Feliks Nowowiejski

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Büste von Feliks Nowowiejski vor dem „Haus der Meereskultur“ in Gdańsk, ul. Marynarki Polskiej 15
Feliks-Nowowiejski-Museum (Geburtshaus von Feliks Nowowiejski) in Wartenburg an der Stelle, wo das einstöckige Haus seiner Familie stand (später aufgestockt)
Gedenktafel am Feliks-Nowowiejski-Museum in Wartenburg

Feliks Nowowiejski (* 7. Februar 1877 in Wartenburg (Ermland); † 18. Januar 1946 in Poznań) war ein polnischer Komponist, Dirigent, Organist, Musiklehrer und Päpstlicher Kammerherr.

Kindheit, Schulausbildung[Bearbeiten]

Feliks Nowowiejski wurde als fünftes Kind von insgesamt elf Geschwistern geboren. Sein Vater, Franz Adam Nowowiejski, 1830 in Wartenburg/Ermland geboren, hatte polnische Wurzeln (sein Großvater, Jan Nowowiejski, 1730 in Wartenburg geboren, hatte seinerzeit die Polin, Anna Jablonska aus Tulawki/Polen, geheiratet). Er war in Wartenburg Schneidermeister mit eigener Werkstatt und führte dort auch eine Volksbücherei mit polnischen Büchern. Die Mutter Katharina Falk (* 1847), die zweite Ehefrau von Franz Adam Nowowiejski, war eine Deutsche aus dem Nachbardorf Wuttrienen. Während der Vater sich für das Polentum in Ermland engagiert einsetzte und auch Leiter des örtlichen polnischen Kulturvereins war, zeigte die Mutter, u. a. als Pianistin im Familienkreis, ein großes Interesse für die Kunst. Durch gemeinschaftlichen Gesang von landläufigen Volksliedern sowie Vortragen von Gedichten bekannter Dichterfürsten aus Polen und Deutschland als auch eigene, selbstgereimte Verse förderte sie das wohl von ihr geerbte große musische Talent ihres Sohnes Feliks. Trotz polnisch-patriotischer Einstellung des Vaters sprachen die Kinder besser Deutsch als Polnisch. So konnte Feliks selbst vor seiner Berliner Zeit sich schriftlich nur in Deutsch ausdrücken.

Nowowiejskis Familie lebte schon über mehrere Generationen im Ermland. 1883 wurde Feliks Nowowiejski Schüler der Elementarschule in Wartenburg (im Pfarrhaus der St. Anna-Kirche). Wegen seines musikalischen Talents – er komponierte schon mit 10 Jahren sein erstes Klavierstück (eine Suite von einfachen klassischen und zeitgenössischen Tänzen für Klavier: Polonaise, Menuett, Polka, Walzer, Galopp, Mazurka und Krakowiak) - kam er 1887 auf die Klosterschule in Heiligenlinde, wo er in Harmonielehre unterrichtet wurde und Geige, Cello, Waldhorn, Klavier und Orgel spielen lernte. Die Ausbildung konnte er jedoch nicht abschließen, da er bald allein für den Unterhalt seiner Familie zu sorgen hatte. Im Jahr 1893 übersiedelte die Familie verarmt (Bankrott der väterlichen Werkstatt) nach Allenstein.

Berufsleben - Musikstudium - künstlerisches Schaffen[Bearbeiten]

Feliks Nowowiejski wurde im Jahr 1893 als Violinist beim Preußischen Grenadier-Regiment-Orchester in Allenstein angestellt, wodurch er in der Lage war, für den Lebensunterhalt seiner Eltern und seiner Geschwister zu sorgen. Dort komponierte er Musikstücke für Militärkapellen und Liebhaberorchester. Dank eines Kompositionspreises für seinen Marsch Pod sztandarem pokoju (Unter dem Banner des Friedens) konnte er vom 1. April bis September 1898 am Stern'schen Konservatorium Berlin studieren. Von 1898 bis 1900 bekleidete er die Organistenstelle an der St.-Jakobus-Kirche in Allenstein. Nachdem er mit einem weiteren Musikpreis ausgezeichnet worden war, absolvierte er von 15. Januar bis 16. April 1900 einen Dreimonatskurs an der Kirchenmusikschule Regensburg, um Kontrapunkt, den Palestrinastil und Gregorianischen Choral zu studieren. Danach studierte er in Berlin am Stern’schen Musikkonservatorium Theorie und Kontrapunkt bei Ludwig Bussler, Komposition bei Wilhelm Taubert und Gradus ad Parnassum bei Heinrich Bellermann und vervollkommnete sich gleichzeitig im Orgelspiel bei Otto Dienel sowie im Orchester bei Gustav Hollaender.

Nachdem er eine Kantate an die Königliche Akademie der Künste (Berlin) eingesandt hatte, wurde er in die Meisterklasse für klassische Komposition unter Max Bruch aufgenommen (1900–1902). Gleichzeitig nahm er ein Studium der Musikwissenschaft und der Ästhetik an der Friedrich-Wilhelm-Universität in Berlin auf. In Berlin kam er in Kontakt mit polnischen Intellektuellen und entwickelte einen starken polnischen Patriotismus, der sich später oftmals in seinen Werken widerspiegelte (z.B. in Ermländische Motive, Rota, Polnische Brautwerbung oder Quo vadis).

Seine erste Auszeichnung mit dem Giacomo-Meyerbeer-Preis erhielt Nowowiejski im Jahr 1902 für sein Oratorium Powrót syna marnotrawnego (Heimkehr des verlorenen Sohnes). Von den 000000000004500.00000000004.500 Mark Preisgeld finanzierte er eine Studienreise durch Deutschland, Böhmen, Mähren, Österreich, Italien, Afrika, Frankreich und Belgien, auf der er unter anderem Antonin Dvorak, Gustav Mahler, Camille Saint-Saëns, Pietro Mascagni und Ruggero Leoncavallo kennenlernte. 1903 erhielt Nowowiejski den Ludwig-van-Beethoven-Preis für seine Ouvertüre Swaty polskie (Polnische Brautwerbung) und 1904 zum zweiten Mal den Giacomo-Meyerbeer-Preis für seine Sinfonien in a-Moll (die er später zurückzog) und h-Moll (Nr. 1). Mit diesem Preisgeld setzte er sein Studium bei Max Bruch fort. Er war Kompositionslehrer und Chordirigent, gleichzeitig Organist und Chorleiter an der St.-Hedwigs-Kathedrale in Berlin und danach dort an der Dominikanerkirche „St. Paulus“. 1907 gewann er den Kompositionswettbewerb in Lemberg mit dem Lied „Żałobny pochód Kościuszki na Wawel“ (Trauerzug des T. Kościuszkos - poln. General und Nationalheld - zum Wawel). 1907 komponierte er das große Oratorium Quo Vadis, das nach der Uraufführung am 22. Oktober 1909 in Amsterdam in mehr als 150 Städten in Europa, Nord- und Südamerika aufgeführt wurde und seinen Weltruf begründete.

Im Jahr 1909 kehrte Nowowiejski nach Polen (Herzogtum Warschau) zurück und ließ sich in Krakau nieder, wo er als Direktor der Krakauer Musikgesellschaft fungierte. Gleichzeitig war er Organist und Kapellmeister der Warschauer Symphoniekonzerte. Am 15. Juli 1910 versammelten sich zum 500. Jahrestag der Schlacht bei Tannenberg die Krakauer auf dem Matejko-Platz und stimmten unter Nowowiejskis Leitung Maria Konopnickas Rota an, ein Gedicht gegen die Germanisierung der Polen, dass Nowowiejski vertont hatte. 1910 erhielt Nowowiejski beim Kompositionswettbewerb in Lemberg, anlässlich des 100. Geburtstages von Frederic Chopin, den ersten Preis für sein Sololied Zagasły już... (Erloschen). Im März 1911 heiratete Nowowiejski in Kraków-Wawel die Krakauer Musikstudentin Elżbieta Mironow-Mirocka; die Eheleute bekamen die Tochter Wanda und vier Söhne Feliks, Kazimierz, Adam und Jan. 1914 erhielt er für sein Chorwerk Danae den Lemberger Musikpreis.

Aufgrund zunehmender Anfeindungen in Polen zog Nowowiejski nach Ausbruch des Ersten Weltkriegs in das Deutsche Reich nach Berlin zurück. Er wurde zum Kriegsdienst eingezogen, schwor den Eid auf den Kaiser Wilhelm II. und diente als Kapellmeister im örtlichen Militärorchester. Nach der Beendigung des Ersten Weltkrieges ließ er sich im Jahr 1918 in Poznań nieder und war dort als Dozent an der Ignacy-Jan-Paderewski-Musikakademie Posen, Komponist, Dirigent und Chorleiter tätig. Seine Auftritte als Redner beim Abstimmungswahlkampf des Plebiszites von 1920 im Ermland und Masuren zeugten von seinem erstarkten polnischen Patriotismus. Dadurch kam es zum Zerwürfnis mit seinem Lehrer Max Bruch, der erfolgreich dazu aufrief, Nowowiejski und dessen Musik zu boykottieren. Nowowiejski geriet in Deutschland mehr und mehr in Vergessenheit; seine Musik wurde nicht mehr in Veranstaltungsprogramme aufgenommen. Im Jahr 1935 erhielt er für seine zahlreichen religiösen Werke von Papst Pius XI. den Titel eines Päpstlichen Kammerherrn verliehen. Ein Jahr später bekam er den polnischen Orden Polonia Restituta.

Zu Beginn des Polenfeldzug 1939 versteckte er sich bei den Schwestern des Elisabeth-Krankenhauses in Poznań und flüchtete anschließend nach Krakau; zuvor hatte er eine kurzzeitige Internierung erlebt wegen Verdacht der Spionage für Russland (aufgrund der Denunzierung eines Passanten). Nach dem Zweiten Weltkrieg, als die Volksrepublik Polen die ehemaligen deutschen Ostprovinzen, u.a. Posen und Teile Ostpreußens, in ihr Staatsgebiet eingegliedert hatte, wurde Nowowiejski wegen seiner pro-polnischen Einstellung und den polnischen Themen vieler seiner Musikwerke als Pole angesehen, weshalb er wiederholt gewürdigt wurde - z. B. in Poznań: Feliks-Nowowiejski-Museum; in Bydgoszcz: Feliks-Nowowiejski-Musikakademie; Olsztyn: Feliks-Nowowiejski-Symphonie-Orchester; Rota-Melodie als Glockenspiel vom Rathausturm; Barczewo: Feliks-Nowowiejski-Museum in seinem Geburtshaus, jährliche Feliks-Nowowiejski-Chorkonzerte in der St. Anna-Kirche.

Lebensende[Bearbeiten]

Nach einem schweren Schlaganfall im Dezember 1941 beendete er seine Laufbahn als Musiker. Kurz nach Kriegsende 1945 kehrte er nach Poznań zurück, wo er am 18. Januar 1946 verstarb. Seine letzte Ruhestätte (Ehrengrab) fand er in der Krypta der Verdienten der St.-Adalbert-Kirche in Poznań.

Durch die Kriegswirren sind einige seiner Musikstücke verschollen bzw. unwiederbringlich verloren gegangen. Einige seiner Kompositionen gelangten erst Jahre nach seinem Tod an die Öffentlichkeit. Erst nach dem Zweiten Weltkrieg erfuhr Nowowiejski auch in Deutschland langsam wieder Anerkennung; seine Werke wurden wieder in die Programme großer Musikveranstaltungen aufgenommen. In Berlin-Moabit wurde an der Dominikanerkirche St.Paulus eine Gedenktafel angebracht. Von bekannten Interpreten, z. B. Rudolf Innig, gibt es zahlreiche CD-Einspielungen seiner Musikstücke u. a. alle der insgesamt neun großen Orgel-Symphonien. Aufführungen seine Werke fanden statt z. B. in Rostock 1959 (Oper Vineta), in Düsseldorf 1998 (Quo vadis), in Berlin, v. 9. - 11. Okt. 2009, beim „Feliks-Nowowiejski-Festival“ ( Orgel-Konzerte in der St. Pauluskirche, Ev. Kaiser-Gedächtniskirche u. St. Johannis-Basilika sowie Vortragsabend mit Klavierkonzert im Polnischen Haus-Polonicum ), in Fulda 2012 ("Quo vadis", anlässlich des Domjubiläums "300 Jahre Dom zu Fulda" ) und in Bad Homburg 2012 (Quo vadis). Großes Orgel-Konzert 2013 in Krefeld ( Lutherkirche, Organist Rudolf Innig ) u. a. mit der IV. Symphonie von F. Nowowiejski. Felix NOWOWIEJSKI-Festival Berlin-Warschau 2014 ( v. 7. - 28.September 2014 ), Konzerte in BERLIN ( 7. Sept. 2014, 20.00 h, in Pauluskirche; 14. Sept. 2014, 19.30 h, in St. Matthiaskirche; 21. Sept.2014, 20.00 h, in St.Matthiaskirche; 28. Sept. 2014, 19.30 h, in Ludwigkirche ), Konzerte in WARSCHAU ( 7. Sept. 2014, 19.30 h, in Allerheiligenkirche; 14.Sept. 2014, 20.00 Uhr, in Heiligkreuzkirche; 21. Sept. 2014, 19.30 h, in Allerheiligenkirche; 28. Sept. 2014,20.00 h, in Heiligkreuzkirche ).

