Trier

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Dieser Artikel behandelt die Stadt Trier. Zu anderen Bedeutungen von Trier siehe Trier (Begriffsklärung).
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Trier
Trier
Deutschlandkarte, Position der Stadt Trier hervorgehoben
49.75966.6439137Koordinaten: 49° 46′ N, 6° 39′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Höhe: 137 m ü. NHN
Fläche: 117,13 km²
Einwohner: 106.544 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 910 Einwohner je km²
Postleitzahlen: 54290–54296 (außer 54291)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/PLZ enthält Text
Vorwahl: 0651
Kfz-Kennzeichen: TR
Gemeindeschlüssel: 07 2 11 000
Stadtgliederung: 19 Ortsbezirke
Adresse der
Stadtverwaltung:
Am Augustinerhof
54290 Trier
Webpräsenz: www.trier.de
Oberbürgermeister: Klaus Jensen (SPD)
Lage von Trier in Rheinland-Pfalz
Niederlande Belgien Frankreich Luxemburg Baden-Württemberg Hessen Nordrhein-Westfalen Saarland Frankenthal (Pfalz) Kaiserslautern Koblenz Landau in der Pfalz Landau in der Pfalz Ludwigshafen am Rhein Mainz Pirmasens Speyer Trier Worms Zweibrücken Landkreis Ahrweiler Landkreis Altenkirchen (Westerwald) Landkreis Alzey-Worms Landkreis Bad Dürkheim Landkreis Bad Kreuznach Landkreis Bernkastel-Wittlich Landkreis Birkenfeld Landkreis Cochem-Zell Donnersbergkreis Eifelkreis Bitburg-Prüm Landkreis Germersheim Landkreis Kaiserslautern Landkreis Kusel Landkreis Mainz-Bingen Landkreis Mayen-Koblenz Neustadt an der Weinstraße Landkreis Neuwied Rhein-Hunsrück-Kreis Rhein-Lahn-Kreis Rhein-Pfalz-Kreis Landkreis Südliche Weinstraße Landkreis Südwestpfalz Landkreis Trier-Saarburg Landkreis Vulkaneifel WesterwaldkreisKarte
Über dieses Bild
Porta Nigra
Innenstadt, Blick vom Petrisberg aus
Kornmarkt

Trier (französisch Trèves, luxemburgisch Tréier) ist als kreisfreie Stadt im Westen des Landes Rheinland-Pfalz dessen viertgrößte Stadt hinter Mainz, Ludwigshafen am Rhein und Koblenz.

Trier ist Sitz einer Universität, einer Hochschule, der Verwaltung des Landkreises Trier-Saarburg, der Verwaltung der Verbandsgemeinde Trier-Land, der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD, bis 1999 Bezirksregierung Trier), mehrerer Dienststellen des Landesuntersuchungsamtes (LUA) und einer römisch-katholischen Diözese (Bistum Trier, das älteste nördlich der Alpen).

Die Stadt wurde vor mehr als 2000 Jahren unter dem Namen Augusta Treverorum (ab der zweiten Hälfte des 3. Jahrhunderts Treveris) gegründet und beansprucht den Titel der ältesten Stadt Deutschlands für sich. Trier beruft sich hierbei auf die längste Geschichte als bereits von den Römern anerkannte Stadt, im Gegensatz zu einer Siedlung oder einem Heerlager.

Die Römischen Baudenkmäler in Trier, bestehend aus Amphitheater, Barbarathermen, Kaiserthermen, Konstantinbasilika, Porta Nigra, Römerbrücke, Igeler Säule, Dom sowie die Liebfrauenkirche zählen seit 1986 zum UNESCO-Weltkulturerbe.

Geographie[Bearbeiten]

Trier liegt in der Mitte einer Talweitung des mittleren Moseltals mit dem Hauptteil am rechten Ufer des Flusses. Bewaldete und zum Teil mit Weinbergen besetzte Hänge steigen zu den Hochflächen des Hunsrücks im Südosten und der Eifel im Nordwesten an. Die Grenze zum Großherzogtum Luxemburg ist etwa 15 km (Wasserbillig) entfernt. Nächstgrößere Städte sind Saarbrücken, etwa 80 Kilometer südöstlich, und Koblenz, etwa 100 Kilometer nordöstlich, sowie die luxemburgische Hauptstadt Luxemburg etwa 50 Kilometer westlich von Trier. Aufgrund des überwiegend ländlichen Umlands hat Trier ein – für seine Größe – relativ großes Einzugsgebiet, welches sich aus großen Teilen von Mosel, Saar, Eifel und Hunsrück zusammensetzt.

Die Höhenlage von Trier erstreckt sich von 124 m über NN. auf der Mosel kurz vor Schweich bis auf 427 m über NN. auf dem Kuppensteiner Wild bei Trier-Irsch. Die mittlere Höhe, gemessen am Hauptmarkt in Trier, beträgt 137 m über NN.

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Die kreisfreie Stadt Trier ist vollständig vom Landkreis Trier-Saarburg umschlossen. In unmittelbarer Nähe, nur wenige Kilometer entfernt, befinden sich außerdem der Eifelkreis Bitburg-Prüm und der Landkreis Bernkastel-Wittlich.

Nachbargemeinden sind im Uhrzeigersinn (beginnend im Norden):

Stadtgliederung[Bearbeiten]

Parkstraße im Bezirk Nord

Das Stadtgebiet von Trier gliedert sich in 19 Ortsbezirke.[2] In jedem Ortsbezirk gibt es einen aus 9 bis 15 Mitgliedern bestehenden Ortsbeirat und einen Ortsvorsteher. Die Ortsbeiräte sind zu wichtigen, den Ortsbezirk betreffenden Angelegenheiten anzuhören. Die endgültige Entscheidung über eine Maßnahme obliegt dem Stadtrat. Die Ortsbeiräte können auch im Rahmen eines ihnen zugeteilten Budgets über kleinere Maßnahmen im Ortsbezirk selbständig entscheiden.

Ortsbezirke mit Fläche und Einwohnerzahl (Erst- und Zweitwohnsitz):

Ortsbezirk
mit amtlicher Nummer und zugehörigen Stadtteilen
Fläche
in ha
Einwohner
31. Dez. 2006
Einwohner
31. Dez. 2013
11 Mitte/Gartenfeld (Altstadt, Gartenfeld) 297,8 12.648 12.256
12 Nord (Nells Ländchen, Maximin) 376,9 14.256 13.628
13 Süd (St. Barbara, St. Matthias) 172,2 9.409 9.386
21 Ehrang/Quint 2.613,4 9.397 9.133
22 Pfalzel 235,0 3.558 3.543
23 Biewer 518,6 1.985 1.860
24 Ruwer/Eitelsbach (Kenner Flur) 916,7 3.142 3.020
31 West/Pallien 848,8 7.117 7.053
32 Euren (Herresthal) 1.318,9 4.116 4.271
33 Zewen (Oberkirch) 749,6 3.695 3.564
41 Olewig 310,0 3.312 3.076
42 Kürenz (Alt-Kürenz, Neu-Kürenz, Petrisberg) 582,5 8.578 9.567
43 Tarforst (Alt-Tarforst, Trimmelter Hof) 418,4 6.827 6.688
44 Filsch 160,1 830 836
45 Irsch 408,2 2.410 2.290
46 Kernscheid 376,8 999 936
51 Feyen/Weismark 509,5 5.845 5.866
52 Heiligkreuz (Alt-Heiligkreuz, Neu-Heiligkreuz) 203,6 6.766 6.676
53 Mariahof 704,0 3.212 3.031
Summe: 11.721,0 108.102 106.680

Klima[Bearbeiten]

Die Stadt befindet sich in der gemäßigten Klimazone. Die durchschnittliche Jahrestemperatur beträgt 9,3 Grad Celsius und die mittlere jährliche Niederschlagsmenge 719 Millimeter. Die wärmsten Monate sind Juni bis August mit durchschnittlich 16,1 bis 17,8 Grad Celsius und die kältesten Dezember bis Februar mit 0,6 bis 1,6 Grad Celsius im Mittel. Im Sommer ist es im Tal sehr heiß und schwül. Der meiste Niederschlag fällt von Juni bis August mit durchschnittlich 70 bis 80 Millimeter, der geringste im März mit 37 Millimeter im Mittel. Die Niederschläge liegen im mittleren Drittel der in Deutschland erfassten Werte. An 52 % der Messstationen des Deutschen Wetterdienstes werden niedrigere Werte registriert. Im November fallen 1,4 mal mehr Niederschläge als im April. Die Niederschläge variieren nur minimal und sind extrem gleichmäßig übers Jahr verteilt. An nur 1 % der Messstationen werden niedrigere jahreszeitliche Schwankungen registriert als in Trier.

Trier
Klimadiagramm
J F M A M J J A S O N D
 
 
62
 
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2
 
 
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5
0
Temperatur in °C,  Niederschlag in mm
Quelle: DWD; wetterkontor.de
Monatliche Durchschnittstemperaturen und -niederschläge für Trier
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Max. Temperatur (°C) 3,7 5,3 9,8 13,7 18,6 21,3 23,8 23,9 19,5 13,7 7,4 4,7 Ø 13,8
Min. Temperatur (°C) −0,9 −0,8 2,0 4,0 8,2 11,1 13,0 12,8 9,8 6,3 2,3 0,4 Ø 5,7
Niederschlag (mm) 62,3 52,0 60,8 52,0 67,0 68,0 72,3 59,6 62,2 70,5 70,7 76,8 Σ 774,2
Sonnenstunden (h/d) 1,4 2,5 3,7 5,1 6,6 6,7 7,3 6,5 4,9 3,3 1,6 1,3 Ø 4,3
Regentage (d) 12,2 9,7 11,6 9,4 11,3 11,2 10,2 8,4 9,1 10,5 11,6 12,3 Σ 127,5
Luftfeuchtigkeit (%) 87 81 76 71 71 72 71 74 79 84 87 87 Ø 78,3
T
e
m
p
e
r
a
t
u
r
3,7
−0,9
5,3
−0,8
9,8
2,0
13,7
4,0
18,6
8,2
21,3
11,1
23,8
13,0
23,9
12,8
19,5
9,8
13,7
6,3
7,4
2,3
4,7
0,4
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
N
i
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d
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r
s
c
h
l
a
g
62,3
52,0
60,8
52,0
67,0
68,0
72,3
59,6
62,2
70,5
70,7
76,8
  Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez

Raumplanung[Bearbeiten]

Mit rund 106.000 Einwohnern steht Trier nach Mainz, Ludwigshafen am Rhein und Koblenz an vierter Stelle unter den Großstädten des Bundeslandes Rheinland-Pfalz. Bundesweit steht die Stadt an der 74. Stelle unter den Großstädten in Deutschland. In Rheinland-Pfalz bildet sie eines der fünf Oberzentren mit den Mittelzentren Bernkastel-Kues, Bitburg, Daun, Gerolstein, Hermeskeil, Konz, Neuerburg, Prüm, Saarburg, Traben-Trarbach und Wittlich.

In der Stadt Trier gibt es einen starken Nachfrageüberhang nach Miet- und Eigentumswohnungen: Deutschlandweit gab es in Trier gemäß einer Erhebung des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) zwischen 2005 und 2010 die höchste Mietsteigerung. Der Landkreis Trier-Saarburg liegt bei dem bundesweiten Ranking mit 13,4 Prozent Mietzinssteigerung auf Platz drei. Ursache dieser Entwicklung ist die geographische Nähe Triers zu Luxemburg.[3]

Geschichte[Bearbeiten]

Trier ist eine von den Römern gegründete Stadt und hieß ursprünglich Augusta Treverorum. Daher auch der heutige Name Trier.

Vorgeschichte[Bearbeiten]

Stadtmodell der römischen Kaiserstadt Augusta Treverorum im 4. Jahrhundert n. Chr. (von der Porta Nigra aus gesehen)

Nach der Gründungssage Triers, die erstmals 1105 in den Gesta Treverorum schriftlich aufgezeichnet wurde, soll Trebeta, der Sohn des Assyrerkönigs Ninus, Trier 1300 Jahre vor der Entstehung Roms gegründet haben. Dies wäre etwa 2050 v. Chr. gewesen. Darauf weist auch die Inschrift aus dem Jahre 1684 am Roten Haus am Trierer Hauptmarkt hin: „ANTE ROMAM TREVERIS STETIT ANNIS MILLE TRECENTIS. PERSTET ET AETERNA PACE FRUATUR.“ („Vor Rom stand Trier tausenddreihundert Jahre. Möge es weiter bestehen und sich eines ewigen Friedens erfreuen.“)

Durch Funde im Stadtgebiet können bandkeramische Siedlungen aus der älteren Jungsteinzeit nachgewiesen werden, die darauf hindeuten, dass im Trierer Tal schon im 3. Jahrtausend v. Chr. Menschen lebten. Jedoch kann man in dieser Zeit hier noch keine städtische Ansiedlung erwarten.

Seit den letzten vorchristlichen Jahrhunderten siedelten Angehörige des keltischen Stammes der Treverer auf dem heutigen Stadtgebiet.

Römisches Reich[Bearbeiten]

Hauptartikel: Augusta Treverorum

Barbarathermen in Trier-Mitte

Nach gesicherten Quellen ist die Stadt Trier römischen Ursprungs: Zu Füßen eines 30 v. Chr. errichteten und nach wenigen Monaten wieder aufgegebenen Militärlagers auf dem Petrisberg gründeten die Römer spätestens im Jahre 16 v. Chr. die Stadt Augusta Treverorum (Stadt des Augustus im Land der Treverer). Die Ehre, nach Augustus benannt zu werden, wurde ansonsten nur Autun (Augustodunum) in Gallien/Frankreich, Augsburg und Augst in der Nordschweiz zuteil. Unter Kaiser Claudius kam der Zusatz Colonia hinzu – Colonia Augusta Treverorum. Bauwerke wie die Barbarathermen, das Amphitheater und die 6,4 Kilometer lange Stadtmauer mit dem bis heute erhaltenen nördlichen Stadttor, der Porta Nigra, zeugen vom Reichtum und von der großen Bedeutung, die die Stadt bis zum Ende des 2. Jahrhunderts erlangte.

Frühestens in der zweiten Hälfte des dritten Jahrhunderts wurde Trier Bischofssitz; erster Bischof war Eucharius. Von 271 bis 274 war die Stadt Residenz des gallo-römischen Gegenkaisers Tetricus I. Im Jahr 275 wurde Trier durch den Alamanneneinfall zerstört. Von 293 bis 392 war die nun Treveris genannte Stadt eine der Residenzen der römischen Kaiser im Westen (siehe auch Spätantike).

Unter der Herrschaft Konstantins des Großen (306–337) wurde die Stadt wieder aufgebaut und Gebäude wie die Palastaula (die heutige Konstantinbasilika) und die Kaiserthermen errichtet. 326 wurden Teile der privaten Wohnpaläste der kaiserlichen Familie zu einer großen Doppelbasilika verändert und erweitert, deren Reste heute noch zum Teil im Bereich des Doms und der Liebfrauenkirche erkennbar sind. Ab 318 war Trier Sitz der Gallischen Präfektur, einer der zwei obersten Behörden im Westen des Römischen Reiches. 328 bis 340 residierte Kaiser Konstantin II. hier. Von 367 bis 392 war Trier unter Valentinian I., Gratian, Magnus Maximus und Valentinian II. erneut Regierungssitz des Römischen Reiches und gleichzeitig mit 80.000 bis 100.000 Einwohnern die größte Stadt nördlich der Alpen. 407, kurz nach dem Einfall der Vandalen, Alanen und Sueben in Gallien, wurde die Gallische Präfektur nach Arles an die Rhône verlegt. Im 5. Jahrhundert wurde Trier wiederholt, vermutlich um 413 und 421 von den Franken sowie 451 von den Hunnen unter Attila erobert. Rheinische Franken bemächtigten sich um 455 der Metropole, verloren sie aber wenige Jahre später wieder. Um 475 wurde die Stadt, die zwischenzeitlich von Arbogast dem Jüngeren verwaltet wurde, endgültig von den Franken eingenommen.[4]

Mittelalter[Bearbeiten]

Dreikönigenhaus“, mittelalterliches Wohngebäude

Ende des 5. Jahrhunderts kam Trier unter die Herrschaft der Franken. Im Jahr 882 wurde Trier bei einem Raubzug der Wikinger erobert und nahezu vollständig zerstört. 892 wurde Trier ein zweites Mal von den Wikingern heimgesucht und erneut gebrandschatzt. Durch den Vertrag von Verdun Lothringen zugeschlagen, wurde es unter Heinrich I. 925 dem Ostfrankenreich einverleibt. Zunächst wurde die Stadt von den Grafen des Triergaus, seit 902, als die Grafengewalt an die Erzbischöfe überging, vom Vogt des Erzstifts verwaltet; seit 1149 führte sie ein Siegel. Seit dem 10. Jahrhundert strebte Trier danach, reichsunmittelbar zu werden. 1212 erhielt die Stadt von Kaiser Otto IV. einen Freibrief, den Konrad IV. bestätigte. 1309 musste sie jedoch erneut die Gerichtsbarkeit des Erzbischofs anerkennen, der damals der bedeutende Balduin von Luxemburg war (siehe auch Kurfürstentum Trier). Ihr Status als erzbischöfliche Stadt wurde 1364 von Kaiser Karl IV. und 1580 vom Reichskammergericht bestätigt; das Streben nach der Reichsunmittelbarkeit scheiterte allerdings 1583 endgültig. Bis zum Ende des alten Reichs blieb die Stadt Hauptstadt – wenn auch nicht Residenz – des nach ihr benannten Kurstaats. An ihrer Spitze stand ein Schöffengericht, das 1443 vom Erzbischof Jakob I. von Sierck durch Einsetzung zweier Bürgermeister ergänzt wurde. Im Jahr 1473 kamen Kaiser Friedrich III. und Herzog Karl der Kühne von Burgund in Trier zusammen. Im gleichen Jahr wurde in Trier eine Universität gestiftet, die 1797 unter Napoleon aufgehoben wurde.

Nachdem Ende des 10. Jahrhunderts zunächst der Dombering befestigt worden war, befestigten Erzbischof Theoderich I. und sein Nachfolger Arnold II. im 13. Jahrhundert die Stadt durch Mauern. Der Gürtel, der dem heutigen Alleenring entsprach, umfasste etwa 138 Hektar.

Neuzeit bis nach dem Ersten Weltkrieg[Bearbeiten]

1512 fand in Trier ein Reichstag statt, auf welchem die Einteilung der Reichskreise endgültig festgelegt wurde. Im Dreißigjährigen Krieg wurde Trier zweimal erobert, 1634 von den Spaniern, am 18. November 1645 von den Franzosen unter Turenne.

Stich von M. Merian von 1646, weitgehend Zustand von ca. 1548 nach einer Zeichnung von Simon Reichwein[5]
Karte von Nicolas de Fer (1692): Trier und Umgebung unter französischer Besatzung

Im Krieg zwischen dem französischen König Ludwig XIV. gegen die Generalstaaten bemühte sich der Trierer Kurfürst Karl Kaspar von der Leyen erfolglos, neutral zu bleiben. Nach einmonatiger Belagerung nahmen französische Truppen die Stadt am 8. September 1673 ein. Die französische Kriegsleitung entschied zu Beginn des folgenden Jahres, Trier zu befestigen. Unter dem französischen Kommandanten von Trier, Peter Graf von Vignory (Pierre Comte de Vignory), wurden bis 1675 vor der Stadt – mit Ausnahme der weiter entfernt gelegenen Benediktinerabtei St. Matthias – sämtliche Klöster und Stifte (Reichsabtei St. Maximin, Stift St. Paulin, Kloster St. Alban, Kloster St. Barbara, Kloster Löwenbrücken; unter von Vignorys Nachfolger auch Kloster St. Marien), andere Gebäude (Barbarathermen und Marienkirche an der Römerbrücke) und selbst Bäume der Klöster niedergerissen. 1675 gelang es, die Stadt von den den Trierern verhassten französischen Truppen zu befreien.

