Râmnicu Sărat

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Râmnicu Sărat
Wappen von Râmnicu Sărat
Râmnicu Sărat (Rumänien)
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Basisdaten
Staat: Rumänien
Historische Region: Große Walachei
Kreis: Buzău
Koordinaten: 45° 23′ N, 27° 3′ O45.38333333333327.05118Koordinaten: 45° 23′ 0″ N, 27° 3′ 0″ O
Zeitzone: OEZ (UTC+2)
Höhe: 118 m
Fläche: 8,77 km²
Einwohner: 33.843 (20. Oktober 2011[1])
Bevölkerungsdichte: 3.859 Einwohner je km²
Postleitzahl: 125300
Telefonvorwahl: (+40) 02 38
Kfz-Kennzeichen: BZ
Struktur und Verwaltung (Stand: 2012)
Gemeindeart: Munizipium
Bürgermeister: Viorel Holban (PNL)
Postanschrift: Str. Nicolae Bălcescu, nr. 1
loc. Râmnicu Sărat, jud. Buzău, RO–125300
Website:
Bahnhof in Râmnicu Sărat

Râmnicu Sărat (deutsch veraltet: Rümnick, auch Rimnik, in Regimentsgeschichten aus dem Ersten Weltkrieg auch Rimnicul-Sarat) ist eine Stadt im rumänischen Kreis Buzău in der Region Walachei.

Geographische Lage[Bearbeiten]

Die Stadt liegt an einer sumpfigen Ebene östlich der Karpaten und westlich der Getreideanbaugebiete der südlichen Moldau. In den Bergen wird Salz und Erdöl gewonnen und es gibt erhebliche Handelsaktivitäten mit Agrargütern und Nahrungsmittelvorprodukten.

Râmnicu Sărat befindet sich an der Europastraße 85 und an der rumänischen Hauptbahn Buzău–Mărășești (CFR-Kursbuchstrecke 500).

Bevölkerung[Bearbeiten]

Im Jahr 1900 gab es 13.134 Einwohner, darunter etwa 1.500 Juden.[2] Bis zum Jahr 2007 stieg die Einwohnerzahl auf ungefähr 39.500; 2011 wurden 33.843 Menschen registriert. 28.164 bekannten sich als Rumänen, 2.797 als Roma, sechs als Türken, fünf als Magyaren, drei bekannten sich als Deutsche und die restlichen wurden ohne Ethnie registriert.

Geschichte[Bearbeiten]

Râmnicu Sărat war 1434 und 1573 der Schauplatz einer Schlacht zwischen den Fürstentümern Moldau und Walachei und im Jahr 1634 zwischen dem Fürstentum Walachei und dem Osmanischen Reich. Im Jahr 1789 eroberte eine österreichisch-russische Armee die Stadt von den Türken zurück. Ein Stadtbrand zerstörte 1854 die Stadt fast vollständig, sie wurde aber wieder aufgebaut.

Im Jahre 1787 erschien in Râmnicu Sărat die erste walachische („rumänische“) Sprachlehre für Deutsche überhaupt.[3]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Im Stadtmuseum sind Grafiken, moderne Bilder und Skulpturen der Künstler Caragea, Jalea und Medrea ausgestellt. Weiterhin beinhaltet es ethnographische Informationen, Teppiche und einheimische Trachten aus Buda und Bisoca, Keramiken, einheimische Flora und Fauna sowie exotische Schmetterlinge.

Gedenkstätte[Bearbeiten]

In der Stadt befindet sich auch das berüchtigte "Gefängnis des Todes", in dem Hunderte von Regimegegnern in der Ära des Kommunismus inhaftiert wurden und umkamen. Unter ihnen befand sich auch der Führer der Bauernpartei Ion Michalache. Dem ehemaligen Leiter und dem Wachpersonal soll der Prozess gemacht werden. Im Juli 2013 wurde eine Online-Tour durch das Gefängnis freigeschaltet.[4] In den nächsten Jahren ist die Umwandlung des Gefängnisses in eine Gedenkstätte für die Opfer des Kommunismus geplant.[5]

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Râmnicu Sărat ist die Geburtsstadt der Komponistin Smaranda Oțeanu-Bunea, sowie des berühmten Karikaturisten Saul Steinberg.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Râmnicu Sărat – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Volkszählung 2011 in Rumänien (MS Excel; 1,3 MB)
  2. Enc.Britannica, 1911
  3. Andreas Clemens: Walachische Sprachlehre für Deutsche. Nebst einem kleinen Walachisch-Deutsch und Deutsch-Walachischen Wörterbuche. Verlag W. H. Thierry, Hermannstadt/Kronstadt 1823. S. III.
  4. Virtuelle Tour durch das Gefängnis.
  5. Rumänien will Morde aus der Zeit des Kommunismus ahnden, Die Welt, 3. September 2013.