Werke (Auswahl)[Bearbeiten]

  • Pod sztandarem pokoju (Unter dem Banner des Friedens), Marsch 1898. Erster Preis in London - aus der Reihe der deutschen Märsche u.a. Unter den Schwingen des deutschen Aars, Deutscher Stolz, Zeppelin-Marsch
  • Powrót syna marnotrawnego (Heimkehr des verlorenen Sohnes), Oratorium 1901. Erstaufführung in Heiligenlinde am 11. Mai 1993. Giacomo-Meyerbeer-Preis 1902.
  • Swaty polskie (Polnische Brautwerbung), Ouvertüre ( " meinem teuren Meister, Max Bruch, in Verehrung und Dankbarkeit gewidmet! " ), 1903 Beethovenpreis;
  • Symphonische Dichtungen op.17: Nr. 1 Beatrycze 1903, Nr. 2 Nina i Pergolesi 1905, Nr. 3 Śmierć Ellenai 1915.
  • Quo vadis (Wohin gehst Du?), Oratorium 1903. Für Bass, Bariton, Sopran, Chor, Sinfonieorchester und Orgel. Libretto von Antonie Jüngst, 1843-1918, basierend auf einen Roman von Henryk Sienkiewicz. Szenen: I. Brand Roms, Auf dem Forum Romanum; II. a) Marsch der Pretorianer, b) Der Oberste Pretorianer; III. Die nächtliche Versammlung von Christen in den Katakomben; IV. Die Via Appia-Vision von Christus vor Petrus; V. Finale. Uraufführung am 4. Mai 1907 in Aussig, zweite Uraufführung nach einer Neubearbeitung am 22. Oktober 1909 in Amsterdam. Bis 1939 kam es in Europa, Nord- und Südamerika sowie Australien zu mehr als 200 Aufführungen.
  • Znalezienie Świętego Krzyża (Das Finden des hl. Kreuzes), 1905 Oratorium mit dem berühmten Parce Domine (Herr, verschone mich); Libretto: Arno Herolask, Erst-Aufführung am 11. April 1906 in Lemberg
  • Kantate für Chor, Orchester und Orgel, Erster Preis beim Musikwettbewerb in Avondale-Chicago 1907
  • Żałobny pochód Kościuszki na Wawel. (Trauerzug mit dem Leichnam des Kościuszkos, poln. General und Nationalheld, zum Wawel), Op. 25, Nr. 2, Komposition für Männer-Chor und Kapelle, Erster Lemberg-Preis 1907
  • Rota (Der Eid), patriotisches Lied 1910.
  • Zagasły już... (Erloschen), Op. 16, Nr. 1, Sololied mit Klavier (Erster Lemberg-Preis 1910)
  • Danae (Danaë, Geliebte von Zeus und Mutter des Heroen Perseus), Op. 29, Nr. 3, Komp. für Männer-Chor und Kapelle (Erster Lemberg-Preis 1914)
  • Emigranci (Emigranten), Oper 1917.
  • Jas Zakochany ( verliebter Jas((Johann)) ) , Chormusik.
  • Marsylianka wielkopolska 1919.
  • Dumka - Klagelied um die gefallenen Soldaten
  • " Dumka o Wisle, op. 23, Nr 2/Dumka obout the Vistula River,
  • Polka czeska, op. 2,, Nr. 3,/Ckzech Polka;
  • Walczyk modrookiej Tereni, op 2, Nr.4/Little Waltz for Blue-Eyed Terenia;
  • Legenda Bałtyku (Ostseelegende vom Untergang der sagenhaften Stadt Vineta - Entwürfe/Fragmente unter Titel Castelletto, Compas, Vineta und Busola), Oper 1924, Erstaufführung am 28. November 1924 in Poznań
  • Król wichrów (König der Winde - Entwürfe/Fragmente unter Titel "Lily", "Tatra", "Leluja" 1926/27), Ballett-Oper 1925, Erstaufführung 1928 in Poznań,
  • Malowanki Ludowe (Volksgemälde), Ballet-Oper 1925. Erstaufführung 1928 in Poznań.
  • Violinkonzert op. 55
  • Klavierkonzert op. 60
  • Fünf Sinfonien:
  • Nr. I, op.52, Praca i rytm, 1938;
  • Nr. II, op. 53 Symfonia Białowieska, 1939/40;
  • Nr. III, in h-Moll, op.12 Siedem barw Iris. Erster Meyerbeer-Preis 1904;
  • Nr. IV, in a-Moll, op.58 Symfonia pokoju, für 3 Gesangsolisten, Sprecher, gemischten Chor und Orchester, Text: Jan Kasprowicz und Leopold Staff, 1004;
  • Nr. V, in a-Moll, u. a. " Erster Meyerbeer-Preis 1904 "( später zurückgezogen );
  • Neun große Orgelsinfonien op. 45 ( 1. a-Moll, 2. g-Moll, 3. a-Moll, 4. d-Moll , 5. e-Moll, 6. a-Moll, 7. "Disputa" A-Dur, 8. Mors mea-Funeralia mea c-Dur u. 9. f-Moll ), ca. 1929-31 ( v. F. N. selbst als sein musikalisches Testament bezeichnet ); z.B. die 9. Orgel-Symphonie in Gedenken bzw. Verehrung von Ludwig van Beethoven, 1931;
  • Missa pro Pace (Messe für den Frieden), 1935.
  • Vier Orgelkonzerte op. 56, ca. 1930-40
  • In Paradisum für Orgel, op. 61, 1941.
  • Kompass, Oper, vollendet 1925, bisher nicht veröffentlicht
  • Ondraszek (benannt nach dem Räuber und Volkshelden Ondraszek der Mährisch-Schlesischen Beskiden), Oper, wahrscheinlich 1939;
  • Preludium " Dla tych, ktorzy mnie kochaja "/" For those who love me ";
  • Preludium " Dzwony ", op. 20, Nr. 3/ Prelude " Bells ";
  • Legenda Kaszuba (Legende Kaschubes), Komische Oper 1933. Libretto von Gustaw Morcinek nach einem Buch von Hieronim Derdowski (1852-1902). Ein Lied daraus ist die inoffizielle "kaschubische Hymne".
  • Mysterium Kreuz mit Psalm 136, unvollendetes Oratorium
  • Orgel- und Klavierwerke
  • Vokalwerke (einschl. ca. 600 Lieder)
  • Hymn to Baltykuz, op. 42/Hymn to the Baltic Sea (Hymne der polnischen Flotte),
  • "Aria Domanjaz" z opery " Legenda Baltyku, op. 28/ Doman`s Aria from the opera " The Legend of the Baltic Sea ";
  • Ballada As-dur, op. 20, Nr. 1/ Ballad in A Flat Major;
  • Vokalmusik " Friede, schönstes Glück der Erde! ", Opus 31/5;

Auszeichnungen/Ehrungen[Bearbeiten]

  • 1889 Erster Preis beim Musik-Wettbewerb in London - für "Unter der Flagge des Friedens ";
  • 1899 British-Musicain-Siegespreis;
  • 1902 Großer Giacomo Meyerbeer-Preis (Stipendium von 4500 Mark) - für das Oratorium "Die Heimkehr des verlorenen Sohnes" und eine romantische Ouvertüre;
  • 1903 Erster Preis beim Beethoven-Paderewski-Wettbewerb - für die Ouvertüre "Polnische Brautwerbung";
  • 1904 Großer Giacomo Meyerbeer-Preis (Stipendium von 4500 Mark) zum wiederholten Male - für die "Symphonien a-moll und h-moll";
  • 1907 Erster Preis beim Musik-Wettbewerb in Avondale-Chicago - für die "Kantate für Chor, Orchester und Orgel";
  • 1907 Erster Preis beim Kompositions-Wettbewerb in Lemberg - für den "Trauerzug Kościuszkos zum Wawel";
  • 1908 Aufnahme ins Weltjahrbuch 1908: Nowowiejskis ungewöhnliches Talent, seine Beharrlichkeit, sein Streben wie auch sein Zielbewußtsein, seine ernste Auffassung dieses Zieles und die bisherigen Resultate bezeugen uns, dass wir es hier mit einem Künstler von Gottes Gnaden, mit einem nicht nur berufenen, sondern außergewöhnlichen Meister zu tun haben.;
  • 1909 Spontane Schenkung des Diamantringes seitens der holländischen Königin Wilhelmina an F. N. unmittelbar nach der Uraufführung seines Oratoriums " Quo vadis " in Amterdamm als Anerkennung seines Musikschaffens;
  • 1910 Erster Preis beim Kompositionswettbewerb in Lemberg anlässlich des 100. Geburtstags von Frédéric Chopin, für sein Lied Zagasły już;
  • 1914 Lemberger Musikpreis für die Chor-Musik "Danaë";
  • 1931 Ehrenmitgliedschaft der Organ Music Society London;
  • 1931 Erster Preis beim Musikwettbewerb in London - für seine "9. Orgel-Symphonie";
  • 1933 Erster Preis beim Musikwettbewerb des Meeresfest in Gdynia 1933;
  • 1935 Titel eines Päpstlichen Kammerherrn - für seine religiösen Werke, darunter die Missa pro pace (Messe für den Frieden), verliehen von Papst Pius XI.;
  • 1935 Polnischer Staatspreis für Musik (National Music-Award);
  • 1936 Orden Polonia Restituta;
  • 1936 Ehrennadel der Polnischen Föderation der Chor- und Instrumental-Ensembles
  • 1945 wurde die Stadt Wartenburg für ein Jahr nach F. N. umbenannt in " N o w o w i e j s k " - erst danach erhielt sie aus politischen Gründen den Namen BARCZEWO.
  • 1961 In seinem Geburtshaus in BARCZEWO( Wartenburg ) befindet sich seit diesem Jahr das Feliks-Nowowiejski-Museum mit Gedenktafel. Es besitzt viele wertvolle, originale Stücke aus dem Leben und Werk Nowowiejskis: Klaviere, Möbel, Manuskripte und Dokumente. Es dient außerdem kulturellen und pädagogischen Aktivitäten. Auch eine Straße und die Grundschule in seinem Geburtsort wurde nach ihm benannt ( im Schulvorhof steht sein Denkmal, eine Büste aus Granit auf einer 1,5 m hohen vierkantigen Steinsäule ). Seit 2002 findet in Barczewo, in der Anna-Kirche, jährlich das Internationale Chormusik-Festival Feliks Nowowiejski (Międzynarodowy Festiwal Muzyki Chóralnej im. Feliksa Nowowiejskiego) statt. Vom dortigen Rathausturm erklingt über die Dächer der Stadt hinweg, täglich um 12.00 Uhr, die Ermland-Hymne ( Melodie v. F.N. ) von einem Tonträger über Lautsprecher ( Glockenspiel des Rathauses von Allenstein ).
  • 1996 wurde in Poznan (Posen) die "Feliks Nowowiejski-Gesellschaft" gegründet. Zudem wurde in dieser Stadt eine Straße nach Feliks Nowowiejski benannt. In der Kassenhalle der dortigen Oper hängt eine F. Nowowiejski-Erinnerungstafel mit Hinweis auf seine bekanntesten Werke: Oratorium " Quo vadis ", Oper " Legenda Baltyku (Ostsee-Legende/Vineta)", Marsch-Musik "Pokuju (Unter dem Banner des Friedens)" und Lied " Roty (Der Schwur) ". In seinem ehemaligen Wohnhaus dieser Stadt befindet sich seit 7. Februar 2008 das Feliks-Nowowiejski-Museum Posen. An dem Museumsgebäude hängt eine Gedenktafel zum 100-jährigen Jubiläum der Rota-Uraufführung. In Poznan findet seit 1994 alle fünf Jahre der Internationale Feliks-Nowowiejski-Orgelwettbewerb statt mit Vergabe des "Feliks-Nowowiejski-Musikpreises", Veranstalter ist die Feliks-Nowowiejski-Gesellschaft Posen in Zusammenarbeit mit der Musikakademie Posen.
  • Nach dem Komponisten sind u.a. die Musikschulen in Szczecin (Stettin), Gdansk (Danzig), die Staatliche Musikschule Danzig, die „Musikschule F. Nowowiejski“ in Zgorzelec (Görlitz), die Musikakademie Bydgoszcz (Bromberg)sowie Chor und Orchester der Ermland-Masuren-Philharmonie benannt. Auch allgemeinbildende Schulen in Polen, von Grundschulen (z.B. in Ketrzyn (Rastenburg)) bis hin zu Gymnasien (z. B. in Braniewo (Braunsberg)) sowie Straßen und Plätze tragen seinen Namen, so z. B. in Gdynia (Gdingen) die " Feliks-Nowowiejski-Promenade" (1522 m langer und 10 m breiter Ostseeufer-Boulevard mit parallel verlaufender Inlineskaterbahn sowie Fahrradweg, Teil der Rennstrecke "Tour de Pologne", eine Sehenswürdigkeit).
  • In Danzig-Nowyport, vor dem " Haus der Meeres-Kultur ", steht ein F.-Nowowiejski-Denkmal (Büste auf einer 1,50 m hohen Vierkantstele).
  • Neben der Basilika in Zwieta Lipka (Heiligenlinde) befindet sich ein Gedenkstein zu Ehren von Feliks Nowowiejski (1,70 hoher Findling mit einer Marmortafel, Aufschrift: Feliks Nowowiejski, 1877-1946, Komponist, war hier von 1887-1893 Klosterschüler).
  • Am Gebäude in Olsztyn (Allenstein), ul. Pieniesznego 18 (ehem. Wilhelmstr.), heute Sprachenschule, hängt eine kunstvolle Gedenktafel für F. N. (u. a. Kopf-Relief, Noten und Text v. Ermland-Lied) mit dem Hinweis, dass er von 1893 - 1900 hier mit seiner Familie seine Wohnung hatte. Auch im Vorraum des Rathauses zu Olsztyn befindet sich eine Gedenktafel zur Ehre von F. N. als Komponist der Ermland-Hymne O Warmio moja miła.
  • In Swinoujscie (Swinemünde), am Gebäude der "Direktion Swinoujskisch Spa" (Kurortverwaltung) befindet sich eine imposante "Feliks-Nowowiejski-Gedenktafel" (Kupfertafel mit Kopfrelief im Lorbeerkranz). Erstmals in diesem Kurort 1910 hatte F. N. in diesem Haus einen mehrwöchigen Urlaub verbracht und den Reiz der "Legende Vineta" erfahren, die ihn 1924 zur Komposition der Oper "Legende of the Baltic" veranlasste. Die Hauptmelodie dieses Werkes, die "Hymne to the Baltic Sea" (eine Komposition von 1919 in Swinemünde) erklingt dreimal täglich vom Glockenturm des alten Rathauses (heute Museum für Hochsee-Fischerei) dieser kulturreichen Küstenstadt.
  • In Berlin-Moabit, an der Dominikanerkirche St. Paulus, hängt eine Feliks-Nowowiejski-Gedenktafel - u. a. mit dem Hinweis (...)"hier lebte und arbeitete F. N. (...); mit seinem in Berlin entstandenen Oratorium „Quo vadis„ erlangte er Weltruhm".