Erneute französische Besetzungen der Stadt folgten 1684, 1688, 1702/04 und 1705/14.[6]

Im 17. Jahrhundert verlegten die Erzbischöfe und Kurfürsten von Trier ihre Residenz in das Schloss Philippsburg in Ehrenbreitstein bei Koblenz.

Lithografie: Trier um 1897
Trier um 1900

Während des Ersten Koalitionskrieges gegen Frankreich wurde Trier im September 1792, von dem österreichischen General Anton Joseph von Brentano-Cimaroli erfolgreich verteidigt. Dabei zog sich der Offizier infolge seines selbstlosen Einsatzes schwere Verletzungen zu, woran er im Januar 1793 starb. Dennoch besetzten Französische Revolutionstruppen am 9. August 1794 die Stadt und blieben nun dauerhaft.

Im Frieden von Campo Formio (1797) erkannte Kaiser Franz II. den Rhein als Ostgrenze Frankreichs an. Die linksrheinischen Gebiete wurden durch Regierungskommissar François Joseph Rudler in vier Départements aufgeteilt: In das Département de la Sarre mit der Hauptstadt Trier, das Département Mont-Tonnerre (Donnersberg) mit der Hauptstadt Mainz, das Département Rhin-et-Moselle (Koblenz) und das Département de la Roer (Aachen). Trier erhielt durch die Besetzung Zugang zu den französischen Märkten.

Durch den Frieden von Lunéville (1801) gehörten die linksrheinischen Gebiete nun auch völkerrechtlich zu Frankreich. Damit erhielten die Bewohner Triers die französische Staatsbürgerschaft und alle damit verbundenen Rechte. Nach der Unterdrückung während der Besatzungszeit seit 1794 folgte nun eine Phase des inneren Friedens und wirtschaftlichen Aufschwungs. 1803 wurde der Appellationsgerichtshof als oberstes Gericht für die vier Départements in Trier eingerichtet.

Um die Jahrhundertwende wurden unter der französischen Herrschaft fast alle der zahlreichen Klöster und Stifte der Stadt aufgehoben. Neben der Säkularisierung der Klosterfunktionen wurde daraufhin ein beachtlicher Teil der alten Bausubstanz – Klöster, aber auch Kirchen und Kapellen – abgerissen. Die Niederlegungen erfolgten teilweise sofort, teilweise im weiteren Verlauf des 19. Jahrhunderts, wenn sich keine Nutzung mehr für die Klostergebäude fand und Neubauten geplant wurden.

Im Zuge der Befreiungskriege wurde Trier am 6. Januar 1814 von preußischen Truppen eingenommen. Seit dem Wiener Kongress 1815 gehörte Trier zu Preußen. Die tiefkatholische Stadtbevölkerung und die protestantischen Herrscher standen sich noch über Jahrzehnte mit wenigen Sympathien gegenüber.

Französische Truppen räumen Trier (Juni 1930)

Im 19. Jahrhundert wuchs Trier schließlich über seine mittelalterliche Stadtmauer hinaus. Die Mauer blieb jedoch vorerst noch von Bedeutung, da an den Toren die 1820 eingeführte „Mahl- und Schlachtsteuer“ – die Haupteinnahmequelle der Stadt – auf alle nach Trier eingeführten Mehl- und Metzgerprodukte erhoben wurde. 1875 wurde die unbeliebte Mahl- und Schlachtsteuer durch eine andere Steuer ersetzt, die keine Einfuhrkontrollen mehr erforderte. Bereits am 3. Dezember des Jahres genehmigte der Kultusminister die von großen Teilen der Bevölkerung gewünschte Abtragung von Mauern und Toren. Bis 1876/77 wurden bereits vier Stadttore abgerissen. Nur der Exerzierplatz des Militärs (heutiger Palastgarten und Kaiserthermen) mit Teilen der Südallee und das Proviantamt (am „Schießgraben“) sollten von der Mauer weiterhin gegen die Bevölkerung abgeschirmt bleiben. Die übrigen Stücke der Mauer verschwanden bis zum Ende des 19. Jahrhunderts fast vollständig. Das gab der Entwicklung der Stadt einen neuen Anstoß, führte aber zu Bedenken von Denkmalschützern, die den besonderen Charakter der Stadt gefährdet sahen. Nach dem Ersten Weltkrieg zogen 1918 die preußischen Truppen aus Trier ab. Sie wurden von der französischen Besatzung, die bis 1930 dauerte, abgelöst.

Zeit des Nationalsozialismus[Bearbeiten]

Die von den Nationalsozialisten bis 1938 eingerichtete Kemmelkaserne auf dem Petrisberg wurde im Zweiten Weltkrieg zum berüchtigten Kriegsgefangenenlager STALAG XII., in dem vor allem französische Kriegsgefangene untergebracht wurden.[7] Die Synagoge wurde in der Reichspogromnacht 1938 von den Nationalsozialisten geschändet und 1944 durch einen Bombenangriff völlig zerstört.

Am 24. Dezember 1944 greifen amerikanische B-26 die Pfalzeler Brücke an.

Ab September 1944 war die Stadt nicht mehr weit vom Frontverlauf entfernt und wurde fast täglich von amerikanischer Artillerie beschossen. Im Dezember 1944 gab es drei schwere Luftangriffe der Alliierten auf Trier. Am 19. Dezember warfen gegen 15:30 Uhr 30 britische Lancaster-Bomber 136 Tonnen Sprengbomben über der Stadt ab. Zwei Tage später am 21. Dezember 1944 gegen 14:35 Uhr wurden von 94 Lancaster-Bombern und 47 amerikanischen Jagdbombern 427 Tonnen Bomben (Spreng-, Brand- und Napalmbomben) abgeworfen. Wiederum zwei Tage später, am 23. Dezember, wurden 700 Tonnen Bombenlast auf die Stadt abgeworfen. Nach Recherchen des Heimatforschers Adolf Welter sind mindestens 420 Menschen bei diesen Dezember-Angriffen in Trier ums Leben gekommen. Zahlreiche Gebäude wurden beschädigt. Während des Krieges wurden 1600 Häuser völlig zerstört.

Am Abend des 1. März 1945 startete die 'Task Force Richardson' Richtung Trier. Eine klare Vollmondnacht bot günstige Sicht. Vor Mitternacht erreichten sie die Stadt. Eine überraschte Kompanie mit vier Panzerabwehrkanonen kapitulierte ohne einen Schuss. Richardson teilte seinen Trupp in zwei Hälften auf und schickte beide zu je einer Moselbrücke. Das nördliche Team fand 'seine' Brücke gesprengt vor; das Kaiserbrücke-Team meldete, dass die Brücke (Römerbrücke) – sie stand seit fast 2000 Jahren – intakt war. Colonel Richardson fuhr selber in einem Panzer zur Brücke; dort wurden seine Männer mit leichten Waffen vom anderen Ufer beschossen. Er richtete Maschinengewehrfeuer von seinem Panzer ans andere Ende der Brücke und befahl einem Infanterie- und einem Panzertrupp, über die Brücke vorzustoßen. Als die Infanteristen dies taten, rannten ein deutscher Major und fünf Soldaten mit brennenden Detonatoren und einem Zünder auf die Brücke zu; eine Sprengung gelang ihnen aber nicht.[8]

Am 2. März 1945 fiel die Stadt ohne schwere Kämpfe in die Hände der Alliierten.[9]

Nachkriegszeit[Bearbeiten]

Seit 1946 gehört Trier zum Land Rheinland-Pfalz. 1957 wurde die neue Synagoge der jüdischen Gemeinde Trier in der Kaiserstraße eingeweiht.

Innenstadt von Trier, Blick vom Kreuzweg

Ende April 1969 wurde an der Porta Nigra die Römerstraße freigelegt. Kurz darauf, am 12. Mai 1969, wurde das Wildfreigehege im Weißhauswald eröffnet. Im Jahr 1970 wurde die Universität, zunächst als Teil der Doppeluniversität Trier-Kaiserslautern, eröffnet. Die Entwicklung Triers zur Universitätsstadt schritt am 1. April 1974 durch die Eröffnung des Studentenwohnheims Martinskloster weiter voran. Im Jahr 1975 wurde die Universität verselbstständigt. 1971 wurde aus den Vorgängerinstitutionen Staatlichen Ingenieurschule für das Bau- und Maschinenwesen Trier und der Werkkunstschule Trier die Abteilung Trier der Fachhochschule Rheinland-Pfalz gegründet. Seit 1996 ist sie als Hochschule Trier (bis 11. September 2012 Fachhochschule Trier) eine eigenständige Hochschule.

Weitere wichtige Ereignisse in den 1970er Jahren waren die Einstellung der 99-jährigen Trierischen Landeszeitung am 31. März 1974 und die Wiedereröffnung des restaurierten Domes am 1. Mai desselben Jahres.

Vom 24. Mai bis 27. Mai 1984 feierte Trier offiziell das 2000-Jahr-Jubiläum der Stadt. 1986 wurden die Römischen Baudenkmäler, Dom und Liebfrauenkirche in Trier von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt. Bei Arbeiten zum Bau einer Tiefgarage im Oktober 1988 wurden unter dem Viehmarkt Reste einer römischen Thermenanlage entdeckt. Am 5. November wurde die Sternwarte Trier offiziell eingeweiht. Am 9. September 1993 wurde bei Ausschachtungsarbeiten für eine weitere Tiefgarage nahe der Römerbrücke ein Schatz mit 2558 römischen Goldmünzen gefunden. Er hat einen geschätzten Wert von 2,5 Millionen Euro.

Beim Jahrhunderthochwasser der Mosel erreichte der Pegelstand am 23. Dezember 1993 eine Rekordmarke von 11,28 m. Der Stadtteil Pfalzel entrann nur knapp einer Überschwemmungskatastrophe.

Vom 22. April bis 24. Oktober 2004 fand die Landesgartenschau auf dem Petrisberg statt, die von 724.000 Gästen besucht wurde. Einen weiteren Fund römischer Zeugnisse machte man im April 2006, als bei Abbrucharbeiten in der Innenstadt Reste von Gebäudemauern gefunden wurden.

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Ehemals selbstständige Gemeinden und Gemarkungen, die in die Stadt Trier eingegliedert wurden. Einige der Orte waren zwischen 1798 und 1851 bereits Teil des Stadtgebiets. 1798 umfasste das Stadtgebiet insgesamt 890 Hektar.

Jahr Orte
1888 St. Paulin, Maar, Zurlauben, Löwenbrücken, St. Barbara
1888 Ausgliederung von Heiligkreuz und Olewig
1912 Pallien (südlicher Teil), Heiligkreuz, St. Matthias, St. Medard, Feyen (mit Weismark)
1930 Euren, Biewer, Pallien (nördlicher Teil), Kürenz, Olewig
7. Juni 1969 Ehrang-Pfalzel (gebildet am 1. März 1968 durch Vereinigung der beiden selbstständigen Gemeinden), Eitelsbach, Filsch, Irsch, Kenner Flur, Kernscheid, Ruwer, Tarforst, Zewen[10]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Hauptmarkt im Zentrum
Innenstadt, Blick vom Weißhaus aus
Höchstes Gebäude in Trier (Bezirk Nord)
Marktkreuz mit Marktkirche St. Gangolf

Anfang des 4. Jahrhunderts war Trier als Residenz der römischen Kaiser mit schätzungsweise 80.000 Einwohnern die größte Stadt nördlich der Alpen. Im Mittelalter und bis zum Anfang der Neuzeit sank die Einwohnerzahl wegen der zahlreichen Kriege, Seuchen und Hungersnöte auf nur noch 2677 im Jahre 1697. Im 18. Jahrhundert wuchs die Bevölkerung der Stadt bis auf 8829 im Jahre 1801. Mit Beginn der Industrialisierung im 19. Jahrhundert beschleunigte sich das Bevölkerungswachstum. Im Jahre 1900 lebten in der Stadt über 43.000 Menschen. Bis 1939 verdoppelte sich diese Zahl auf über 88.000.

Im Zweiten Weltkrieg verlor die Stadt rund 35 Prozent ihrer Bewohner (30.551 Personen). Die Einwohnerzahl sank auf 57.000 im Jahre 1945. Erst im Zuge der Eingemeindung mehrerer Orte am 7. Juni 1969 wurde der Vorkriegsstand wieder erreicht. Gleichzeitig überschritt die Einwohnerzahl der Stadt erstmals die Grenze von 100.000, wodurch sie nach offizieller Definition zur Großstadt wurde. Seit der Jahrtausendwende lag die „Amtliche Einwohnerzahl“ für Trier nach Fortschreibung des Statistischen Landesamtes Rheinland-Pfalz (nur Hauptwohnsitze und nach Abgleich mit den anderen Landesämtern) zumeist sehr knapp unter 100.000. Zuletzt wurde der „Großstadt-Schwellenwert“ durch die Einführung einer umstrittenen Zweitwohnungssteuer wieder überschritten: Zum Stichtag 31. Dezember 2006 ermittelte das Landesamt eine Einwohnerzahl von 103.518.

Nicht in den Einwohnerstatistiken enthalten sind die Angehörigen der zwischen 1945 und 1999 in Trier stationierten französischen Streitkräfte mit ihren Familien. Dabei handelte es sich um zeitweise über 30.000 Menschen.

Politik[Bearbeiten]

An der Spitze der Stadt Trier stand seit 1302 der Schöffenmeister, gelegentlich auch Bürgermeister genannt. Der Schultheiß war Vertreter der erzbischöflichen Hoheitsrechte gegenüber der Stadt. Im 15. Jahrhundert standen zwei Bürgermeister an der Spitze. Es herrschte stets Streit mit dem Erzbischof über den Status der Stadt. 1795 führte die französische Besatzung die kollegiale Munizipalverfassung ein. 1798 wurde die Mairieverfassung eingeführt und einige Vororte eingegliedert. 1801 folgte eine neue Gemeindeverfassung, die im Wesentlichen bis 1845 beibehalten wurde, wobei der Bürgermeister ab 1818 den Titel Oberbürgermeister führte (Trier war inzwischen Stadtkreis geworden). Der Oberbürgermeister war zugleich Landrat des Kreises Trier (bis 1851). 1856 erhielt die Stadt die „Rheinische Städteordnung“. Der Gemeinderat entschied sich für die Bürgermeisterverfassung (im Gegensatz zur Magistratsverfassung). Mit dem preußischen Gemeindeverfassungsgesetz von 1933 sowie der Deutschen Gemeindeordnung von 1935 wurde das Führerprinzip auf Gemeindeebene durchgesetzt. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde zunächst ein Bürgermeister eingesetzt, der 1946 von den Stadtverordneten gewählt wurde. Er war zunächst ehrenamtlich, ab 1949 wieder hauptamtlich tätig.

Trier gehört zum Bundestagswahlkreis Trier und zu den Landtagswahlkreisen Trier und Trier/Schweich.

Oberbürgermeister[Bearbeiten]

Die Stadtoberhäupter seit 1815:

Der Trierer Oberbürgermeister trägt eine Amtskette aus Gold, die das alte Trierer Stadtsiegel zeigt, auf dem der Patron des Doms von Trier, der hl. Petrus, und der erste Bischof von Trier, Eucharius, von Christus den Schlüssel für die Sancta Treveris (das Heilige Trier) erhalten.

Der ehemalige Beigeordnete Ulrich Holkenbrink kandidierte am 24. September 2006 für die CDU bei der Wahl zum neuen Oberbürgermeister, unterlag jedoch seinem von SPD und Bündnis 90/Die Grünen unterstützten Gegenkandidaten Klaus Jensen, der zwar SPD-Mitglied ist, aber als unabhängiger Kandidat antrat, deutlich. Holkenbrink erreichte 33,1 % der gültigen Stimmen, Jensen 66,9 %. Die Wahlbeteiligung betrug 43,2 %. Der Trierer Oberbürgermeister wird somit seit dem 1. April 2007 erstmals nach Kriegsende nicht von der CDU gestellt. Helmut Schröer hatte nicht mehr erneut kandidiert.

Stadtvorstand[Bearbeiten]

Der Trierer Stadtvorstand umfasst neben dem Oberbürgermeister noch den Bürgermeister sowie zwei hauptamtliche Beigeordnete. Die Mitglieder des Stadtvorstandes stehen zugleich den vier Dezernaten vor. Im August 2009 beschloss die Mehrheit des Ampel-Bündnisses die Dezernate nach folgendem Muster zuzuschneiden:

  • Dezernat I: Personal und Finanzen – Oberbürgermeister Klaus Jensen
  • Dezernat II: Soziales, Jugend, Bildung und Sport – Bürgermeisterin Angelika Birk (Grüne), seit 15. Februar 2010
  • Dezernat III: Kultur, Wirtschaft, Sicherheit und Ordnung – Beigeordneter Thomas Egger (parteilos, vorher FDP), seit 15. Februar 2010
  • Dezernat IV: Bauen, Stadtplanung, Umwelt und Verkehr – Beigeordnete Simone Kaes-Torchiani (CDU), seit Mai 2007

Stadtrat[Bearbeiten]

Der Stadtrat von Trier besteht aus 56 ehrenamtlichen Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und dem hauptamtlichen Oberbürgermeister als Vorsitzenden. Bis 2009 gehörten dem Stadtrat 52 Ratsmitglieder an.

Die Sitzverteilung im Stadtrat:[11]

Wahl SPD CDU GRÜNE FDP LINKE AfD NPD PIRATEN FWG Gesamt
2014 15 20 9 2 3 2 1 4 56 Sitze
2009 15 19 10 4 2 1 5 56 Sitze
2004 11 21 9 3 8 52 Sitze
1999 15 24 6 7 52 Sitze

Wappen[Bearbeiten]

Beschreibung: In Rot der stehende, nimbierte und golden gekleidete St. Petrus mit einem aufrechten, abgewendeten goldenen Schlüssel in der Rechten und einem roten Buch in der Linken. Die Stadtfarben sind Gelb-Rot.

Bedeutung: Der Hl. Petrus als Stadtpatron ist schon seit dem 12. Jahrhundert in den Siegeln der Stadt nachweisbar. Die Darstellung der Person wechselte mehrmals und wird seit dem 15. Jahrhundert in aufrechter Form dargestellt. Die Stadtfarben wurden erst im 19. Jahrhundert festgelegt.

Partnerschaften[Bearbeiten]

Trier ist neben Luxemburg, Metz und Saarbrücken, mit denen es sich zum Städtebund Quattropole zusammengeschlossen hat, ein Oberzentrum der Großregion Saar-Lor-Lux-Rheinland Pfalz-Wallonie.

Trier hat neun Partnerstädte:

Religion[Bearbeiten]

Hoher Dom

Das katholische Christentum spielte und spielt in der Geschichte Triers eine überdurchschnittlich wichtige Rolle.

Zur Zeit der Treverer wurden keltische Gottheiten in den Tempelbezirken in Trier-West unterhalb des Markusberges an einer Felsenquelle (Tempelbezirk Irminenwingert) und im Altbachtal verehrt. Im 2. Jahrhundert entstand ein gallo-römischer Tempelbezirk im Altbachtal mit 70 Tempeln und weiteren Kultstätten auf einer Fläche von etwa fünf Hektar.

Konstantin der Große, Kaiser des römischen Reichs, der zeitweise in Trier residierte, zeigte sich ungefähr ab dem Jahr 323 offen als Christ. Wie es damals üblich war, hatte sich Konstantin erst kurz vor seinem Tod im Jahr 337 taufen lassen. Bereits seit Konstantin ist Trier christlich; die unter ihm erbaute Konstantinbasilika ist bis heute erhalten.

