Ria

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Dieser Artikel beschreibt einen geographischen Begriff, für den Vornamen siehe Ria (Vorname), für Abkürzungen siehe RIA.
Die Buchten Parramatta River, Port Jackson (oben) und der Georges River (unten) im Großraum Sydney sind überflutete Flusstäler
Die Harbour Bridge von Sydney überspannt eine Bucht, die ein überflutetes Flusstal ist.
Ría de Ferrol, Galicien (Spanien)

Die Ria (gal. ría) ist ein Küstentyp mit einer schmalen und langen, tief in das Land eindringenden Meeresbucht. Im Gegensatz zu Fjord und Förde wurde eine Ria nicht durch Gletscher gebildet. Rias gehen vielmehr aus Flusstälern hervor, die durch Überflutung von Festlandsflächen (Transgression) mit Meereswasser bedeckt wurden, ohne dass diese zuvor von einem Gletscher übertieft worden wären. Sie haben daher meist flachere Küstenverläufe und geringere Buchttiefen als Fjorde.

Die meisten Rias finden sich an der nord- und westspanischen Atlantikküste, in der Bretagne – dort meist Aber genannt –, in Wales und in Irland. Des Weiteren gibt es zahlreiche Rias an der Ostküste Australiens, in Neuseeland (z. B. die Marlborough Sounds) und in Argentinien.

Bekannte Rias sind z. B.

Bei der Riaküste handelt es sich demnach um eine fluvial geprägte Ingressionsküste. Sie befindet sich in altgefalteten Landschaften. In junggefalteten Landschaften ist ihre Entsprechung die Cala-, Vallone- oder Canaliküste. Rias entstehen am ehesten auf leicht abbaubarem Untergrund, beispielsweise Karst.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Ria – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien