Qwant

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Qwant
www.qwant.com/
Beschreibung Internet-Suchmaschine
Registrierung optional
Sprachen 15
Eigentümer QWANT S.A.S.[1]
Erschienen 2013
Jahreseinnahmen 5 Mio. Euro

Qwant ist eine Suchmaschine, welche vom gleichnamigen französischen Unternehmen entwickelt wurde und mit strengen Datenschutzbestimmungen wirbt.

Suchmaschine[Bearbeiten]

Die Ergebnisseite von Qwant ist in mehrere Spalten aufgeteilt. Neben der klassischen Internetsuche sind die Rubriken Live für Informationen von Nachrichtenseiten und Social für Informationen aus der Wikipedia oder aus Online-Netzwerken wie Facebook, Twitter und Tumblr optisch getrennt angezeigt. Zudem gibt es eine Rubrik für Werbung. Am oberen Bildrand sind Ergebnisse aus Video- und Bilddateien angeführt.[2]

Nach eigenen Angaben wurden in einem Zeitraum von weniger als 10 Monaten 507 Millionen Suchanfragen registriert. 65 Prozent des Verkehrs entfallen auf Frankreich. In einem Test der FAZ schnitt Qwant im Vergleich zu Google, Bing und Duckduckgo etwa gleich gut ab, was die Qualität der Suchergebnisse angeht.[3]

Im Februar 2014 wurde die deutschsprachige Version in Berlin vorgestellt. Außerdem wurde eine Kooperation mit den Entwicklern von Firefox OS geschlossen, so dass Qwant künftig auf Smartphones oder Tablets mit dem Mozilla-Betriebssystem standardmäßig vorinstalliert wird.[4] Ebenfalls wurde eine Kooperation mit TripAdvisor geschlossen.

Datenschutz[Bearbeiten]

Mit Bezug auf den NSA-Skandal wirbt die Suchmaschine mit stärkeren Datenschutzbestimmungen, als dies bei Konkurrenzunternehmen der Fall sei. So würde Qwant keinerlei persönliche Daten sammeln. Qwant setzt lediglich einen Cookie für die jeweilige Sitzung, eine permanente Browserdatei wird nicht angelegt. Nach dem Verlassen der Seite wird der Cookie sofort gelöscht. Die Informationen zum Nutzerverhalten werden nicht dauerhaft gespeichert.[5] Im Unterschied zu anderen Suchmaschinen wie etwa Google oder Yahoo liefert Qwant daher keine personalisierten Suchergebnisse. Für alle Nutzer sind die Suchergebnisse gleich.[6]

Falls personenbezogene Suchergebnisse vom Benutzer gewünscht werden, kann ein Konto anlegt werden. Die erhobenen persönlichen Informationen werden auf Servern in Datenzentren in der Europäischen Union verarbeitet.

Auch IP-Adressen werden nicht auf Vorrat aufgezeichnet.

Unternehmen[Bearbeiten]

Qwant S.A.S. wurde im Jahr 2011 von den Franzosen Jean-Manuel Rozan und Éric Leandri gegründet[1] und die Suchmaschine nach einer zweijährigen Entwicklungsphase im Januar 2013 auf den Markt gebracht. Nach Angaben der Entwickler wurden bisher rund 3,5 Millionen Euro an Investitionskapital eingesammelt. Der Umsatz liegt derzeit bei rund 5 Mio. Euro im Jahr, die Mitarbeiterzahl liegt bei 25.[7][8]

Im Unterschied zu anderen Suchmaschinen erhält Qwant keine Einnahmen durch Werbeanzeigen, sondern über Beteiligung an E-Commerce-Umsätzen sowie im Business-to-Business-Bereich (B2B).

Im Juni 2014 beteiligte sich die Axel Springer SE mit 20 % an Qwant.[9]

Technische Infrastruktur[Bearbeiten]

Die technische Infrastruktur von Qwant besteht aus Hadoop-Clustern für das Web-Crawling, einer MongoDB-Datenbank für unstrukturierte Daten sowie einer selbst entwickelten Index-Engine, welche den Webindex in Form von JSON-Binaries erstellt und speichert. Die Suchergebnisse werden über Facebook's RocksDB, einer Key-Value-DB, zur Verfügung gestellt.[10]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b QWANT, SIREN Nr. 532 867 256 R.C.S. Paris, www.infogreffe.fr
  2. Die Welt: Europäische Suchmaschine verspricht Datenschutz, vom 4. März 2014
  3. Frankfurter Allgemeine Zeitung: Die Suchmaschine Qwant ist gar nicht so schlecht, vom 4. März 2014
  4. PC-Welt: Firefox-OS-Standardsuche QWANT in Deutschland gestartet, vom 4. März 2014
  5. Handelsblatt: Suchmaschine Qwant verspricht Datenschutz, vom 4. März 2014
  6. Süddeutsche Zeitung: Französische Suchmaschine Qwant wirbt mit Datenschutz, vom 4. März 2014
  7. Heise Online: "Entdeckungsmaschine" Qwant verspricht mehr Datenschutz als Google, vom 4. März 2014
  8. Der Tagesspiegel: Die Internetsuche wird bunter, vom 4. März 2014
  9. Golem: Axel Springer steigt bei Google-Konkurrenten Qwant ein, vom 19. Juni 2014
  10. JDN: Qwant: les secrets techniques du moteur de recherche français, vom 25. April 2014