Trier wurde wohl schon zum Ende des 3. Jahrhunderts Sitz eines christlichen Bischofs, der später zum Erzbischof aufstieg. Dieser beherrschte ein geistliches Territorium, das von 1356 bis 1806 eines der Kurfürstentümer des Heiligen römischen Reichs deutscher Nation war. Eine der ersten deutschen Synagogen entstand 1066, 1096 fand ein Pogrom der Kreuzfahrer an den Trierer Juden statt, die der Bischof nicht verteidigen konnte. In der Bischofsstadt konnte die Reformation keinen Fuß fassen; aus Trier ging jedoch mit Caspar Olevian einer der bedeutendsten deutschen reformierten Theologen hervor. Trier blieb eine überwiegend katholische Stadt; eine Minderheit der Trierer bekannte sich zum Judentum. Im 17. Jahrhundert wurde der Bischofssitz teilweise nach Koblenz verlegt. Nach der Besetzung des Erzbistums durch die Franzosen 1794 wurde die Kirchenprovinz schließlich 1803 aufgelöst und das Territorium 1815 der späteren preußischen Rheinprovinz eingegliedert. Trier wurde jedoch 1821 erneut Sitz eines Bischofs, dessen Diözese neu umschrieben und der Kirchenprovinz Köln zugeordnet wurde (Suffraganbistum Trier). Die heutigen Pfarrgemeinden der Stadt bilden seit November 2003 das Dekanat Trier innerhalb des Bistums Trier.

Trier ist ein bedeutender Wallfahrtsort. Im Dom wird der Heilige Rock (siehe Erzbischof Johann I.) aufbewahrt, der in unregelmäßigen Abständen von einigen Jahrzehnten ausgestellt wird. Daneben gibt es die Heilig-Rock-Tage.

In der Benediktinerabtei St. Matthias (dial. auch St. Mattheis) soll sich mit dem Grab des Apostels Matthias das einzige Apostelgrab nördlich der Alpen befinden. Die Gebeine des Apostel Matthias sollen im Auftrag der Kaiserin Helena, Mutter des römischen Kaisers Konstantin I., vom Trierer Bischof Agritius nach Trier überführt worden sein.

Im 19. Jahrhundert zogen auch Protestanten in die Stadt, die alsbald eine eigene Kirchengemeinde gründen konnten. Sie erhielten als Gotteshaus die alte römische Palastaula (Konstantinbasilika). Später wurden weitere Kirchengemeinden gegründet. Heute gehören alle evangelischen Christen Triers zum Ev. Kirchenkreis Trier der Evangelischen Kirche im Rheinland, es sei denn, dass sie Mitglieder einer Freikirche sind.

Neben evangelischen und römisch-katholischen Kirchengemeinden bestehen weitere Freikirchen und Religionsgemeinschaften in Trier: Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde (Baptisten), Freie evangelische Gemeinde, Siebenten-Tags-Adventisten, Freikirchliche Pfingstgemeinde, Christengemeinde, Die Christengemeinschaft, Gemeinde Christi, Neuapostolische Kirche, Russische-Orthodoxe Kirchengemeinde sowie mehrere Gemeinden der Zeugen Jehovas.

Der Trierer jüdischen Gemeinde, die seit dem Mittelalter, möglicherweise sogar seit der Antike, existierte, entstammte unter anderem Karl Marx, der berühmteste Sohn Triers; viele seiner Vorfahren waren Rabbiner in Trier gewesen. Auch der Trierer Bischof Matthias Eberhard entspross väterlicherseits einer jüdischen Familie; sein Großvater war zum Katholizismus konvertiert.

Heute leben in Trier knapp 67.500 Katholiken, rund 13.600 Protestanten, ca. 2000 Muslime und etwa 500 Juden.[13]

Unter dem Namen „les amis de l'humanité“ entstand 1805 unter der napoleonischen Herrschaft eine Freimaurerloge. Noch heute arbeitet diese Loge in ihrem Logenhaus in der Brückenstraße unter dem Namen „Zum Verein der Menschenfreunde“.

Trier liegt am Jakobsweg, der Pilger nach Santiago de Compostela führt.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Liebfrauenkirche
Konstantinbasilika
Innenansicht der Konstantinbasilika
Konstantinbasilika und Kurfürstliches Palais
Basilika St. Matthias
Alter Jüdischer Friedhof
Kaiserthermen
Modell der früheren Kaiserthermen
Ehemaliges Übungsdorf der französischen Garnison
Denkmal für die Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft
Gillenbach Wasserfall
St.-Antonius-Kirche am Viehmarkt etwa 1957

Die bis in die Gegenwart erhaltenen römischen Bauwerke wurden 1986 als UNESCO-Welterbe Römische Baudenkmäler, Dom und Liebfrauenkirche in Trier ausgezeichnet.

Antike[Bearbeiten]

Mittelalter[Bearbeiten]

Neuzeit[Bearbeiten]

Natur[Bearbeiten]

Kultur[Bearbeiten]

Als Stadt in der Großregion nahm Trier mit der Konstantinausstellung am Programm des Europäischen Kulturhauptstadtjahres 2007 teil.

Theater[Bearbeiten]

Museen[Bearbeiten]

Bildende Kunst[Bearbeiten]

Kunstvereine[Bearbeiten]

Galerien[Bearbeiten]

  • Galerie Junge Kunst
  • Galerie Kaschenbach

Musik[Bearbeiten]

Chöre[Bearbeiten]

  • Trierer Sängerknaben
  • Trierer Bachchor
  • DOMMusik Trier
    • Trierer Domsingknaben
    • Mädchenchor am Trierer Dom
    • Trierer Domchor
    • Vokalensemble Dom zu Trier
  • Trierer Konzertchor
  • Extrachor am Theater Trier[16]
  • Collegium Musicum der Universität Trier
  • Friedrich-Spee-Chor
  • Gospel Voices Trier e. V.
  • Gemischter Chor St. Medard e. V.
  • Frauenchor Polyhymnia
  • Cantores Trevirenses
  • Männergesangverein Trier-Euren 1912 e. V.
  • Trierische Liedertafel 1835 e. V.
  • Polizeichor Trier 1981 e. V.
  • Chor der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion
  • Gemischter Chor Cäcilia 1888 Trier-Zewen
  • Chor der SWT Stadtwerke Trier 1913

Orchester[Bearbeiten]

  • Philharmonisches Orchester der Stadt Trier
  • Collegium Musicum des Bildungs- und Medienzentrums im Palais Walderdorff
  • Collegium Musicum der Universität Trier
  • „da capo“ Orchester Ehrang 1999 e. V.

Musikfestivals[Bearbeiten]

Karneval[Bearbeiten]

Der Trierer Karneval gehört zu den größten Karnevalsfesten in Rheinland-Pfalz, womit Trier zu den großen rheinischen Karnevals-, Fastnachts- und Faschingshochburgen zählt.

Jugendzentren[Bearbeiten]

Das Exzellenzhaus in Trier-Nord

Jugendzentren existieren in Trier-Nord (Exzellenzhaus), Trier-Zentrum (Mergener Hof/MJC), Trier-Euren, Trier-Süd, Trier-Kürenz und Trier-Ehrang.

Kinos[Bearbeiten]

Im Stadtzentrum existieren zwei Kinos, das Programmkino Broadway Filmtheater und das Multiplex-Kino CinemaxX. Ergänzt wird die Kinolandschaft durch die Programme des Filmvereins F.ab!, des Cineasta, des Unifilm und des Filmclubs Le Septième Art e.V.

Veranstaltungen[Bearbeiten]

Im Exhaus (Kurzform für Exzellenzhaus) und der Tufa (Kurzform für Tuchfabrik) finden Konzerte verschiedener Stilrichtungen statt. Größere Konzerte werden entweder in der Messeparkhalle, Europahalle oder seit Juni 2003 in der neu errichteten Arena Trier veranstaltet.

Die Kunsthalle der Europäischen Kunstakademie organisiert regelmäßig thematische Ausstellungen und Vernissagen mit Künstlern aus dem In- und Ausland sowie Podiumsgespräche, Atelierbesuche, Sommerfeste und Konzerte.

In der Europahalle am Viehmarktplatz treten mehrmals jährlich bekannte Künstler auf.

  • Trierer Karneval
  • Mai bis September: Trierer Sommertreff
  • Mai bis September: diverse Heimat- und Weinfeste: Zewener Erdbeerkirmes, Kürenzer Kirmes
  • Mai: Europa-Volksfest im Messepark
  • Juni: Altstadtfest (letztes Wochenende im Juni), Peter-und-Paul-Messe
  • Juni: Christopher Street Day
Ehemaliges Fischer-Viertel „Alt Zalawen“
  • Juli: Zurlaubener Heimatfest. Im direkt an der Mosel gelegenen malerischen früheren Fischer-Viertel „Zurlauben“ (Volksmund: „Alt Zalawen“) findet eines der schönsten Viertelfeste statt
  • August: Olewiger Weinfest
  • August: Heiligkreuzer Brunnenfest
  • August: Bildstockfest Trier-Feyen
  • August: Internationale ADAC-Rallye-Deutschland
  • August: Trierer Blumentage
  • August: Römerspiele „Brot & Spiele
  • August: Ehranger Markt
  • September: Pfalzeler Kirmes
  • Oktober: Trierer Weinmarkt von Mosel-Saar-Ruwer
  • Ende Oktober/Anfang November: Allerheiligenmesse
  • November/Dezember: Weihnachtsmarkt in der Innenstadt

Parks und Schutzgebiete[Bearbeiten]

Nells Park
Turm Luxemburg auf dem Landesgartenschaugelände

Nells Park und Palastgarten sind die beiden Parks im Bereich der Trierer Innenstadt. Das Gelände der ehemaligen Landesgartenschau auf dem Petrisberg wurde seit 2004 zunehmend urbanisiert.

Darüber hinaus gehören zu Trier die Naturschutzgebiete Kiesgrube bei Oberkirch (4,7 Hektar), Kenner Flur (31,4 Hektar), Kahlenberg am Sievenicherhof (15,5 Hektar), Gillenbachtal (47 Hektar) und Mattheiser Wald (447 Hektar).

Sport[Bearbeiten]

Gemäß der Sportvereinsbefragung 2012 gibt es in Trier 112 Sportvereine. In den 67 Vereinen, die sich an der Befragung beteiligten, sind insgesamt 21.297 Sportler organisiert, dabei sind Frauen mit 39,7 Prozent unterrepräsentiert. Mitgliederstärkster Verein ist der Post-Sportverein Trier mit 3.300 Mitgliedern. Rund 83 Prozent aller Funktionsträger in den befragten Vereinen sind ehrenamtlich tätig. Beliebteste Sportarten sind Fußball bei den Männern und Turnen bei den Frauen.[17]

Ballsport[Bearbeiten]

Die Fußballmannschaft Eintracht Trier brachte es 1998 im DFB-Pokal bis ins Halbfinale und verpasste nach einem Elfmeterschießen nur knapp die Teilnahme am Europapokal. Im Sommer 2002 schaffte sie nach langer Abstinenz den Aufstieg in die Zweite Bundesliga, stieg aber 2005 wieder in die Regionalliga und ein Jahr darauf in die Oberliga ab. Im Sommer 2008 schaffte man den Aufstieg in die neu gegründete Regionalliga West.