Trivia[Bearbeiten]

Seine Melodie zum Lied Rota wird als Glockenspiel der 37 Glocken zu jeder vollen Stunde vom 82 Meter hohen Turm des Rechtsstädtischen Rathauses in Danzig weit über die Dächer der Stadt zu Gehör gebracht. Die Melodie zur Ermlandhymne O Warmio moja miła (O Du mein liebes Ermland) wird seit dem 22. Januar 1969, täglich, am 31. Dezember auch um Mitternacht, vom Turm des Rathauses in Olsztyn als Hejnał zu Gehör gebracht (erstmals bereits am 28. Oktober 1947 mit Trompete geblasen). Bei der Übersendung des in Noten gefassten Gedichts an den Text-Autor schrieb F. Nowowiejski: „Ich habe das Liedchen mit ganzem Herzen komponiert, gedenkend der lieben, teuren Heimat, wo mehr inneres, wahres Glück herrscht als anderswo!“ Auch vom Rathaus in Barzcewo ( Wartenburg ) erklingt über die Dächer dieser Stadt, täglich um 12.oo Uhr, diese Melodie ( Glockenspiel des Rathauses Allenstein ) von einem Tonträger über Lautsprecher. Vom Glockenturm des alten Rathauses in SWINOUJSCIE ( Swinemünde ) erklingt ( Chorgesang ) weithin über Stadt und Hafen dreimal täglich das Lied " Hymne to the Baltic Sea ", die Hauptmelodie seiner Oper " Legende of the Baltic ".

