Quartier des Batignolles

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Édouard Manet: Place Clichy

Les Batignolles, früher eine eigenständige ländliche Gemeinde im Norden von Paris, ist seit 1860 das 67. der 80 Quartiers der Stadt und gehört zum 17. Arrondissement.

Lage[Bearbeiten]

Das Quartier ist im Süden begrenzt durch den Boulevard des Batignolles, im Südwesten durch die Rue de Levis und die Rue de Tocqueville, im Norden durch den Boulevard Périphérique, und im Osten durch die Rue Lemercier, die Rue de la Condamine und die Avenue de Clichy.

Das ehemalige Dorf endete im Nordwesten an der heutigen Rue Cardinet, reichte aber im Osten jenseits des Boulevard de Clichy weit über die Grenzen des heutigen Quartiers hinaus bis weit in das jetzige 18. Arrondissement. Es umfasste fast das gesamte gegenwärtig "Les Epinettes" genannte Quartier, mit Ausnahme des nördlich der heutigen Rue Ernest Roche gelegenen Gebietes und erstreckte sich im Osten bis in das 18. Arrondissement. Dort bildeten die frühere Route départementale n° 36 (heute Rue Marcadet) und die Gipsbergwerke, über denen 1825 der Cimetière de Montmartre angelegt wurde, die Grenze zu der Gemeinde Montmartre.

Geschichte[Bearbeiten]

Unklar ist die Bedeutung des Namens Batignolles. Vermutlich leitet sich der Name vom lateinischen batillus ‚die Mühle‘ ab. Der Ursprung könnte aber auch aus dem Provenzalischen kommen, wo bastidiole so viel wie kleines Landhaus bedeutet. Die Gemeinde hatte um 1830 zusammen mit dem benachbarten Monceau nicht mehr als 3.500 Einwohner. Das bis dahin von Clichy aus verwaltete Les Batignolles wurde durch ein Dekret des Napoléon III. am 1. Januar 1860 zu Paris eingemeindet. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts siedelten sich im Quartier des Batignolles zahlreiche Künstler an. Hierzu zählten der Schriftsteller Stéphane Mallarmé und der Maler Édouard Manet. Ein bekannter Künstlertreffpunkt jener Zeit war das Café Guerbois in der Avenue Clichy Nr. 9 und die Künstler, die sich dort trafen, wurden auch als Groupe des Batignolles bezeichnet. Henri Fantin-Latour nannte sein Gruppenporträt mit Manet und seinen Künstlerfreunden Un atelier aux Batignolles (1870).

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Im Zentrum des Quartier des Batignolles befindet sich die Kirche Sainte-Marie des Batignolles, die am nördlichen Ende der Rue des Batignolles liegt. Direkt hinter der Kirche befindet sich der Square des Batignolles.

Söhne und Töchter von Les Batignolles[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

48.88752.3166666666667Koordinaten: 48° 53′ 15″ N, 2° 19′ 0″ O