In der Basketball-Bundesliga ist Trier seit 1990 mit dem TVG Trier, heute TBB Trier, vertreten. In der Spielzeit 2007/08 stand der Verein als Absteiger fest, konnte aber durch ein Wildcard-Verfahren die Liga beibehalten. Zu den größten Erfolgen zählt der zweimalige Gewinn des Deutschen Pokals 1998 und 2001. Die Damenhandballmannschaft des DJK/MJC Trier („Die Miezen“) spielt seit 2000 in der 1. Bundesliga und errang 2003 die deutsche Meisterschaft. Damenhandball- und Basketballmannschaft tragen ihre Heimspiele in der Arena Trier aus. Die Rollstuhlbasketball-Mannschaft RSC-Rollis Trier spielt ebenfalls in der 1. Bundesliga, sie trägt ihre Heimspiele in der Mäusheckerhalle aus.

Weiterhin etablierten sich in Trier auch amerikanische Sportarten. Das Baseballteam der Trier Cardinals gewann in den Jahren 1995 und 1996 die Deutsche Meisterschaft. Nach Rückzug von Sponsoren begann allerdings bald darauf ein langer Niedergang. Zurzeit spielen sie in der Landesliga des Südwestdeutschen Baseball- und Softball-Verbandes e. V. (SWBSV). Das Mixed-Softball Team belegte 2007 den dritten Platz in der inoffiziellen Deutschen Softball Mixed Meisterschaft.

Als weitere amerikanische Sportart ist American Football mit zwei Mannschaften in der Stadt vertreten. Bereits 1990 wurden die Trier Stampers des Post-Sportvereins Trier gegründet, welche bis zu ihrer Neugründung 1998 noch den Namen Trier Saints trugen. Sie verpassten 1999 nur knapp den Einstieg in die 2. Bundesliga. Zu den größten Erfolgen zählen drei Perfect Seasons. Zurzeit spielt die Herrenmannschaft in der Oberliga, die Jugendmannschaft in der Jugendaufbauliga. Ein weiteres Football-Team sind die Trier Wolverines, welche im Januar 2008 gegründet wurden und mit ihrem Jugend-Team im selben Jahr den zweiten Tabellenplatz der Jugendaufbauliga erreichten. Im Jahr 2009 etabliert sich die neugegründete Herrenmannschaft der Wolverines. Der Verein geht regelmäßig mit ihrem American-Football-Magazin GRIDIRON über den lokalen Fernsehsender OK54 auf Sendung und berichtet über die Rheinland-Pfalz-Liga und American-Football im Allgemeinen.

Des Weiteren gibt es eine Rugby-Mannschaft, die in der 3. Bundesliga Süd-West spielt. Sie spielt für den FSV Trier-Tarforst.

Motorsport[Bearbeiten]

Rallye Deutschland in Trier

Im August wird in Trier und Umgebung seit 2000 die Rallye Deutschland ausgetragen, welche seit 2002 zur Rallye-Weltmeisterschaft zählt. Das Internationale Trierer Bergrennen wurde von 1971 bis 2011 vom Racing Team Trier 1967 e. V. veranstaltet und war seit 1991 ein Lauf zur Europa-Bergmeisterschaft.

Sonstiges[Bearbeiten]

  • Der Schachverein SG Turm Trier 1877 gehört seit 2007 der Schachbundesliga an.
  • Der Trierer Silvesterlauf findet regelmäßig am 31. Dezember statt. Er gilt als einer der bestbesetzten Jahresabschlussläufe in Europa und wird in Anlehnung an den berühmten brasilianischen Silvesterlauf „deutsches São Paulo“ genannt.
  • Der Verein Trierer Kanufahrer 1948 (TKF) befindet sich in der Nähe der heutigen modernen Römerstadt-Jugendherberge[18] im ehemaligen Jugendherbergshaus (Hans-Karl-Schmitt-Haus). Er feiert nationale und internationale sportliche Erfolge im Kanusport.
  • Der Fallschirmsportclub Trier e. V., ansässig auf dem Flugplatz Trier-Föhren, wurde 1975 gegründet.
  • Der PBC Trier spielt in der 2. Poolbillard-Bundesliga.
  • Schwimmbäder sind Das Bad an den Kaiserthermen, das Freibad Nord und das Freibad Süd.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Verschuldung der Stadt Trier[Bearbeiten]

Im Jahr 2011 standen im Etat der Stadt Einnahmen von 301 Millionen Euro Ausgaben von 364 Millionen Euro gegenüber. Es mussten 63 Millionen Euro über Kredite finanziert werden. Insgesamt hat die Stadt Trier 581 Millionen Euro Schulden.[19] Bei der Pro-Kopf-Verschuldung liegt Trier mit 6173,60 Euro unter den kreisfreien Städten in Rheinland-Pfalz auf Platz fünf. Das ergab eine Analyse im Auftrag der Industrie- und Handelskammer Trier.[20]

Verkehr[Bearbeiten]

B 53 in Trier-Biewer (neue Umgehungsstraße)

Straßenverkehr[Bearbeiten]

Folgende Autobahnen führen von/nach Trier:

  • A 1 Saarbrücken–Wittlich–Dreieck Vulkaneifel
  • A 64 Luxemburg (dort Autoroute 1)–Trier
  • A 602 führt aus dem Stadtgebiet auf die A 1

Folgende Bundesstraßen führen durch das Stadtgebiet:

  • B 49 Grenzübergang Wasserbillig (L)–Trier–Koblenz
  • B 51 Grenzübergang Hanweiler (F)–Saarbrücken–Trier–Bitburg–Köln
  • B 52 Trier–Mertesdorf–Thomm–Osburg–Reinsfeld–Hermeskeil
  • B 53 Trier–Schweich–Mehring–Bernkastel-Kues–Zell–Alf
  • B 268 Trier–Losheim am See–Heusweiler–Riegelsberg–Saarbrücken

Für zehntausende Menschen, die täglich zwischen dem Moseltal und den Höhenstadtteilen (Tarforst, Filsch, Irsch, Kernscheid), der Universität und den suburbanisierten Ortschaften hinter der Stadtgrenze pendeln, existieren auf der Straße nur drei mögliche Anfahrtswege: Einerseits eine südlich des Petrisberges entlang führende Straßentrasse durch den Bezirk Olewig, anderseits die im Norden gelegene Achse über die Kohlenstraße durch das Avelertal im Bezirk Kürenz. Zudem besteht die Möglichkeit, den Petrisberg mit seinem entstehenden Wohngebiet, den Universitätsgebäuden und dem Technologiepark über die Sickingenstraße zu erreichen, welche am Amphitheater vorbei über Serpentinen das Plateau erschließt.

Die genannten Bereiche sind durch starken Durchgangsverkehr belastet, der sich besonders im letzten Jahrzehnt, bedingt durch rapide steigende Studentenzahlen der Universität, stark steigende Einwohnerzahlen durch neue Wohngebiete in den Höhenstadtteilen sowie die stetig steigende Beschäftigtenzahlen der Unternehmen auf dem Petrisberg erheblich verstärkt hat. Eine Diskussion über Entlastung durch Umgehungsstraßen ist besonders in Kürenz im Gange. Um hier die Anwohner zu schonen, wurde eine stärkere Belastung der Anwohner durch den Schwerlastverkehr im Bereich der Olewiger Straße in Kauf genommen. Bisher sind alle Überlegungen für Entlastungsstraßen oder alternative Transportkonzepte allerdings an den finanziellen Aspekten gescheitert. Von 2010 bis 2012 wurde diskutiert, den Petrisbergaufstieg per gesonderter ÖPNV-Trasse zu realisieren, inzwischen hofft man Expressbusse durch den Moselbahndurchbruch, für den es jedoch noch keinen Fertigstellungstermin gibt.[21]

Öffentlicher Personennahverkehr[Bearbeiten]

Hauptartikel: Nahverkehr in Trier

Der öffentliche Personennahverkehr wird zum Großteil durch die Buslinien der Stadtwerke Trier (SWT) betrieben. Zudem verkehren in Trier zahlreiche unvertaktete Regionalbuslinien verschiedener Busunternehmen. Auf allen Trierer Buslinien gilt der Tarif des Verkehrsverbundes Region Trier (VRT).

In den Jahren 1890 bis 1951 wurde in Trier außerdem eine Straßenbahn betrieben.

Brücken[Bearbeiten]

Über fast zwei Jahrtausende führte der Weg zum linken Moselufer nur über die Römerbrücke. Erst Anfang des 20. Jahrhunderts folgte die Kaiser-Wilhelm-Brücke als zweite Flussüberquerung; im Jahr 1973 kam die Konrad-Adenauer-Brücke hinzu. Die Pfeiffersbrücke in Ehrang, das 1949 errichtete Bauwerk überbrückt die Bahnlinie Koblenz-Trier und verbindet die Servaisstraße mit der B 53. Außerdem gibt es eine Eisenbahnbrücke zwischen Pfalzel und dem Industriegebiet Nord (Moselstrecke Trier-Koblenz), im Volksmund „Pfalzeler Brücke“ genannt, die auch Fußgängern und Radfahrern die Moselüberquerung ermöglicht. Im Norden der Stadt liegt die Moselbrücke Ehrang der Bundesstraße 52 zwischen Trier-Ehrang und Kenn, die auch Fußgängern und Radfahrern die Moselüberquerung ermöglicht. Sie verbindet A 64, A 602, B 52 und B 53, hat jedoch aufgrund ihrer Lage auch eine innerstädtische Erschließungsfunktion. Die Konzer Moselbrücke führt von Konz nach Trier-Zewen. Sie verbindet die Saarstrecke und die Obermoselstrecke mit der Trierer Weststrecke. In Trier-Pallien überspannt die Napoleonsbrücke das Tal des Sirzenicher Baches. Sie ist Teil der Bundesstraße 51. Die Aulbrücke in St. Matthias überquert die Bahnstrecke zwischen dem Trierer Südbahnhof und Konz-Karthaus.