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Feliks Nowowiejski – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Literatur[Bearbeiten]

  • Noten und Audiodateien von Feliks Nowowiejski im International Music Score Library Project .
  • Alexander Schwab: Felix Nowowiejski. Komponist aus Wartenburg. In: Heimatjahrbuch Landkreis Allenstein. Nr. 28/1997, S. 129–130.
  • Arthur Dette: Felix Nowowiejski, Wartenburger Komponist. In: Heimatjahrbuch Landkreis Allenstein. Nr. 42/2011, S. 114–116.
  • Felix Nowowiejski. In: Ludwig Finscher (Hrsg.): Die Musik in Geschichte und Gegenwart. Verlag Bärenreiter, Kassel 2004.
  • Felix Nowowiejski. In: Lexikon der Orgel. Laaber-Verlag, Laaber 2011.
  • John Boehm: Felix Adam (Nowowiejski), ein Künstler und Pädagoge. Dissertation, Uniwersytet Warmińsko-Mazurski, Olsztyn 1985.
  • Stefan Keym: Feliks Nowowiejski zwischen Berliner Akademie und Polonia. In: Symphonie. Kulturtransfer-Untersuchung zum Studienaufenthalt polnischer Komponisten in Deutschland. Habilitationsschrift, Universität Leipzig 2008.
  • Ireniusz Wyrwa: Problematyka wykonawcza utworow organowych Feliksa Nowowiejskiego. (Die Orgelmusik von Feliks Nowowiejski). Dissertation, Universität Lublin 2011.
  • Magdalena Adamek-Kurgan: The unknown Face of Feliks Nowowiejski – The Piano Works. (Die unbekannte Seite von Feliks Nowowiejski – die Piano-Werke). 2008, ISBN 978-3-639-07913-5.
  • Krzysztof D. Szatrawski: Literackie i symboliczne inspiracje Poematu symfonicznego „Śmierć Ellenai” op.17 nr 3 Feliksa Nowowiejskiego, [in:] Poematy symfoniczne Feliksa Nowowiejskiego.Rekonstrukcja i reinterpretacja spuścizny rękopiśmiennej kompozytora. (Hrsg. K. D. Szatrawski) Barczewo 2007, S.23-34.
  • Krzysztof D. Szatrawski: Fundament ideowy i kształt artystyczny „Śpiewnika morskiego” Feliksa Nowowiejskiego, [in:] Patriotyczne i religijne źródła twórczości Feliksa Nowowiejskiego. (Hrsg. K. D. Szatrawski) Barczewo 2008, S.45-60.
  • Krzysztof D. Szatrawski: Romantyzm i romantyczność Fryderyka Chopina i Feliksa Nowowiejskiego, [in:] Kultura muzyczna polskiego romantyzmu. W 200-lecie urodzin Fryderyka Chopina i w 100-lecie powstania „Roty” Feliksa Nowowiejskiego. (Hrsg. K. D. Szatrawski) Barczewo 2010, S.37-48.
  • Krzysztof D. Szatrawski: Cichy patron – promocja muzyki Feliksa Nowowiejskiego w działalności Szkoły Muzycznej im. Fryderyka Chopina w Olsztynie, [in:] Edukacja i uczestnictwo w kulturze muzycznej. (Hrsg. K. D. Szatrawski) Barczewo 2011, S.67-84.
  • Krzysztof D. Szatrawski: Popularny i niedoceniony. Wokół amerykańskiego debiutu Feliksa Nowowiejskiego, [in:] Od pieśni do symfonii. Artystyczne i społeczne konteksty twórczości Feliksa Nowowiejskiego. (Hrsg. K. D. Szatrawski) Barczewo 2013, S.71-88.
  • Krzysztof D. Szatrawski: Feliks Nowowiejski - Polnischer Komponist aus Ermland. Borussia, Kultura, Historia, Literatura. Halbjahresschrift des Vereins der Kulturgemeinschaft "Borussia" in Allenstein/Olsztyn 1999 Nr. 18-19. S.396-406.
  • " Feliks Nowowiejski " - Bayrisches Musikerlexikon online, 2009;