Raoul Cauvin

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Raoul Cauvin (2010)

Raoul Cauvin (* 26. September 1938 in Antoing) ist ein belgischer Comicautor.

Leben[Bearbeiten]

Nach der Ausbildung zum Werbelithografen, ein Beruf ohne Zukunft, absolvierte er seinen Wehrdienst.

Im Jahr 1960 begann er bei Dupuis mit einfachen Arbeiten, wie dem Zeichnen von Kästchen beim Kreuzworträtsel. Kurz darauf arbeitete er bei den Animationsstudios T.V.A., die Eddy Ryssack gehörten, als Kameramann. Neben dem Erstellen der Schlümpfe-Filme schrieb Cauvin Szenarien mit denen er es 7 Jahre lang probierte bei Dupuis eine Anstellung zu bekommen. Seine Vorschläge wurden von Yvan Delporte immer abgelehnt.

Charles Dupuis gab Cauvin aber eine Chance, sein Können unter Beweis zu stellen. Damit hatte auch die Arbeit bei T.V.A. ein Ende.

Sein Durchbruch gelang ihm zusammen mit Louis Salvérius, als beide die Serie Die blauen Boys (franz. Les Tuniques bleues) im Jahr 1968 erschufen. Diese Serie war als Ersatz von Lucky Luke gedacht und erschien erstmals am 29. August 1968 in der Wochenzeitschrift Spirou. Cauvin schrieb bis zum Tod Salvérius nicht nur einige Einseiter und Kurzgeschichten, sondern auch 4 Bände, in denen es um Soldaten der Nordstaaten im Amerikanischen Bürgerkrieg geht. Salvérius pflegte in den Geschichten einen rundum komischen Stil. Die Figuren ähneln noch nicht den Aktuellen, sondern erinnern eher an Ryssack oder Franquin. Den Band Outlaw konnte Salvérius nicht mehr vollenden. Er starb am 22. Mai 1972. Das unvollendete Abenteuer wurde von Willy Lambil, der die Serie 1972 übernahm, im karikaturhaften Stil Salvérius fertiggestellt. In den folgenden Bänden wird der Stil immer realistischer. Bis jetzt sind 52 Bände bei Dupuis erschienen.

Im Jahr 1972 schuf Cauvin mit Lambil die Reihe Armer Lampil (franz. Pauvre Lampil) mit dem Comiczeichner Lambil als Hauptfigur. Diese Comics erschienen beim Magazin Spirou unter der neuen Rubrik Carte Blanche (Die freie Seite). Mit der Einführung dieser beiden Seiten wurde jungen Talenten die Möglichkeit gegeben, sowohl ihre besten Arbeiten vorzustellen, als auch unkonventionelle Kurzgeschichten zu veröffentlichen. Neben dem regelmäßigen Abdruck im Magazin Spirou wurden diese Kurzgeschichten in Frankreich in 7 Bänden abgedruckt.

Neben den oben aufgeführten Comics schrieb Cauvin noch folgende Serien:

  • seit 1970 Sammy (Berck/Jean-Pol/Cauvin) Sammy und Jack, 39 Bände
  • 1969-1984 Caline & Calebasse (Mazel/Cauvin)
  • 1979-1987 Boulouloum et Guiliguili / Les Jungles perdues (Mazel/Cauvin) King & Kong, 10 Bände
  • seit 1979 Les grandes amours contrariées (Bercovici/Cauvin) die kranken Schwestern, 30 Bände
  • 1980/1981 Spirou et Fantasio (Nicolas Broca/Cauvin) Spirou und Fantasio, 3 Bände
  • seit 1981 L'Agent 212 (Kox/Cauvin) Dein Freund und Helfer, 26 Bände
  • seit 1983 Pierre Tombal (Hardy/Cauvin) Pierre Tombal, 24 Bände
  • seit 1992 Les Psy (Bédu/Cauvin) die Psy, 14 Bände

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Zack Nr. 58. Darin: Porträt von Cauvin
  • Kris de Saeger: Das grosse Cauvin-Album, Arboris 1995 ISBN 9-0344-0919-8

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Berck website. 29. September 2006
  2. Angoulême Awards 1976. 29. September 2006
  3. Angoulême Awards 2001. 29. September 2006
  4. Site of the Albert Uderzo Awards. 28. Juni 2006

Weblinks[Bearbeiten]