Trier Hauptbahnhof
Trierer Betriebsbahnhof der Deutschen Bahn

Schienenverkehr[Bearbeiten]

Der Hauptbahnhof befindet sich im nordöstlichen Bereich der Innenstadt zwischen den Bezirken Mitte-Gartenfeld und Nord. Trier ist nach Norden über die Moselstrecke an Koblenz und über die Eifelstrecke an Köln angebunden; nach Süden führen die Trierer Weststrecke nach Luxemburg, die Saarstrecke nach Saarbrücken und die Obermoselstrecke nach Perl bzw. Metz (Frankreich). Durchgehende Züge fahren von Koblenz nach Saarbrücken oder Luxemburg sowie montags bis freitags von Wittlich nach Perl, ansonsten ist der Trierer Hauptbahnhof in der Regel Endstation. Weitere Haltepunkte sind im Nordwesten der Innenstadt Quint, Ehrang-Ort, Ehrang und Pfalzel, im Süden Trier-Süd. Vom 11. Dezember 2005 bis 10. Dezember 2011 verfügte die Stadt Trier über einen ICE-Direktanschluss nach Berlin. Direkt nördlich des Hauptbahnhofs liegt ein Betriebsbahnhof der Deutschen Bahn (ehemals Bahnbetriebswerk Trier). In Ehrang befindet sich ein ehemaliger Rangierbahnhof, der von der Deutschen Bahn AG jedoch noch in vermindertem Umfang als Güterbahnhof genutzt wird. Im Juni 2008 beschloss das Land Rheinland-Pfalz, dass die Trierer Weststrecke zwischen Trier-Ehrang und Trier-Zewen für den Personenverkehr reaktiviert werden soll, um vor allem die Anschlüsse für Pendler nach Luxemburg zu verbessern.

Luftverkehr[Bearbeiten]

Nächstgelegener Flughafen für nationale und internationale Verbindungen ist der Flughafen Luxemburg, rund 40 Kilometer entfernt. Etwa 25 Kilometer vom Stadtzentrum entfernt befindet sich außerdem der von Trier-Euren nach Föhren verlegte Flugplatz Trier-Föhren. Zum Flughafen Frankfurt-Hahn sind es ca. 70 Kilometer.

Schifffahrt[Bearbeiten]

Mit der Kanalisierung der Mosel zwischen 1958 und 1964 zu einer internationalen Großschifffahrtsstraße ist Trier mit dem Industriegebiet Lothringen, dem Land Luxemburg, den westdeutschen Industriezentren und den Nordseehäfen in den Niederlanden und Belgien über die Binnenschifffahrt verbunden. Trier ist Sitz der 1962 gegründeten Moselkommission zur Regelung aller Angelegenheiten der Schifffahrt auf der Mosel. Die 1962 gegründete Trierer Hafengesellschaft stellte 1965 den Handels- und Industriehafen in Trier-Ehrang fertig. Mit der Eröffnung am 26. Mai 1965 wurde Trier Hafenstadt. Der Trierer Hafen ist ein Umschlagplatz für den Güterverkehr, der sich hauptsächlich aus dem Transport von Erd- und Mineralöl sowie Erzen und Metallabfällen zusammensetzt. Eine Erweiterung der Hafenanlage erlaubt seit 1998 auch den Umschlag von Containern. Die Hafenanlage ist direkt an das Straßennetz und das Schienennetz der Deutschen Bundesbahn angeschlossen.

Touristische Attraktionen sind die Moselfahrten auf Fahrgastschiffen sowohl nach Luxemburg als auch in Richtung Koblenz.

Das Wasser- und Schifffahrtsamt Trier ist eines von 39 Wasser- und Schifffahrtsämtern in Deutschland.

Rad- und Wanderwegenetz[Bearbeiten]

Der Moselradweg führt durch die Stadt und ist Teil der internationalen Radwanderroute Velo Tour Moselle. In Trier-Ehrang startet der Kylltal-Radweg in die Eifel und in Trier-Ruwer der Ruwer-Hochwald-Radweg in den Hunsrück. Der Nahe-Hunsrück-Mosel-Radweg verläuft zwischen Bingen am Rhein und Trier.

Generell ist das Radwegnetz im Trierer Stadtgebiet schlecht ausgebaut. Insbesondere Fahrradfahrer, die sich im Stadtbereich bewegen, müssen oft auf enge, vielbefahrene Straßen ausweichen und die entsprechenden Sicherheitsrisiken in Kauf nehmen. Der ADFC bewertet die Situation für Radfahrer in Trier als „mangelhaft bis ausreichend“.[22]

Im rheinland-pfälzischen Wanderwegenetz bildet Trier einen Knotenpunkt. Neben dem Eifelsteig hat hier auch der Saar-Hunsrück-Steig seinen Start- bzw. Endpunkt. Eine sogenannte Traumschleife am Saar-Hunsrück-Steig ist die Trierer Traumschleife, ein etwa 14 km langer Höhenweg, der u.a. zur Naumeter Kupp führt. Der Moselhöhenweg verläuft sowohl auf der Eifelseite als auch auf der Hunsrückseite durch das Stadtgebiet von Trier. Seit April 2014 wird Trier zusätzlich über den im Wechsel auf beiden Seiten des Moseltals verlaufenden Moselsteig angebunden.[23] Der Ausoniusweg von Trier nach Bingen am Rhein ist seit Juni 2013 auch als Hunsrücker Jakobsweg gewidmet.

Sonstiges[Bearbeiten]

Park-and-ride-Parkplätze stehen sowohl im Südwesten (Messepark) als auch im Norden (Riverside/Verteilerkreis) der Stadt zur Verfügung. Bei größeren Veranstaltungen dient zudem der Parkplatz der Hochschule Trier am Schneidershof als Park-and-ride Parkplatz. An den Adventssamstagen werden drei spezielle kostenlose P+R-Linien im 10-Min-Takt angeboten (die Finanzierung erfolgt durch die City-Initiative), ansonsten werden die Parkplätze durch den normalen Linienverkehr bedient.

Im Rahmen des Abzugs französischer Streitkräfte werden die frei gewordenen Flächen zur Konversion genutzt. So ist geplant, das ehemalige „Castel Feuvrier“ zwischen Mosel und Zurmaiener Straße mit einem Hotel sowie Wohnungen zu bebauen.[24] Von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima) zum Verkauf angeboten, hat das Konversionsgelände die Immobiliengesellschaft Rheinland-Pfalz (IRP) für die Porta Nova GmbH erworben. Geschäftsführer beider Gesellschaften war bis zum 31. Januar 2012 Helmut Klein.[25]

Unternehmen[Bearbeiten]

Mit JT International und Heintz van Landewyck bildet Trier ein Zentrum der deutschen Zigarettenindustrie. Weitere größere Unternehmen oder öffentliche Einrichtungen sind:

Medizin[Bearbeiten]

Die Stadt Trier übernimmt für den ehemaligen Regierungsbezirk Trier sowie die Hochwaldregion und Teile des Saarlands die Funktion als medizinisches Oberzentrum mit Leistungen der Maximalversorgung und der spezialisierten Facharztversorgung im ambulanten Sektor. In den Mittelzentren der Umgebung sind lediglich noch Krankenhäuser der Grund- und Regelversorgung mit 100 bis rund 300 Betten angesiedelt, von denen einige mittelfristig von Schließung bedroht sind. Im Bereich der Stadt Trier gab es ursprünglich sechs Kliniken, seit Schließung des Herz-Jesu-Krankenhauses im Jahr 2006 sind es noch fünf. Insgesamt verfügen die Kliniken der Stadt heute über 1667 Betten. Im Mittelalter gab es in Trier außerdem unter anderem das St.-Jakobs-Hospital und die Leprosorien St. Jost.

Medien[Bearbeiten]

Einzige regionale Tageszeitung ist der Trierische Volksfreund (TV). Daneben wird die „Rathauszeitung“ als behördliches Mitteilungsblatt für amtliche Bekanntmachungen kostenlos an alle städtischen Haushalte verteilt. Im Bereich Onlinemedien gibt es darüber hinaus die tagesaktuelle lokale Nachrichtenseite „16vor“, das Onlineportal 5vier.de[28] mit dem Schwerpunkt Regionalnachrichten, Lifestyle und Sport sowie das studentische Onlinenachrichtenportal TrUNews. In Trier hat außerdem der Bürgerrundfunksender OK54 (Fernsehen) seinen Sitz. Des Weiteren gibt es ein Studio des öffentlich-rechtlichen Südwestrundfunks (SWR), der das regionalisierte Radioprogramm SWR4 Rheinland-Pfalz zeitweise aus Trier sendet, sowie ein Regionalstudio des landesweiten privaten Hörfunksenders Radio RPR. Seit Samstag, den 13. November 2010 hat das Cityradio Trier die Sendefrequenzen von 884 Trier übernommen.[29] Der private rheinland-pfälzische Radiosender, nutzt die ehemals von Antenne West belegten Frequenzen 88,4 MHz Trier-Petrisberg, 94,7 MHz Wittlich und 87,8 MHz Welschbillig. Gesendet wird ein „Adult Contemporary“(AC)-Format, das in Trier und Umgebung zu empfangen ist.

