Push-Medien

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Als Push-Medien werden Medien bezeichnet, bei denen der Informationsfluss vom Sender gesteuert wird und der Kommunikationsfluss primär in einer Richtung (unidirektional) vom Sender zum Empfänger verläuft. Der Begriff Push stammt im Bereich des strategischen Denkens ursprünglich aus dem Marketing, wo die verschiedenen Verkaufs- und Werbestrategien als Push- bzw. Pull-Marketing (von engl. to push: stoßen, schieben, drücken) bezeichnet werden.

Rundfunk und Fernsehen sind beispielsweise Push-Medien, da der Kommunikationsfluss hier unidirektional verläuft. Im Gegensatz dazu ist das Internet und speziell das WWW in erster Linie ein Pull-Medium, weil der Nutzer etwas anfordert. Aber auch hier gibt es Push-Verfahren, nämlich dort, wo Inhaltsanbieter (Content-Provider) unbestellte Werbung an den Nutzer senden. Die Push-Technologie wird außerdem in der Kommunikationswelt, zum Beispiel bei Funktelefonen, eingesetzt und ist dort seit etwa Anfang 2000 als „push message“ (Push-Nachrichten) bekannt. Der Push-Charakter des Fernsehens geht andererseits beim interaktiven Fernsehen wegen des Rückkanals graduell zurück.

Mitte der 90er Jahre wurde versucht, das Push-Prinzip im Internet einzuführen, um den Rezipienten von der Notwendigkeit zu Entscheidungen und eigener Aktivität zu entlasten. Netscape führte bereits früh das so genannte Server Push ein, bei dem der Web-Server gezielt Informationen an den Client, also den Web-Browser des Surfers, senden konnte, ohne dass dieser aktiv werden musste. Unter dem Schlagwort des Webcasting entwickelten sich ab Frühjahr 1997 verschiedene Push-Verfahren, welche die regelmäßige und automatisierte Zustellung von personalisierten, das heißt vorselektierten und aufbereiteten Informationen auch im Internet ermöglichen sollten; im Kontext des WWW spricht man dann von Kanälen (Channels).

Schon eine Announcement- oder Newsletter-Mail, die auf einmaligen Wunsch dem Interessenten regelmäßig zugestellt wird, ist ein Push-Medium, ähnlich dem Abonnement einer Zeitung. Auch E-Mail-Marketing oder UCE kann als Push-Medium bezeichnet werden, da der Nutzer dabei nicht aktiv werden muss bzw. gar nicht ohne weiteres ausweichen kann.

Seit etwa Sommer 1998 gilt Push als Anti-Trend; Prognosen wie jene des Magazins Wired, nach denen Push-Dienste in kurzer Zeit die Web-Browser verdrängen würden, erwiesen sich damit als falsch.

Im Push-Bereich aktive Unternehmen wie Marimba, Backweb und Pointcast reagierten dementsprechend und suchten sich Firmenkunden als neue Klientel. Diese sollen Push-Software in ihren Intranets als Alternative zu herkömmlichen E-Mail-Systemen einsetzen (Push-Server).

So benutzt Blackberry das Konzept zur Versorgung der mobilen Endgeräte (Clients), also z. B. den Empfang von E-Mail. Auch Apple verwendet diese Technik über den Service namens iCloud (ehemals MobileMe). Dabei werden nicht nur E-Mails, sondern auch Kontakte und Kalenderdaten übertragen. Wenn eine Internetverbindung nicht möglich ist, lassen sich die Daten auch über SMS kapseln (Binär-SMS).

Als Pushkurse werden Nachrichten über den Verlauf von Wertpapierkursen verstanden, die regelmäßig, oft sogar in Realtime auf einen Empfänger des Nutzers gesendet werden.

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