Ringo mit den goldenen Pistolen

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Filmdaten
Deutscher Titel Ringo mit den goldenen Pistolen
Originaltitel Johnny Oro
Produktionsland Italien
Originalsprache Italienisch
Erscheinungsjahr 1966
Länge 104 (Gek.: 88) Minuten
Altersfreigabe FSK 16
Stab
Regie Sergio Corbucci
Drehbuch Adriano Bolzoni
Franco Rossetti
Produktion Joseph Fryd
Musik Carlo Savina
Kamera Riccardo Pallottini
Schnitt Otello Colangeli
Besetzung

Ringo mit den goldenen Pistolen (Originaltitel: Johnny Oro) ist ein von Regisseur Sergio Corbucci 1965 gedrehter Italo-Western.

Handlung[Bearbeiten]

Nachdem die gefürchteten Perez-Brüder gerade ein Mädchen zwangsverheiratet haben, werden sie von dem Kopfgeldjäger Ringo gestellt und erschossen. Das jüngste Mitglied des Perez-Clans, Juanito, wird von Ringo verschont, da auf seinen Kopf noch keine Belohnung ausgesetzt wurde. Juanito schwört Ringo Rache für den Tod seiner Brüder. In Coltstone scheitert ein Mordversuch der Mexikaner, doch Ringo wird von dem strengen Sheriff Norton wegen Waffenbesitzes eingesperrt. Juanito verbündet sich mit dem Häuptling Sebastian, der sich an der Bevölkerung Coltstones für die Vertreibung seines Stammes rächen will und fordert vom Sheriff die Auslieferung Ringos. Der Sheriff lehnt ab. Als der Großteil der Stadtbewohner geflohen ist, verschanzt sich der Sheriff in seinem Büro und kann mit Hilfe Ringos und eines weiteren Gefangenen den Indianerüberfall abwehren. Juanito, der von den Angreifern als einziger überlebt hat, gelingt es den Sohn des Sheriffs als Geisel zu nehmen. Ringo kann Juanito im Duell blenden und erschießen. Er schenkt dem Sheriffssohn seine goldenen Sporen und reitet durch die zerstörte Stadt davon.

Kritik[Bearbeiten]

„Handwerklich gekonnt inszenierter, an "Rio Bravo" orientierter Italowestern; ein gelungenes Frühwerk von Sergio Corbucci“

film-dienst[1]

„Typischer Western italienischer Provenienz: hart, spannend, aber ohne menschliche Zwischentöne. Der verwischten Rechtsverhältnisse wegen für Jugendliche ungeeignet und für Erwachsene wertlos.“

Evangelischer Filmbeobachter[2]

Anmerkungen[Bearbeiten]

Ringo mit den goldenen Pistolen ist der dritte von Sergio Corbucci inszenierte Italo-Western, kurz danach folgte Django. Einerseits weist der Film noch eine starke Orientierung an US-Vorbilder auf (große Handlungselemente wurden aus Rio Bravo entliehen), andererseits fügte Corbucci für die Entstehungszeit ungewöhnlich brutale Szenen ein, die später zu seinem Markenzeichen wurden.

  • Ruggero Deodato stand Corbucci bei diesem Film als Regieassistent zur Seite.
  • Corbucci verließ das Set vorzeitig, um sich den Dreharbeiten von Django zu widmen. Um Probleme mit dem Verleih zu vermeiden, inszenierte Produzent Manolo Bolognini noch einige Szenen.

Die Filmlieder werden von Don Powell (Johnny Ringo) bzw. Valeria Fabrizi (Band of Gold) interpretiert.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Ringo mit den goldenen Pistolen im Lexikon des Internationalen Films
  2. Evangelischer Presseverband München, Kritik Nr. 12/1967