Rainer Kensy von Echlin

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Rainer Baron Kensy von Echlin (* 25. Juli 1961 in Speyer) ist ein deutscher Agrarökonom und Unternehmer in der Finanzwirtschaft.

Leben[Bearbeiten]

Kensy von Echlins Vorfahren sind nach Litauen eingewanderte Schotten, die im 18. und 19. Jahrhundert Land- und Forstwirtschaft in Ostpreußen betrieben. In der Schlacht um Ostpreußen flohen seine Eltern nach Westdeutschland. Kensy ist der 13. Baron von Echlin.[1]

Werdegang[Bearbeiten]

Echlin studierte Landwirtschaft und Ökonometrie an der Christian-Albrechts-Universität Kiel und der TU Berlin. Seit 1983 Corpsstudent, war er 1988 für den Berliner Senioren-Convent stellvertretender Vorortsprecher des KSCV.[2] Er beendete das Studium als Dipl.-Ing. agr. und Master of Science.[3]

An der Isenberg School of Management der University of Massachusetts absolvierte er ein Zweitstudium in Finanzwissenschaft, das er als Master of Business Administration abschloss. Mit einer Dissertation über japanische Konzernstrukturen promovierte er 1994 an der Hochschule St. Gallen zum Dr. oec. (HSG).[4]

Anschließend arbeitete er im Portfoliomanagement der Caribbean Development Bank und der Crédit Suisse in Barbados und Tokio. Danach übernahm er Aufgaben im Bereich Derivative Structuring bei Merrill Lynch Deutschland und Salomon Brothers in London. Nachdem er in Zürich für die Rothschild Bank gearbeitet hatte, leitete er Tochterfirmen der RMF-MAN Investment Group. Die UBS berief ihn als Global Head Alternative Investments. Als European Co Head führte er in London das Asset Management von Bear Stearns. Eine Tochterfirma von Hottinger & Compagnie wählte ihn in den Verwaltungsrat (Schweiz). Seit 2009 im Verwaltungsrat der Echlin AG und inzwischen im Ruhestand, engagiert Kensy sich in Beiräten mehrerer Hedgefonds (Secquaero, Bainbridge u. a.) in Zürich und London. Er ist Curriculum Board Member der Chartered Alternative Investment Analyst Association.

Soziales Engagement[Bearbeiten]

Bei Mensa International setzt sich Echlin für die Erkennung und Förderung hochbegabter Kinder ein. Er ist Mitglied des Corps Masovia Königsberg zu Potsdam und sitzt im Beirat von philanthropischen Stiftungen in der Schweiz und in den USA.[2] Seit 2007 Ehrenritter in der französischen Genossenschaft des Johanniterordens, koordiniert er die gemeinsamen französisch-deutschen Aktivitäten. Er unterstützt den Aufbau der medizinischen Versorgung in ländlichen Gebieten Haitis und berät das Wirtschafts- und Finanzministerium und die staatliche Pensionskasse des Landes.

Werke (Auswahl)[Bearbeiten]

  • Marketing of anaerobically digested manure as fertilizer. Barbados 1986
  • mit S. Beck, M. Schwind, M. und anderen: Grain storage as an instrument for economic stability for Africa. TU Berlin 1987
  • Japanische Wirtschaftsstrukturen und multinationale Unternehmungen aus der Sicht der Postmoderne. St. Gallen 1995
  • Japans postmoderne Konzerne. Trendsetter für die Jahrtausendwende. München 1996
  • Keirezu Economy - New Economy? New York und London 2000
  • Hedge Funds verstehen. Grundlagen und neueste Entwicklungen. München 2008
  • mit B. Poitevien: La stabilité du système bancaire. Analyse et recommandation. Université d`État d`Haïti 2011

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Scottish feudal barony
  2. a b Jürgen Herrlein, Amella Mai (Hg.): Verzeichnis sämtlicher Mitglieder des Corps Masovia 1823 bis 2005. Potsdam 2006
  3. Master´s Thesis: Possibilities and limitations of time-series-analysis for the identification of instabilities of agricultural markets. Berlin 1986
  4. Dissertation: Postmodern analysis of Japanese multinational enterprises. St. Gallen 1993

Weblinks[Bearbeiten]