Bildung[Bearbeiten]

Hochschulen[Bearbeiten]

Hochschule Trier, Innenstadtcampus, Gebäude Paulusplatz
  • Hochschule Trier (bis 11. September 2012 Fachhochschule Trier), verselbstständigt 1996, von 1971 bis 1996 Abteilung Trier der Fachhochschule Rheinland-Pfalz. 1971 errichtet durch Vereinigung mehrerer Vorgängereinrichtungen. Außenstellen in Birkenfeld und Idar-Oberstein.
  • Theologische Fakultät Trier, organisatorisch unabhängige Hochschule in enger Kooperation mit der Universität Trier (unter anderem Nutzung der Räumlichkeiten und Dienstleistungen der Universität)
  • Universität Trier, gegründet 1473, 1798 geschlossen und 1970 als Teil der Universität Trier-Kaiserslautern neu gegründet, 1975 verselbständigt

Gymnasien[Bearbeiten]

Freie Waldorfschule Trier
  • Friedrich-Wilhelm-Gymnasium (FWG), eine der ältesten Schulen Deutschlands, gegründet 1561 als Jesuitenkolleg
  • Humboldt-Gymnasium Trier (HGT), bis 31. März 2009 Hindenburg-Gymnasium Trier
  • Max-Planck-Gymnasium (MPG)
  • Auguste-Viktoria-Gymnasium Trier (AVG)
  • Friedrich-Spee-Gymnasium (FSG)
  • Angela-Merici-Gymnasium (AMG), bischöfliches Mädchengymnasium
  • Freie Waldorfschule Trier (FWS)
  • Berufliches Gymnasium für Gesundheit und Soziales (GGS), Oberstufe an der BBS Ernährung, Hauswirtschaft und Soziales (BBS EHS)
  • Wirtschaftsgymnasium (WG), Oberstufe an der BBS Wirtschaft (BBS W)
  • Berufliches Gymnasium für Medien- und Gestaltungstechnik (GMG), Oberstufe an der BBS Gewerbe und Technik (BBS GuT)
  • Technisches Gymnasium (TG), Oberstufe am Balthasar-Neumann-Technikum (BNT), in Trägerschaft des Landkreises Trier-Saarburg

Sonstige Bildungseinrichtungen[Bearbeiten]

Weitere öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten]

JVA Trier im Stadtteil Euren

Trier ist Sitz einer von vier Bundeskassen [30] sowie einer Nebenstelle der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben.[31]

Justizbehörden sind das Amtsgericht Trier, das Landgericht Trier, das Arbeitsgericht Trier, das Sozialgericht Trier, das Verwaltungsgericht Trier, die Staatsanwaltschaft Trier oder die Justizvollzugsanstalt Trier in Trier-Euren.

In Trier befindet sich eine Bundespolizeiinspektion und das Landespolizeipräsidium Trier.

Weitere Einrichtungen sind die Feuerwehr Trier, die Handwerkskammer Trier oder das Studierendenwerk Trier.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Panoramen[Bearbeiten]

Blick von der Porta Nigra in die Simeonstraße in Richtung Hauptmarkt

Siehe auch[Bearbeiten]

 Portal: Trier – Übersicht zu Wikipedia-Inhalten zum Thema Trier
  • New Trier ist ein Ort im Dakota County in Minnesota, Vereinigte Staaten.
  • New Trier Township ist eine Township im Cook County, Illinois, Vereinigte Staaten. Die New Trier Highschool gehört zum New Trier Township und führt in ihrem Logo eine Abbildung der Porta Nigra.
  • Neu-Trier war eine Missionsstation in der ehemaligen deutschen Kolonie Deutsch-Ostafrika. Heute: Mbulu (Iraqw Imboru, deutsch früher Neu-Trier) ist Hauptort des gleichnamigen Distrikts in der Region Manyara in Tansania.

Literatur[Bearbeiten]

  • Gabriele B. Clemens, Lukas Clemens: Geschichte der Stadt Trier. München 2007. ISBN 3-406-55618-3
  • Edith M. Wightman: Roman Trier and the Treveri. Hart-Davis, London 1970.
  • Preußens Städte. Denkschrift zum 100-jährigen Jubiläum der Städteordnung vom 19. November 1808. Hrsg. im Auftrag des Vorstandes des Preußischen Städtetages von Heinrich Silbergleit. Berlin 1908.
  • Städtebuch Rheinland-Pfalz und Saarland. Bd IV 3. Teilband aus Deutsches Städtebuch. Handbuch städtischer Geschichte. Im Auftrage der Arbeitsgemeinschaft der historischen Kommissionen und mit Unterstützung des Deutschen Städtetages, des Deutschen Städtebundes und des Deutschen Gemeindetages, hrsg. von Erich Keyser. Stuttgart 1964.
  • Thomas Zuche (Hrsg.): StattFührer. Trier im Nationalsozialismus. 2. Aufl. Spee, Trier 1997. ISBN 3-87760-057-3
  • Rheinisches Landesmuseum Trier (Hrsg.): Trier. Augustusstadt der Treverer. Stadt und Land in vor- und frührömischer Zeit. 2. Aufl. Von Zabern, Mainz 1984. ISBN 3-8053-0792-6
  • Marcello Ghetta: Spätantikes Heidentum. Trier und das Trevererland. Kliomedia, Trier 2008. ISBN 978-3-89890-119-2
  • Heinrich Volbert Sauerland: Trierer Geschichtsquellen des 11. Jahrhunderts. Trier 1889. Digitalisat
  • Rheinisches Landesmuseum Trier (Hrsg.):Trier – Kaiserresidenz und Bischofsstadt. 2. Aufl. Mainz 1984.
  • Lukas Clemens: Trier – Eine Weinstadt im Mittelalter. Trierer Historische Forschungen. Bd 22. Trier 1993. ISBN 3-89890-018-5
  • Universität Trier (Hrsg.): 2000 Jahre Trier. 3 Bde. Spee, Trier 1996–1997.
  • Hermann Kickton: Die Urzeit des Trierer Landes. Gesellschaft für nützliche Forschungen zu Trier, Trier 1925.
  • Michael Matheus: Trier am Ende des Mittelalters. Studien zur Wirtschafts-, Sozial- und Verfassungsgeschichte der Stadt Trier vom 14. bis 16. Jahrhundert. Trierer Historische Forschungen. Bd 5. Trier 1984.
  • Heinz Monz (Gesamtbearbeitung): Trierer Biographisches Lexikon. Verlag der Landesarchivverwaltung Rheinland-Pfalz, Koblenz 2000. ISBN 3-931014-49-5
  • Joachim Gilles, Karl-Josef Gilles: Mit Straßenbahn und Obus unterwegs durch Trier 1935 bis 1970. Auf Schienen unterwegs. Sutton 2007. ISBN 978-3-86680-223-0

Weblinks[Bearbeiten]

 Wiktionary: Trier – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
 Commons: Trier – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikivoyage: Trier – Reiseführer
 Wikisource: Trier – Quellen und Volltexte

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31.12.2012 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Trierer Ortsbezirke
  3. Teures Wohnen in Trier Trierischer Volksfreund, 11. Oktober 2011.
  4. Eugen Ewig: Die Merowinger und das Frankenreich. 5. Aufl. Kohlhammer, Stuttgart 2006, S. 12–16. ISBN 3-17-019473-9
  5. Matthäus Merians Stich von 1646 ähnelt stark dem Holzschnitt von Trier von 1548 in Sebastian Münsters Cosmographiae Universalis (Titel: Situs & figura antiquissimae & praecipuae Medioniatricum ciuitatis Treuirensis), der als die erste authentische Stadtansicht von Trier gilt. Zwar ist Merians Ansicht detaillierter als der Holzschnitt, bildet aber bauliche Veränderungen, die zwischen 1548 und 1646 vorgenommen wurden (z. B. an der Konstantinbasilika) nicht ab. Vergleich den Holzschnitt in der lateinischen Ausgabe der Cosmographiae Universalis von 1550 auf Historic Cities
  6. Franz Josef Heyen: Das Erzbistum Trier. Walter de Gruyter, 1972, ISBN 3-11-002273-7, S. 117.
  7. „Dr. Reiner Nolden, Stadtarchiv Trier, auf der Homepage der Landesgartenschau Trier 2004“ laut Trier / Kürenz. Petrisberg (3). Geschichte auf den Internetseiten der Kulturdatenbank Region Trier (abgerufen 1. Juli 2011)
  8. »www.ibiblio.org«, Seite 134 (letzte Seite)
  9. The Saar-Moselle Triangle
  10. Amtliches Gemeindeverzeichnis 2006, Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz, Seite 198 (PDF; 2,6 MB)
  11. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadtratswahlen der kreisfreien Städte
  12. Xiamen neunte Partnerstadt von Trier. trier.de. Abgerufen am 16. November 2010.
  13. Elisabeth Dühr, Frank G. Hirschmann, Christl Lehnert-Leven: Stadtgeschichte im Stadtmuseum. Trier 2007, ISBN 978-3-930866-24-3 und Massenhaft Kirchenaustritte auf: 16vor. 19. März 2010.
  14. http://trier-story.de/dombereich/trierer-dom
  15. http://www.roscheiderhof.de/kulturdb/client/einObjekt.php?id=11670
  16. Website Extrachor
  17. Sportentwicklungskonzept der Stadt Trier, Teil A, Trier 2013, S. 44f.
  18. Jugendherberge Trier, Portrait der Römerstadt-Jugendherberge in Trier
  19. Grußwort von OB Klaus Jensen zum Bürgerhaushalt der Stadt Trier. buergerhaushalt-trier.de. Abgerufen am 6. Juni 2012.
  20. Schulden steigen weiter. ihk-trier.de. Abgerufen am 6. Juni 2012.
  21. Endstation für Petrisbergaufstieg, 16vor.de, 6. Juni 2012, abgerufen am 3. September 2012
  22. Artikel auf 5vier.de
  23. Ab 2014: Wandern auf dem Moselsteig. Website von Rheinland-Pfalz Tourismus. Abgerufen am 16. April 2014.
  24. Christiane Wolff: Castel Feuvrier: Stadt am Fluss mit Steg wie an der Ostsee Trierischer Volksfreund, 18. Dezember 2011
  25. Christiane Wolff: Castel Feuvrier: Ein Privater macht's Trierischer Volksfreund, 11. Januar 2012 / Christiane Wolff: Castel Feuvrier: Verkauf abgeschlossen. Trierischer Volksfreund, 25. Januar 2012. S. 10
  26. Offizielle Website des Krankenhauses der Barmherzigen Brüder
  27. Ökumenisches Verbundkrankenhaus Trier
  28. Online-Portal 5vier.de
  29. radioszene.de
  30. Bundeskasse Trier.
  31. Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Version vom 18. Juli 2011 im Internet Archive)
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Dieser Artikel wurde am 8. Juni 2005 in dieser Version in die Liste der lesenswerten Artikel aufgenommen.