Ralco-Talsperre

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Ralco-Talsperre
Indianerdorf Chenqueco an einem der östlichen Arme des Sees
Indianerdorf Chenqueco an einem der östlichen Arme des Sees
Größere Städte in der Nähe: Los Angeles (Chile)
Ralco-Talsperre (Chile)
Ralco-Talsperre
Koordinaten 37° 59′ 45″ S, 71° 31′ 0″ W-37.995833333333-71.516666666667Koordinaten: 37° 59′ 45″ S, 71° 31′ 0″ W
Daten zum Bauwerk
Bauzeit: 1998 - 2002
Höhe des Absperrbauwerks: 155 m (oder 153,3 m)
Bauwerksvolumen: 1,55 (oder 1,637) Mio m³
Kronenlänge: 360 m (oder 370 m)
Daten zum Stausee
Wasseroberfläche 34 km²dep1
Speicherraum 1222 (oder 800) Mio m³
Embalse Ralco.JPG
Blick über den zentralen Teil des Sees

Die Ralco-Talsperre ist die zweite Talsperre am Río Bío Bío in Chile nach der Pangue-Talsperre. Sie wurde von 1998 - 2002 südöstlich von Los Ángeles (Chile) in der Región del Bío-Bío gebaut.

Die Staumauer wurde aus walzverdichtetem Beton (RCC) als Gewichtsstaumauer hergestellt und ist nach unterschiedlichen Angaben 153,3 oder 155 m hoch. Die Baukosten betrugen 568 Millionen US-Dollar. Ein Wasserkraftwerk erzeugt Strom mit einer Leistung von 570 MW und wird von dem Energiekonzern ENDESA España betrieben.

Der Stausee wurde ab dem 22. April 2004 geflutet. Er ist 34 Quadratkilometer groß und fasst 1222 Millionen Kubikmeter Wasser. (Alternative Zahlenangaben zur Talsperre sind in der Tabelle in Klammern gesetzt.)

Am Bio Bio sind insgesamt sechs Talsperren geplant.

Widerstand gegen das Projekt[Bearbeiten]

Die Talsperre wurde gegen erheblichen Widerstand der örtlichen indianischen Bevölkerung gebaut. Für die Flutung des Stausees mussten Angehörige der indigenen Völker der Mapuche und Pehuenchen aus ihren Siedlungsgebieten umgesiedelt werden.

Literatur[Bearbeiten]

Stephen H. Daniels: Two Jobs Not for the Faint of Heart, in: Engineering News Record, 19. August 2002

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]