Pehuenchen

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Die Pehuenchen (auch in der Schreibweise Pewenchen) sind ein indigenes Volk, dessen ursprüngliche Siedlungsgebiete im Süden Chiles liegen.

Der Name leitet sich von der indianischen Bezeichnung der Chilenischen Araukarie her, die auf Mapudungun, der Sprache der Mapuche, pewen[1] heißt, in hispanisierter Schreibweise Pehuén. Die Pehuenchen ernährten sich fast ausschließlich von den in Chile piñones (Spanisch „Pinienkerne“) genannten Samen dieses Baumes.

Die Pehuenchen und andere Mapuchevölker beherrschten über lange Zeit den Süden des heutigen Chile und hinderten die spanischen Konquistadoren und später die chilenischen Truppen mehrere Jahrhunderte lang in teilweise harten Kämpfen an der Besiedlung des Gebietes südlich des Flusses Biobío. Erst 1871 wurde es von Chile endgültig annektiert und im Anschluss daran massiv durch europäische Einwanderer besiedelt, die zu großen Teilen aus Deutschland kamen und die Urbevölkerung ziemlich schnell zurückdrängten.

Heute leben im südlichen Teil Zentralchiles neben anderen Mapuche auch kleinere Bevölkerungsteile der Pehuenche.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Alberto Trivero: Diccionario Mapudungun-Español [Wörterbuch Mapudungun-Spanisch], Mondovì 1998, online hier abrufbar