Quo vadis?

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Dieser Artikel behandelt die christliche Phrase quo vadis, zu anderen Bedeutungen siehe Quo Vadis (Begriffsklärung).
Domine, quo vadis?
Gemälde von Annibale Carracci, 1602
Kirche „Quo Vadis” an der Via Appia

Quo vadis? ist eine lateinische Phrase mit der Bedeutung „Wohin gehst du?“. Den apokryphen Petrusakten nach begegnete der Apostel Petrus auf seiner Flucht aus Rom Christus und fragte ihn „Quo vadis, Domine?“ („Wohin gehst du, Herr?“) und erhielt zur Antwort „Venio Romam iterum crucifigi.“ („Nach Rom, um mich erneut kreuzigen zu lassen“). Daraufhin kehrte Petrus um, wurde in Rom gefangengenommen und gekreuzigt. Diese Situation wird in den apokryphen Akten des Paulus und der Thekla beschrieben.

Um diese Legende rankt sich der Roman Quo Vadis des polnischen Schriftstellers Henryk Sienkiewicz sowie die darauf basierende US-amerikanische Verfilmung aus dem Jahr 1951, ebenfalls mit dem Titel Quo vadis?. 2001 entstand eine polnische Filmversion von Filmregisseur Jerzy Kawalerowicz. Im Jahre 2005 wurde für die Antikenfestspiele Trier ein gleichnamiges Musical komponiert, das am 16. Juni uraufgeführt wurde.

An der Via Appia in Rom, außerhalb der Porta San Sebastiano, wo die legendäre Begebenheit stattgefunden haben soll, steht heute die Kirche Domine, Quo Vadis. Hier wird neben der Kopie eines angeblichen Fußabdrucks Jesu auch eine Büste Sienkiewicz' gezeigt.

[Bearbeiten] Umgangssprachlicher Gebrauch

Im Alltag wird die Phrase „quo vadis“ oft im Sinne von „Wohin soll das noch führen?” oder „Wie soll das weitergehen?” verwendet.

[Bearbeiten] Siehe auch

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