbindung mit dem nordwestlich dieser Stadt liegenden Binnenland. Dabei berührt sie die Städte Macleantown und Stutterheim, überwindet danach die östlichen Ausläufer der Amathole-Berge, ferner Cathcart, Queenstown und den Verkehrsknotenpunkt Aliwal North. Bei letzterer Stadt überquert sie den Oranje, damit die Provinzgrenze und führt weiter nach Bloemfontein in der Provinz Freistaat.
Von Westen, aus der Region um Oudtshoorn erstreckt sich die Nationalstraße N9 über den westlichen Teil der Provinz. Sie erreicht am Ghwarriepoort (Gebirgspass) das Gebiet, führt durch relativ gering bewohnte Landschaften nach Graaff-Reinet. Danach streift sie die östlichen Ausläufer des Sneeuberg-Massivs mit der Ortschaft Bethesdaweg und erreicht danach Middelburg. Dort folgt sie kurz dem Verlauf der N10, verlässt südlich der Ortschaft Carlton das Provinzgebiet in nördliche Richtung nach Colesberg, wo sie in der N1 endet.
Aus der Provinz Nordkap über Britstown führt die Nationalstraße N10 in den westlichen Teil der Provinz Ostkap und erreicht nördlich von Middleburg ihr Gebiet. Dabei vereinigt sie sich kurz mit der N9, die sie nach dieser Stadt wieder verlässt und über Cradock bis in das küstennahe Gebiet führt. Bei der Ortschaft Ncanaha kurz vor Port Elizabeth wird sie von der N2 aufgenommen.
Das Verkehrswegenetz zwischen den Linienführungen der Nationalstraßen bilden Regionalstraßen durch teilweise unwegsame, trockene und gebirgige Gebiete. Es gibt in den abgelegenen Regionen zahlreiche unbefestigte Straßen.
[Bearbeiten] Distrikte
Die Provinz gliedert sich in folgende Distrikte und Gemeinden: [1]
| Distrikt | Gemeinden | |
|---|---|---|
| 1. | Cacadu | Baviaans , Blue Crane Route, Camdeboo, Ikwezi, Kouga, Kou-Kamma, Makana, Ndlambe, Sunday’s River Valley |
| 2. | Chris Hani | Emalahleni, Engcobo, Inkwanca, Intsika Yethu, Inxuba Yethemba, Lukhanji, Sakhisizwe, Tsolwana |
| 3. | Joe Gqabi | Elundini, Gariep, Maletswai, Senqu |
| 4. | Alfred Nzo | Umzimvubu, Matatiele |
| 5. | O.R. Tambo | King Sabata Dalindyebo, Nyandeni, Ngquza Hill, Mbizana, Mhlontlo, Port St. Johns, Ntabankulu |
| 6. | Amathole | Amahlathi, Buffalo City, Great Kei, Mbhashe, Mnquma, Ngqushwa, Nkonkobe, Nxuba |
| 7. | Nelson Mandela Bay Municipality |
[Bearbeiten] Städte (Auswahl)
- Alice
- Aliwal North
- East London
- Grahamstown
- King William’s Town
- Mthatha
- Port Alfred
- Port Elizabeth
- Queenstown
- Somerset East
- Uitenhage
[Bearbeiten] Hochschuleinrichtungen
[Bearbeiten] Nationalparks und Naturschutzgebiete
[Bearbeiten] Persönlichkeiten
Die alte Universitätsstadt Grahamstown mit Bischofssitz, das ehemalige britische Verwaltungszentrum King William’s Town sowie die Hafenstädte East London und Port Elizabeth sowie weitere Orte waren und sind die Wirkungsstätten vieler für Südafrika historisch bedeutsamer Persönlichkeiten. Zu ihnen zählen der deutschstämmige Naturforscher Selmar Schönland, sein Sohn Basil Schonland, der preußische Offizier Richard von Stutterheim, die Entdeckerin Marjorie Courtenay-Latimer, die Missionare James Stewart und Jane Elizabeth Waterston sowie der Künstler Churchill Madikida und der Musiker Alex van Heerden.
Viele bekannte Persönlichkeiten der Anti-Apartheidsbewegung, wie Nelson Mandela, Govan Mbeki und Thabo Mbeki, Walter Sisulu, ferner Chris Hani, Steve Biko und Albertina Sisulu stammen aus dieser Provinz, da auf ihrem Gebiet die früheren Homelands Ciskei und Transkei lagen, traditionelle Siedlungsgebiete der Xhosa. Auch andere Bürgerrechtler, wie Allan Hendrickse, wurden im Ostkap geboren.
[Bearbeiten] Galerie
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Straße R63 bei Middledrift im ehemaligen Homeland Ciskei, Blick nach Norden
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Tal des Tyhume River am Fuß der Amathole-Berge
[Bearbeiten] Weblinks
- Seite der Provinzverwaltung (englisch)
[Bearbeiten] Einzelnachweise
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